Home of Good Hope Archives - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
Happy Birthday HogH
29
Okt

Happy Birthday, HoGH!

Happy birthday „Home of Good Hope“

„Mensch, die Zeit vergeht...“ - diesen Satz hört man ja immer wieder. In diesem Fall trifft das aber nun wirklich zu! Mitte September hat das Projekt „Home of Good Hope“ seinen 10. Geburtstag gefeiert!

Mittendrin eine überglückliche und strahlende Monica, als Begleiterinnen mit dabei waren Eileen aus Kanada und Maria aus Holland. An dieser Stelle gleich vielen Dank an Maria für die Fotos und Videos! Barbara und Andy konnten aus beruflichen bzw. privaten Gründen leider nicht an der Feier teilnehmen.

Wie hat alles angefangen? Vor 10 Jahren ist Monicas Tochter Maria im Krankenhaus gestorben. Bevor sie starb, hat sie ihrer Mutter aufgetragen, sich nach ihrem Tod um die vielen Kinder vom Township Katutura zu kümmern. Dafür Sorge zu tragen, dass sie Essen, Gesundheit und Bildung erhalten. Monica hat es ihrer Tochter versprochen. Sie hat ihr Versprechen gehalten.

Es ist unglaublich, was diese Frau alles geleistet hat und immer noch leistet: zu Beginn waren es 20 unterernährte Kinder, die auf der staubigen Erde Katuturas gesessen sind und etwas zu essen bekommen haben. Heute: eine Wellblechhütte über dem Kopf, 600 Kinder täglich, alle Kids gehen zur Schule, manche besuchen sogar die weiterführende Schule, es gibt eine Fuß- und Netballmannschaft, Gesundheitsschulungen und Arztbesuche! In Zukunft: der Umzug auf das Gelände in der Monica Street (kein Witz, heißt wirklich so!). Ein eigenes Gebäude auf dem eigenen Grund und Boden, das ist schon seit langem der Plan. Die Suppenküche platzt aus allen Nähten und es muss dringend ein größeres Gebäude her.

Happy Birthday HogH
Happy Birthday HogH
Happy Birthday HogH
Happy Birthday HogH

Das alles ist mehr als Grund genug, das Projekt und die Erfolge zu feiern! 600 Kinder haben sich herausgeputzt und extra T-Shirts für den besonderen Anlass bekommen. Clowns wurden engagiert und die Musikkapelle war da, der Chor ist aufgetreten, es gab tolles Essen und eine riesige Geburtstagstorte!

Happy birthday, Home of Good Hope. Wir freuen uns, Teil dieses großartigen Projektes zu sein!

IT-Schulung Christian
9
Jul

Zertifizierte IT-Schulung

Wir haben ja bereits berichtet, dass unsere Schulkinder aus dem Home of Good Hope in Katutura die Möglichkeit bekamen, einen IT-Kurs mit Zertifikat zu absolvieren. Unsere Projektmitarbeiter in Katutura sowie Friends 4 Friends waren und sind der Ansicht, dass eine solche Bescheinigung sehr wichtig für den Lebenslauf der Kinder ist. Christian, der die Prüfung mit Bravour gemeistert hat, fasst für uns seine Eindrücke der dreiwöchigen Schulung zusammen.

 

Ein Schüler berichtet...

Es ist schon ein bisschen mehr als ein Monat her, dass ich meinen letzten Computerkurs hatte. Was für eine Erfahrung!
Mein Lieblingsteil waren die Excel-Sessions. All die verschiedenen Formeln warfen unendlich viele Fragen auf. ABER! Die Excel-Kurse waren wirklich toll, denn jeden Tag gab es neue Formeln zu erkunden.  Die anderen Themen, die wir im Rahmen der IT-Schulung angesprochen hatten, waren zwar interessant, aber nicht so anspruchsvoll wie die Formelstunden. PowerPoint gefiel mir auch besonders gut, weil ich an endlos vielen Präsentationen arbeiten durfte!

 

Informatik-Schulung
Dann kamen die Prüfungen… ohoooooo!!! Der theoretische Teil war einfach, aber darauf folgte der praktische Teil und wieder hatte ich Ärger mit Excel. Doch da wir während der IT-Schulung viele praktische Übungen hatten, erinnerte ich mich während der Prüfung daran und so stellte ich mich erfolgreich diesen Formel-Herausforderungen! Ich konnte und wollte mich nicht geschlagen geben, da ich während des Kurses und vor der Prüfung von unserem Coach Peacemaker sowie Barbara und Andy von Friends 4 Friends motiviert wurde. Ich wollte sie einfach nicht enttäuschen. Deswegen habe ich auch am Ende erreicht, was ich erreichen wollte.

