Volontariat Milena
17
Nov

Volontariat Milena II

Milenas Volontariat im HoGH, Part TWO

Voilà Teil 2 von Milenas Abenteuer. Wer sich für ein Volontariat im Home of Good Hope interessiert, kann sich bei uns melden. Wir informieren über die Möglichkeiten und stellen die notwendigen Kontakte her.

 

Vor dem Essen wird zunächst gesungen und gebetet. Die Kinder haben sichtlich Spaß daran und tanzen eifrig mit! Auch wir Volontäre lernen die Lieder sehr schnell und sind bald genauso begeistert mit dabei wie die Frauen und Kinder der Suppenküche. Die Lebensfreude ist einfach ansteckend! Anschließend geht es ans Essen austeilen, das meistens schon bereitsteht. Übrigens beginnt die Schule hier nicht für alle Kinder zur gleichen Zeit; einige haben vormittags, andere nachmittags Unterricht. Die Nachmittags-Schulkinder sind demnach vormittags in der Suppenküche und bekommen auch zuerst ihre Portion, damit sie nicht zu spät zum Unterricht kommen. Dann wird Essen an die Kleinsten ausgeteilt, bevor diese sich vor lauter Ungeduld gegenseitig die Haare ausreißen. Wer hier welche Portionsgröße bekommt, habe ich auch nach 4 Wochen nicht herausgefunden, das ist wohl abhängig von Alter, Geschlecht, Stammeszugehörigkeit, Bauchumfang, Beliebtheit und etlichen weiteren Faktoren. Wer aufgegessen hat, putzt seine Schüssel mit zwei Fingern ordentlich aus, um auch noch die letzten Krümel in den Mund zu schieben, was den Vorteil hat, dass das Spülwasser nicht so schnell dreckig wird.

Volontariat Milena
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Meine Aufgabe ist täglich eine andere, ob Schüsseln befüllen, austeilen, spülen, abtrocknen oder andere kleine Tätigkeiten; ich helfe immer da, wo gerade Not an der Frau ist.

Ab 12 Uhr wird es meist ruhiger, da die erste Hälfte Schulkinder und die Kleinen versorgt sind. Hier ist wieder Zeit für Spielen und Kuscheln mit den Kleinen, die nach dem Essen nicht gehen wollen, weil sie sich eine zweite Portion und/oder eine Kuscheleinheit erhoffen. Gegen 13:30 Uhr kommen dann die Kinder, die vormittags in die Schule gehen und es gibt nochmal ordentlich was zu tun. Übrig vom Essen bleibt nie etwas. Leider haben wir sogar ab und zu das Problem, dass das Essen irgendwann zur Neige geht, die Kinder aber nicht weniger werden… dann müssen die Portionen reduziert, muss auf Brot umgestiegen werden und im allerschlimmsten Fall gibt es für die letzten Kinder nur noch ein Stück Obst.
Nachmittags beginnt das Aufräumen und Plaudern mit den dort arbeitenden Frauen. Einige von ihnen sind angestellt, die anderen arbeiten dort ehrenamtlich und für eine warme Mahlzeit am Tag. Durch den Kontakt zu ihnen erfahre ich viele interessante Dinge über das Land und die Menschen hier und kann noch tiefer in die Kultur eintauchen!

Das Besondere am Home of Good Hope ist, dass es eben nicht nur eine Suppenküche ist, in der die Kinder mit Essen versorgt werden und anschließend wieder heimgehen müssen, sondern eine Herzensangelegenheit der Gründerin. Monica liebt die Kinder und sorgt sich auch um ihre Gesundheit, die Familiensituation, den Schulbesuch und vieles mehr.
Ich hatte die Möglichkeit, sie bei einigen dieser Angelegenheiten zu unterstützen. Zum einen braucht eine große Anzahl der Kinder eine Brille, hierfür haben wir uns bei einigen Optikern Angebote machen lassen und den günstigsten ausgewählt. Finanziert werden das Testen und die Brillen von Friends 4 Friends.

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Meine Zeit in der Suppenküche ist viel zu schnell vergangen. Ich hoffe trotzdem, dass mein Einsatz das Projekt unterstützt hat und dass mir die Erfahrungen langfristig in Erinnerung bleiben werden. Die Kinder dort sind so glücklich, obwohl sie in unseren Augen so wenig haben. Home of Good Hope ist ein einzigartiges Projekt, hinter dem eine bewundernswerte und engagierte Frau steckt, die den Kindern im Township eine bessere Zukunft ermöglicht. Jedem, der über eine Spende oder sogar einen Besuch in der Suppenküche nachdenkt, kann ich das nur wärmstens empfehlen!
Ich möchte mich ganz herzlich bei Andy und Barbara von Friends 4 Friends bedanken, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben und mich vor und während meines Aufenthalts in Namibia unterstützt haben!

Außerdem waren wir in einer Art Sonderschule für Sehbehinderte wegen eines Jungen, der eine Augenkrankheit hat und aus seiner bisherigen Schule rausgeworfen wurde, da er kaum etwas gesehen hat. Beim ersten Besuch haben wir mit einer Lehrerin gesprochen, die einen Arzt- und einen Schulbericht sehen wollte, den wir natürlich nicht mit uns hatten. Am nächsten Tag sind wir mit großen Erwartungen und den Dokumenten zurückgekommen, haben aber diesmal die Direktorin gesprochen, die völlig anderer Meinung war. Er bekommt jetzt eine ausführliche Testung und Diagnostik, da Verdacht auf eine zusätzliche Lernschwäche besteht. Ich war zum einen schockiert über die Unfähigkeit der bisherigen Schule und dann überrascht bezüglich Kompetenz und Engagement der Sonderschule!

Volontariat Milena

Auch wir von Friends 4 Friends, aber auch Monica, waren und sind begeistert von Milenas Einsatz und ihrem Engagement. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle!

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