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Mrz

Die Famulatur der etwas anderen Art – Teil III

Alle zwei Wochen veröffentlichen wir Teile des Interviews mit Seyyid, das wir mit ihm nach seiner Famulatur in Kikwit gemacht haben. Es gibt Einblick in eine andere Welt! Hier nun also der dritte Teil... viel Spaß beim Lesen!

11. Wo hast du während deiner Zeit in Kikwit gewohnt?

Während dieser Zeit habe ich bei Dr. Vincent Uluma gewohnt. Er war hier sehr zuvorkommend und verglichen mit den örtlichen Verhältnissen herrschten dort auf jeden Fall gehobene Zustände. Man könnte sagen, ich lebte also sehr komfortabel.

12. Und wie kamst du jeden Tag in die Klinik?

Mit dem Taxi, das heißt mit jedem Auto, das anhält, um einen mitzunehmen.

13. Was und wo hast du gegessen?

Es gab fast immer Fufu mit einer Beilage, zum Beispiel Ziege oder gelegentlich auch Wild aus dem Wald. Fast alles wird vor der Zubereitung frisch geerntet oder im Kwilu, einem Zufluss des Kongo, gefangen. Einmal saß ich neben einem Jungen, der zwei Ratten sehr gekonnt und fachmännisch zubereitete.

Das Frühstück und Abendessen gab es bei Dr. Uluma zuhause, mittags besorgte ich mir meistens etwas an den vielen Straßenmärkten. Es gibt da zahlreiches an Gekochtem, Gebratenem, Frittiertem und auch an frischen Sachen. Fast immer köstlich, allerdings weiß ich von vielem bis jetzt noch nicht, was es eigentlich war…

Famultaur im Kongo. Streetfood war gab es immer und überall.
Famulatur im Kongo: Komfort sieht in Europa etwas anders aus.

14. Wie teuer ist das Leben im Kongo? Was kostet der Lebensunterhalt?

Die Preise variieren stark. Generell kann man sagen, dass alle importierten Güter sehr teuer sind. Dazu zählen viele Konsumgüter, die dem westlichen „Vorbild“ entsprechen wie etwa Margarine, Schokolade zum Aufstreichen und solche Dinge. Ein Nutella-ähnliches Glas Schokolade kostet zum Beispiel 3500 Kongo Franc, so viel wie die Kosten zum Behandlungsbeginn in der Klinik… Einheimisches Essen ist dagegen sehr günstig und man kann sich für umgerechnet einen Euro gut satt essen. Eine Banane kann man schon für ein paar Cent ersteigern. Es gibt aber regional große Unterschiede. Kinshasa ist selbst für unsere Verhältnisse sehr teuer. Ein Aufenthalt in den meisten Hostels beginnt bei 30 bis 40 Dollar.

 

...to be continued...

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