Vielen Dank an Friends 4 Friends und eure Mitglieder, ihr habt dies alles erst möglich gemacht! Fühlt euch umarmt!

Christian

Maria Ward Gymnasium
28
Mai

Maria Ward Gymnasium: unsere 1. Klassenpatenschaft!

Ein Klassentreffen und seine weitreichenden Folgen

Klassentreffen sind immer spannend – immerhin hat man sich jahrelang gemeinsam durch die Schule gequält, unter den gleichen Lehrern gelitten und die gleichen gemocht. Man hat gemeinsam Religion geschwänzt und ist stattdessen im Cafe gesessen.... Man hat Maibäume gesetzt, diese gegen die Konkurrenz aus dem anderen Gymnasium verteidigt und ist gemeinsam in Urlaub gefahren...

Und dann sieht man sich zum 30-jährigen (!) Klassentreffen wieder.

Alle ein wenig älter, alle ein paar Fältchen mehr, manche mit Familie, andere ohne. Völlig unterschiedliche Berufe, einige im Megajob der Familienmanagerin, wieder andere in der 4. oder 5. Ausbildung. Eine bunt gemischte Truppe – UND lauter Frauen.

Insgesamt ein lustiger Haufen, der sich da im März in Günzburg im Maria Ward Gymnasium am Tag der offenen Tür getroffen hat. Und ein sehr sozialer obendrein – und mehr als bereit, an so einem bedeutsamen Tag wie dem 30-jährigen Abiturtreffen ein Zeichen zu setzen!

Und deswegen - „tataaa“ - dürfen wir heute unsere allererste Klassenpatenschaft für ein Schulkind aus dem Home of Good Hope (Namibia) vorstellen. Momentan beteiligen sich sieben ehemalige Schülerinnen an der Aktion, andere haben bereits zugesagt, ebenfalls mitzumachen!

 
Maria Ward Gymnasium

Eine Aktion, die buchstäblich Schule machen könnte! Hut ab vor den Mädels, Abiturjahrgang 1987 des Maria Ward Gymnasiums Günzburg!

Schulungen
8
Jan

HoGH: Die IT-Schulungen gehen weiter & weiter…

IT-Schulungen stehen seit dem letzten Sommer ganz hoch im Kurs bei den Schulkids aus dem Home of Good Hope. Bei den engagierten Volontären ist es auch kein Wunder, dass diese Trainings super verlaufen und die Kinder nicht genug bekommen. Ihr Wissensdurst in Sachen Computerfachwissen wurde auf jeden Fall bis Ende 2016 so gut wie möglich gestillt. Die Schulungen sollen aber zukünftig auch weiterhin einmal pro Monat in Katutura stattfinden. Für 2017 ist also einiges geplant!

Zuvor aber gibt es hier den Bericht von Alina, die von ihrem aller ersten IT-Kurs erzählt und auch alle weiteren Schulungen bis Dezember 2016 organisiert und durchgeführt hat!

Am Samstag, den 22.10.16 war es endlich soweit und mein erstes Training konnte beginnen! Es trudelten gegen 10 Uhr insgesamt neun Schülerinnen und Schüler im "Community College" in Katutura ein, um den Vormittag mit mir zu verbringen. "Computern" stand auf unserem Programm. Einige von ihnen waren schon öfter hier, während es für andere eine Premiere und somit eine ganz neue und spannende Erfahrung war. Da es auch meine allererste Schulung mit ihnen war,

 

Schulungen
Schulungen

starteten wir mit einer kleinen Vorstellungsrunde und wir verrieten einander Namen, Alter und Hobbies. Mir war es außerdem ein Anliegen, zu erfahren, was meinen Teilnehmern in den letzten Schulungen am meisten Spaß gemacht hat. Als klarer Favorit kristallisierte sich das Schreiben auf der Tastatur heraus, gefolgt von jeglicher Möglichkeit, sich bei Word mit Schriftarten, Farben, Formen und Symbolen auszutoben. Wer macht das nicht gerne?

Schulungen
Begonnen wurde unser Training schließlich mit einer kleinen Wiederholung bzw. Einführung bezüglich Ordnersystemen. Unterstützt wurde ich dabei von jenen Kiddies, die bereits Vorkenntnisse mitgebracht hatten, und emsig erarbeiteten wir uns gemeinsam ein einheitliches Niveau.

