16
Mai

Neues von Vincent aus Kikwit, DR Kongo

Lange hat es gedauert, aber nun sind neue Infos von Dr. Vincent Uluma und dem Krankenhausbau in Kikwit (DR Kongo) da!

Wir erinnern uns: Ein Krankenhaus im Kongo? In einem Staat, in dem sich seit Jahrzehnten keiner um irgend etwas kümmert? In einem Staat, in dem es weder genüged Schulen, noch ausreichend Arbeit, Straßen oder genügend Essen gibt? Wo es dafür umso mehr Korruption, Misswirtschaft, Kriege und sonstige Katastrophen gibt…. Ja – genau da! Eben, weil dort so viel Not herrscht… und auch, weil es dort so wenige Krankenhäuser und Ärzte gibt, sodass Dr. Vincent Uluma administrativ für drei Millionen Menschen zuständig ist! Für ihn kein Grund zum Verzweifeln, sondern eher ein Ansporn, seinen Patienten und seinen Vorstellungen von einem vernünftigen Krankenhaus gerecht zu werden!

Wie soll das gehen? Etwas außerhalb von Kikwit gibt es seit einigen Jahren ein kleines Krankenhaus – eigentlich für Augenheilkunde. Es ist das einzige in der ganzen Gegend. Logisch, was da passierte – die Einheimischen kamen nicht nur mit Augenleiden, sondern mit allen denkbaren Krankheiten in dieses Krankenhaus. Außerdem brachten dort immer mehr Frauen hier ihre Kinder zur Welt, denn: Lieber ein Augenarzt bei der Entbindung als gar kein Arzt…

Das Gelände ist groß – genau das Richtige für ein großes Krankenzentrum, um alle Arten von Krankheiten zu behandeln. Als erstes ließ Vincent die alte Augenklinik umbauen und organisierte die notwendige medizinische Grundausstattung, um den Anforderungen bei Entbindungen gerecht zu werden.

Seit vorigem Jahr ist das sogenannte „blaue Haus“ fertiggestellt. Es besteht aus einem Operationssaal und einem Raum für Mütter und deren Neugeborene (Bild links). Ein weiterer Gebäudekomplex mit Krankenzimmern für insgesamt 140 Patienten konnte ebenfalls konstruiert werden. Weitere Patientenräume sind in einem kleineren Gebäude untergebracht. 03_Neugeborene-Mütter-Krankenschwesternraum-Administration_web
Hier ist auch die Administration, das Schwesternzimmer (Bild oben rechts) sowie ein kleines Labor (Bild unten rechts).
Vom vierten Gebäude stehen bisher nur die Außenmauern. Es ist vorgesehen, das Labor eines Tages hierhin umzusiedeln. Außerdem wird hier das Röntgengerät seinen Platz finden, das von Misereor gestiftet wurde und hoffentlich diesen Juli oder August in Kikwit eintrifft.

Aufgrund der Finanzen können die Gebäude nur nacheinander gebaut werden. Treffen Spendengelder ein, werden die Bauarbeiten wieder aufgenommen.Labor

Doch wer denkt, Vincent hat keine weiteren Pläne,… der irrt: Er denkt an eine Krankenhausküche sowie an einen Wohnkomplex für die Ärzte, die zukünftig an der Klinik arbeiten sollen. Vincents Plan ist so simpel wie effektiv, denn die Wohnsituation in Kikwit ist sehr bescheiden. Um Spezialisten für seine Klinik anwerben zu können, braucht er Wohnungen… umso besser, wenn diese direkt beim Arbeitsplatz liegen.

 

 

To be continued….

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