12
Sep

Neues von Vincent aus Kikwit, Teil III

Ziegelgewinnung

Seit drei Jahren baut Dr. Vincent Uluma nun an seinem Krankenhaus in Kikwit, DR Kongo. Da stellt sich doch die Frage, warum das alles so lange dauert.

Dafür gibt es mehrere Gründe:
Für das erste Gebäude waren genug Spendengelder vorhanden. Deswegen hat Vincent entschieden, sofort mit dem ersten Gebäude zu beginnen. Diese Vorgehensweise ist in Afrika normal. Wenn dann wieder Geld eingeht, wird weitergebaut. In der Region Kikwit gibt es eine sehr ausgeprägte Regenzeit. Vincent baut mit Lehmziegeln. Der Lehm kann praktischerweise auf dem eigenen Gelände gewonnen werden. Dass die Herstellung der Ziegel bei täglichen Regenschauern nicht so leicht ist wie bei Sonnenschein (immerhin müssen sie trocken sein, bevor sie verbaut werden können) leuchtet ein.

Viele der Arbeiter sind Landwirte – wenn sie auf den Feldern zu tun haben, fallen diese Arbeiter aus. Die meisten von ihnen betreiben Subsistenzwirtschaft – was sie anbauen, verbrauchen sie auch selbst (Maniok, Mais, Bohnen, Erdnüsse und Gemüse). Geplant ist auch der Bau einer Müllentsorgungsanlage. Dort soll der Müll geordnet verbrannt werden. Die Wasserversorgung wird durch eine Zisterne geregelt. Wasserleitungen in die Räume gibt es nicht - aber allgemeine sanitäre Anlagen mit Toiletten und Duschen getrennt für Frauen und Männer gibt es sehr wohl.

Getrockneter Maniok

Wie viel kostet denn nun eigentlich der Bau eines kleinen, einstöckigen Gebäudes im Kongo?

Laut Vincent kann er ein kleines Gebäude (wie das Labor) für ca 8500.-USD bauen lassen. Das beinhaltet Ziegelsteine, den Transport, Beton, Zement, Kies, Waschbecken, Kabel, Farbe, Türen, Fenster, Fensterscheiben, Verbundglas, Glühbirnen – und die Arbeiter. Erstaunlicherweise werden die Arbeiter prozentual zu den Baukosten entlohnt. 20% der Baukosten gehen als Lohn an die Arbeiter!
Wie man sieht... gibt es noch viel zu tun – wir bleiben dran.

To be continued.

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