Während die Neuankömmlinge mit meiner Hilfe begeistert ihren ersten eigenen E-Mail-Account erstellen durften, öffnete der Rest der Gruppe ihre bereits existenten Postfächer. Als sie die Email von „Friends 4 Friends“ entdeckten, staunten sie nicht schlecht und waren völlig begeistert. Voller Freude antworteten sie auf Andreas Mail und schickten sich auch untereinander kleine Nachrichten.

Dann kamen wir zum Hauptteil des Kurses, dem Verfassen von Bewerbungsanschreiben. Mit Hilfe eines Plakats erarbeiteten wir uns Aufbau, Satzstellungen und die wichtigsten Aspekte für ein gelungenes Anschreiben. Es war fast wie bei einem Bewerbertraining der Agentur für Arbeit. Als wir damit fertig waren, folgte eine kurze Verschnaufpause mit leckeren Sandwiches und Getränken, danach war natürlich auch etwas Zeit, sich gegenseitig elektronische Briefchen zu senden. Sie hatten so viel Spaß damit! Die neu gewonnene Energie wurde allerdings auch kreativ für's Verfassen von Bewerbungsanschreiben eingesetzt und es folgten Bewerbungen als Ärzte, Elektriker und Geschäftsfrauen und –männer. Gegen 15 Uhr waren dann fast alle mit ihrer Arbeit fertig und wir belohnten uns mit einem wohlverdienten Stückchen Schokolade.

Zufrieden und mit dem Gefühl, wieder etwas gelernt zu haben, beendeten wir unseren Tag im "Community College". Baadaye – bis zum nächsten Mal!

Schulungen
Volunteers Home of Good Hope
30
Nov

Sommer-Volunteers im HoGH, Teil II

Noch mehr Fragen an unsere Volunteers

6. Wie war die Zusammenarbeit mit Monica und/oder Peacemaker? Wie habt ihr euch verstanden und bei was hast du mitgeholfen?

Die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt. Die beiden waren - wie bereits erwähnt - sehr hilfsbereit bei Fragen jeglicher Art. Unsere Arbeitstage hatten eigentlich immer denselben Ablauf. Wenn wir morgens in Katutura ankamen, haben wir zuerst mit den etwa 2-8-Jährigen gespielt. In der Früh kommen nämlich meistens die 30-40 gleichen Kinder und Kleinkinder, mit denen wir dann Bewegungs- und Lernspiele gemacht haben - vom Slacklinen, über englische Frage-Antwort-Spiele mit Ball bis Memory. Wir haben auch viel gesungen und, ganz wichtig: gekuschelt mit den Kleinen. Das war eigentlich immer mein persönliches Tages-Highlight.

Wenn dann das Essen kam, war es unsere Aufgabe als Volunteers bei der Essensausgabe zu helfen, Saft auszuschenken oder Früchte zu schneiden. Eigentlich war danach noch angedacht, eine Hausaufgabenunterstützung anzubieten, das hat aber leider überhaupt nicht geklappt. Die Suppenküche selbst besteht bis jetzt (Umzug ist glücklicherweise schon geplant) nämlich nur aus einer Hütte, weswegen die Kinder nach dem Essen nachhause geschickt werden. Ich habe ein paar mal mit Schildern oder Tafelanschrieben oder direktem Kontakt versucht, die Kinder auf das Angebot aufmerksam zu machen, aber es waren jeden Tag andere in der Suppenküche und einfach viel zu viele, als dass man es ihnen mehrmals sagen hätte können.

Mein Freund Florian hat noch die Fußballmannschaft trainiert und war auch bei einem Spiel dabei. Peacemaker, der die Jungs normalerweise trainiert, hatte ihm einfach für die Zeit das Team "überlassen" und hat Florian somit auf jeden Fall großes Vertrauen entgegen gebracht.

Außerdem haben wir ein eintägiges IT-Training vorbereitet und durchgeführt, das zweite am darauffolgenden Samstag habe ich alleine gemacht.

