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17
Okt

Sommer-Volunteers im HoGH

Fragen über Fragen an unsere Volunteers

1. Wie lange wart ihr unterwegs und was war eigentlich der Anlass?

Mein Freund Florian und ich waren zusammen drei Wochen im Home of Good Hope, und ich noch zwei Wochen länger alleine. Hätten wir beide mehr Zeit gehabt, wären wir liebend gerne länger geblieben! Warum wir dort waren - dafür gibt es viele Gründe: Wir wollten über unseren Tellerrand schauen, ein afrikanisches Land und vor allem die Leute dort kennenlernen. Ich habe letztes Jahr schon in Indien unterrichtet und bin "süchtig" danach geworden, an einem fremden Ort in das Leben einzutauchen und mich irgendwie sinnvoll einzubringen. Genau darum ging es uns auch: Nicht nur mit den süßen Kids spielen, sondern ihnen auch etwas beizubringen, das ihnen weiterhilft.

2. Wie seid ihr auf das Projekt gekommen und was hat euch bewegt dort mitzuhelfen?

Meine Mama ist Lehrerin an einer Schule, an der Andy einen Vortrag über ihre Afrikareisen gehalten hat, in dem die verschiedenen von Friends 4 Friends unterstützten Projekte zur Sprache kamen. Sie wusste, dass ich auf der Suche nach so etwas war und hat den Kontakt hergestellt. Angesprochen hat mich an diesem Projekt, dass wirklich ALLE Kinder kommen dürfen, um mittags etwas zu essen bekommen. Ich wollte unbedingt die Leute dahinter kennenlernen und diese natürlich unterstützen, wo ich kann.

3. Wie oft/wie lange wart ihr bei dem Projekt?

Die "Arbeitszeiten" waren eigentlich sehr flexibel. Es hat sich bald eingependelt, dass wir um halb 10 Uhr ein "Local Cab" angehalten haben, um damit in das 8 km entfernte Home of Good Hope zu fahren. Es hat dann aber auch zwischen 20 und 40 Minuten gedauert, dorthin zu kommen, da die Taxifahrer auf dem Weg meistens noch andere Leute mitgenommen haben oder unmögliche Umwege gefahren sind. Deswegen haben wir zu sehr unterschiedlichen Uhrzeiten angefangen. Zum Hostel zurück ging es meist zwischen 3/halb 4 Uhr nachmittags. Wir waren von Montag bis Freitag im Projekt, an den Samstagen ist die Suppenküche zwar auch "geöffnet", aber da wir zweimal die Computerschulung am Samstag ganztägig durchgeführt haben oder ansonsten unterwegs waren, war es tatsächlich nur eine ganz normale Arbeitswoche.

4. Wie seid ihr von den Kindern/der Projektleiterin aufgenommen worden?

Als wir am ersten Tag aus dem Taxi stiegen, kamen uns gleich einige Kinder entgegengerannt, die sich sofort an Beine, Arme und was sonst irgendwie möglich war, geschlungen haben. Dieses Willkommen war wirklich extrem schön! Die Projektleiterin Monica und ihr Sohn Peacemaker sind beide auch wahnsinnig nett und standen für Fragen immer gerne zur Verfügung - man konnte sich auch toll mit ihnen unterhalten. Die Damen, die ansonsten in der Suppenküche gearbeitet haben, waren nicht ganz so herzlich, aber auch damit konnte man sich arrangieren. Es braucht natürlich auch einen etwas raueren Umgangston, wenn man 600 Kinder auf engstem Raum versorgen möchte.

5. Was waren die ersten Eindrücke von Katutura? Hattest du Angst, Mareen?

Wellblechhütten, soweit das Auge reicht, alles sehr staubig. Die Lebensverhältnisse sind einfach, dass da eine Suppenküche gebraucht wird, sieht man förmlich, wenn man durch die Straßen fährt. Die Leute dort waren meistens interessiert, was man denn so als Ausländer in Katutura macht. Angst hatte ich nie, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich überhaupt nicht ängstlich bin. Natürlich muss man einfache Regeln beachten wie "Keine teuren Gegenstände wie Handy oder Kamera offen herumtragen" oder "Nicht nachts mit dem Local Cab fahren", aber dann kann man sich wirklich sicher fühlen. Die anderen Volontäre hatten mir zwar geraten, ein richtiges, teures Taxi zu nehmen, nachdem mein Freund wieder nachhause geflogen war, aber ein bisschen Abenteuer muss doch sein und ich hatte zu keiner Zeit Bedenken. Einmal hat mir ein Taxifahrer sogar gesagt, dass ich sein Taxi fahren soll, weil er müde war.

... to be continued...

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