Straßenkinderprojekt Happy Birthday
13
Nov

10 Jahre Strassenkinderprojekt, Teil 1

Happy Birthday!

Das Straßenkinderprojekt feiert und wir waren live dabei!

Barbara ist derzeit in Kampala, u.a. um das Projekt zu besuchen und Zukunftspläne gemeinsam mit Rhona und Moses zu schmieden.

Et voilà Teil 1 ihres Erlebnisberichts.

Samstag, 29.10. 2016, 08:00 Uhr:

Der Wecker klingelt, draußen gießt es in Strömen, mein Blick wandert zu dem verkitteten Loch im Dach direkt über mir, wo noch vor wenigen Stunden der Regen auf ein Gesicht getröpfelt hat. Die schwarze Dichtungsmasse, die der Hauswart deswegen draufgepappt hat, scheint zu halten. Der Tag kann also beginnen.

8:03 Uhr:

Der Flugzeugmodus beim Handy wird deaktiviert und schon vibriert das Ding, ein Anruf kommt rein. Moses will sichergehen, dass er mich um 10:00 Uhr von meiner Unterkunft im Stadtteil Kabalagala abholen kann. "Private taxi" sozusagen. Innerlich stelle ich mich also auf 11:00 Uhr ein - wenn ich etwas in Afrika gelernt habe, dann das: Zeit spielt keine Rolle. Bleiben umso mehr Minuten, um mich und meine Kameraausrüstung auf den großen Tag in der Pentecostal Church im Kisenyi Slum vorzubereiten. Rhona und Moses haben tagelang Vorbereitungen getroffen, um das zehnjährige Bestehen der Kirche und des Straßenkinderprojekts gebührend mit der Gemeinde zu feiern. Einen großen Auftrag vom gesamten Vereinsvorstand Friends 4 Friends e.V. habe ich auch bekommen: Möglichst viele bewegende Momente gestochen scharf zu dokumentieren.

Straßenkinderprojekt Happy Birthday
Straßenkinderprojekt Happy Birthday

11:17 Uhr:

Ganz falsch lag ich ja nicht mit der Zeitangabe. Ein bisschen habe ich mich dem African Lifestyle schon angepasst.

Moses steigt grinsend und mit offenen Armen aus dem Auto. Die Begrüßung ist eine afrikanische, sie kommt von ganzem Herzen und es ist für mich, als ob es unser 20. Wiedersehen wäre. Dabei ist es unser erstes Treffen, wir haben immer nur schriftlich kommuniziert.

Die Fahrt geht los. Mitten durch das mit Matatus (Minibus-Taxis) und Boda-Bodas (Motorrad-Taxis) überfüllte und stickige Kampala, damit ich auch gleich noch eine kurze Stadtbesichtigung bekomme. An einem bestimmten Punkt geht es nicht mehr weiter, alles steht und Moses aktiviert die Türverriegelung, lässt die Fenster hoch (es wird noch stickiger im Auto!), schiebt meine Kameraausrüstung unter den Sitz, deutet auf mein Handy, das ich unschuldig in der Hand halte und meint: "In die Hosentasche, sonst ist es weg!" Woraufhin ich natürlich sage: "Die Fenster und Türen sind ja eh schon zu." Moses grinst und entgegnet lachend: "Trotzdem."

Immer schön tun, was einem von einem Einheimischen empfohlen wird. Da macht man selten was falsch.

 

...to be continued...

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