7. Was war für euch Volunteers unvergesslich oder besonders beeindruckend?

Dass sich ein paar Kinder sofort meinen Namen gemerkt haben. Das fand' ich so schön, weil ich leider so viele Namen gehört habe, dass ich mir nur wenige davon gemerkt habe. Aber wenn ein Kind mich mit "Hi Mareen" begrüßt hat, musste ich es natürlich sofort auf den Arm nehmen - die Kleinen hatten schon ihre Tricks. 🙂

8. Wenn du einem Bekannten von deiner Reise erzählst, was fällt dir da als Erstes ein?

Es gibt KEINE Vegetarier, hier wird sooo viel Fleisch gegessen, das hat mich nachdenklich gestimmt. Obwohl ich natürlich auch alles Mögliche probiert habe 😉

Spaß beiseite, ich habe zuallererst von den süßen Kids, besonders meinem kleinen Liebling "Quinn" erzählt und von all den tollen Tieren, die ich auf Safari gesehen habe - Elefanten, Giraffen, Löwen, Zebras, Oryx, Springböcke, Gnus und so weiter ...

Volunteers Home of Good Hope
Volunteers Home of Good Hope
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9. Wohin führte euch die Reise?

An den Wochenenden und auch einmal unter der Woche waren wir unterwegs, um etwas von dem riesigen Land zu sehen. Einmal waren wir in Swakopmund an der Atlantikküste, einer Stadt aus der deutschen Kolonialzeit (keineswegs deutsch, auch wenn das alle Afrikaner behaupten). Die dreitägige Safari durch den Etosha Nationalpark im Norden Namibias war auch sehr besonders: All die wilden Tiere auf wenige Meter Entfernung beobachten zu können, war ein einmaliges Erlebnis. Mein persönliches Highlight war Sossusvlei, die roten Dünen etwa fünf Autostunden südlich von Windhuk. Allein die Fahrt dorthin mit dem gemieteten Polo über die Sand-Stein-Piste, die die offizielle Straße darstellen sollte, war ein Abenteuer.

... to be continued...

volunteers
17
Okt

Sommer-Volunteers im HoGH

Fragen über Fragen an unsere Volunteers

1. Wie lange wart ihr unterwegs und was war eigentlich der Anlass?

Mein Freund Florian und ich waren zusammen drei Wochen im Home of Good Hope, und ich noch zwei Wochen länger alleine. Hätten wir beide mehr Zeit gehabt, wären wir liebend gerne länger geblieben! Warum wir dort waren - dafür gibt es viele Gründe: Wir wollten über unseren Tellerrand schauen, ein afrikanisches Land und vor allem die Leute dort kennenlernen. Ich habe letztes Jahr schon in Indien unterrichtet und bin "süchtig" danach geworden, an einem fremden Ort in das Leben einzutauchen und mich irgendwie sinnvoll einzubringen. Genau darum ging es uns auch: Nicht nur mit den süßen Kids spielen, sondern ihnen auch etwas beizubringen, das ihnen weiterhilft.

2. Wie seid ihr auf das Projekt gekommen und was hat euch bewegt dort mitzuhelfen?

Meine Mama ist Lehrerin an einer Schule, an der Andy einen Vortrag über ihre Afrikareisen gehalten hat, in dem die verschiedenen von Friends 4 Friends unterstützten Projekte zur Sprache kamen. Sie wusste, dass ich auf der Suche nach so etwas war und hat den Kontakt hergestellt. Angesprochen hat mich an diesem Projekt, dass wirklich ALLE Kinder kommen dürfen, um mittags etwas zu essen bekommen. Ich wollte unbedingt die Leute dahinter kennenlernen und diese natürlich unterstützen, wo ich kann.

3. Wie oft/wie lange wart ihr bei dem Projekt?

Die "Arbeitszeiten" waren eigentlich sehr flexibel. Es hat sich bald eingependelt, dass wir um halb 10 Uhr ein "Local Cab" angehalten haben, um damit in das 8 km entfernte Home of Good Hope zu fahren. Es hat dann aber auch zwischen 20 und 40 Minuten gedauert, dorthin zu kommen, da die Taxifahrer auf dem Weg meistens noch andere Leute mitgenommen haben oder unmögliche Umwege gefahren sind. Deswegen haben wir zu sehr unterschiedlichen Uhrzeiten angefangen. Zum Hostel zurück ging es meist zwischen 3/halb 4 Uhr nachmittags. Wir waren von Montag bis Freitag im Projekt, an den Samstagen ist die Suppenküche zwar auch "geöffnet", aber da wir zweimal die Computerschulung am Samstag ganztägig durchgeführt haben oder ansonsten unterwegs waren, war es tatsächlich nur eine ganz normale Arbeitswoche.

4. Wie seid ihr von den Kindern/der Projektleiterin aufgenommen worden?

Als wir am ersten Tag aus dem Taxi stiegen, kamen uns gleich einige Kinder entgegengerannt, die sich sofort an Beine, Arme und was sonst irgendwie möglich war, geschlungen haben. Dieses Willkommen war wirklich extrem schön! Die Projektleiterin Monica und ihr Sohn Peacemaker sind beide auch wahnsinnig nett und standen für Fragen immer gerne zur Verfügung - man konnte sich auch toll mit ihnen unterhalten. Die Damen, die ansonsten in der Suppenküche gearbeitet haben, waren nicht ganz so herzlich, aber auch damit konnte man sich arrangieren. Es braucht natürlich auch einen etwas raueren Umgangston, wenn man 600 Kinder auf engstem Raum versorgen möchte.

5. Was waren die ersten Eindrücke von Katutura? Hattest du Angst, Mareen?

Wellblechhütten, soweit das Auge reicht, alles sehr staubig. Die Lebensverhältnisse sind einfach, dass da eine Suppenküche gebraucht wird, sieht man förmlich, wenn man durch die Straßen fährt. Die Leute dort waren meistens interessiert, was man denn so als Ausländer in Katutura macht. Angst hatte ich nie, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich überhaupt nicht ängstlich bin. Natürlich muss man einfache Regeln beachten wie "Keine teuren Gegenstände wie Handy oder Kamera offen herumtragen" oder "Nicht nachts mit dem Local Cab fahren", aber dann kann man sich wirklich sicher fühlen. Die anderen Volontäre hatten mir zwar geraten, ein richtiges, teures Taxi zu nehmen, nachdem mein Freund wieder nachhause geflogen war, aber ein bisschen Abenteuer muss doch sein und ich hatte zu keiner Zeit Bedenken. Einmal hat mir ein Taxifahrer sogar gesagt, dass ich sein Taxi fahren soll, weil er müde war.

... to be continued...

computer workshop
3
Okt

Alles dreht sich um Computer

Computer können sehr hilfreich sein. Computer können einen auch in den Wahnsinn treiben. Alles nichts Neues. Auch nicht, dass es ohne diese Dinger heutzutage nicht mehr geht - weder in Deutschland, noch in Namibia. Unsere Jugend hierzulande wächst mit Spielkonsole, Tablet und I-Phone auf. Ein Problem mit dem Handy? Dann sucht man doch am besten die 14-jährige Nachbarstochter auf....

Deswegen waren und sind wir mit unserem lokalen Projektmanager Peacemaker einer Meinung: Computerschulungen sind extrem wichtig!

Um den direkten Nutzen zu erkennen, hat unsere Volontärin Mareen ein wunderbares Händchen bewiesen und auch für den zweiten Teil der Schulung passende Themen ausgesucht, die auf die vorangegangenen Workshops altersgerecht aufbauten.

computer workshops
computer workshops

Word

Was gibt es Besseres, als gleich einen vernünftigen und brauchbaren Lebenslauf in Word zu erstellen? Mit passender Schrift, unterstrichenen Überschriften und einem eingebundenen Foto kann sich so ein Dokument dann schon sehen lassen.

Excel

Oder Excel: der Alptraum meiner eigenen IT-Lernerei! Wenn man einen Workshop bei Mareen besucht, kann anscheinend sogar Excel Spaß machen. Denn der Clou der Sache bestand darin, dass die Beispiele nahe an der Realität lagen: Der Katutura Fruitshop will wissen, welchen Gewinn er die letzten Monate gemacht hat. Und natürlich auch, welche Filiale den besten Umsatz hatte! Da gibt die Rechnerei mit den Tabellen doch gleich mehr Sinn UND macht auch noch Spaß!

www

Computer ohne Internet? Geht gar nicht! Richtig spannend wird das Internet natürlich immer dann, wenn man mit anderen kommunizieren kann – also Email, Facebook und Co. Gemeinsam mit Mareen wurden Emailadressen angelegt, fleißig Emails untereinander verschickt und die neuen Lebensläufe angehängt.

Dass die Welt des www damit nicht erschöpft ist und es noch jede Menge zu lernen gibt, ist jedem klar. Deswegen freuen wir uns sehr, dass dieses IT-Projekt, begonnen von Marcel und fortgeführt von Mareen, nun in die Hände von Alina übergeht.

Alina ist ebenfalls eine Volontärin aus Deutschland und wird drei Monate in Namibia verbringen. Sie hat sich bereit erklärt, dieses wichtige Projekt über die nächste Zeit weiterzuführen und wir hoffen, einen lokalen Volunteer bis dahin zu finden.

Vielen Dank an Marcel, Mareen und Alina!

Informatik-Schulung
23
Sep

Die liebe Informatik

Unsere Schulkids aus dem Home of Good Hope in Katutura drückten sogar am Wochenende die Schulbank - allerdings nicht wegen der klassischen Nachhilfe, sondern vielmehr, um ihre im Juni erlangten Informatik-Kenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Wir erinnern uns: Marcel war der erste, der sich dieser Schulung annahm und jetzt sind es Mareen und Florian, die den zweiten Teil der Workshops konzipieren.  

Unsere beiden Freiwilligen in Nambia, Mareen und Florian, haben sich mal wieder ins Zeug gelegt. Da wurde geplant und gebrainstormed und organisiert. Das Ergebnis war eine tolle Informatik-Schulung für unsere Schulkids! Satte fünf Stunden lang waren die Kids am PC-Pauken. Da gibt's zwar Schlimmeres, aber so ein langer Workshop könnte trotzdem ganz schön langatmig sein, wenn da nicht auf Abwechslung geschaut würde!

Die meisten Kids saßen überhaupt erst zum zweiten Mal an einem Computer! Dank Marcel kannten sie zwar die Basics, aber diese nochmal zu wiederholen bzw. zu vertiefen konnte nicht schaden! Los ging es mit den etwas trockeneren Themen, die aber dringend notwendig waren:  was sind die einzelnen Teile eines PCs, was gehört alles zur Hard- und was zur Software, was kann man auf dem Desktop so alles aufführen und welche Einstellungen sind eigentlich möglich?

 

Informatik-Schulung
Informatik-Schulung
Wer kennt das nicht? Dokument gespeichert – aber wo ist es hin? Ein Ordnersystem wirkt Wunder und spart viel Energie, WENN man es richtig beherrscht UND vernünftig erstellt. Das will eben besprochen und gelernt sein. So ein Ordner wiederum will gefüllt werden - und da kam das neue Thema gerade recht: jeder Schüler sollte in Word seinen Lebenslauf erstellen, korrekt benennen und in der richtigen Struktur abspeichern.

Zu einem lebensnahen Unterricht gehört allerdings nicht nur das Know-How zum Erstellen eines Lebenslaufs. Nein! Natürlich nahm auch das Thema "Internet" einen großen Teil der Schulungszeit ein! Das world wide web wurde erkundet und weil dort an allen Ecken und Enden böse Gefahren lauern, lernten die Kiddies auch gleich wie man dort sicher unterwegs ist.

Ganz offensichtlich verging die Zeit wie im Flug. ABER – nächste Woche geht es u.a. mit folgenden Informatik-Themen weiter: "Lebenslauf 2.0", "Excel-Tabellen leicht gemacht" und "das ABC des Internets"!

To be continued...

 
Volunteers: Mareen und Florian
9
Sep

Volunteers im Home of Good Hope

Neue Volunteers für's HoGH

Volunteers brauchen wir immer und einer zu werden ist gar nicht so schwer - vor allem dann nicht, wenn der Zufall seinen Lauf nimmt:
 
Der eine oder andere weiß vermutlich, dass Andy, die erste Vorsitzende unseres Vereins, hauptberuflich Vorträge, u.a. über Afrika hält. Gerne auch an Schulen. Da sitzen natürlich vor allem Schüler und Schülerinnen im Saal, aber natürlich auch diverse Lehrer, um die jungen Leute im Zaum zu halten.
Eine Lehrerin war anscheinend derart von unserem Straßenkinderprojekt angetan und angesichts der Lebenssituation der Kinder so betroffen, dass sie ganz spontan den kompletten Inhalt ihrer Geldbörse gespendet hat.
Damit nicht genug. Kurze Zeit später hatte Andy eine junge Frau am Telefon – mit dem gleichen Nachnamen wie die spendenfreudige Lehrerin; es war ihre Tochter, die auf der Suche nach einem Projekt war, wo sie und ihr Freund Florian sich einbringen können. Man unterhält sich, man versteht sich.
 
Das passende Projekt war bald gefunden und deswegen sind die zwei wenige Wochen später ins Home of Good Hope gereist. Seit einer Woche sind die beiden Helferlein nun dort und können sich vor Eindrücken und Aufgaben kaum retten... aber hört selbst:
 
   

Vielen Dank an Mareen und Florian für diesen lebendigen Eindruck in ihre tägliche Arbeit!

Schule in Namibia
7
Sep

Schule in Namibia ist wie Schule bei uns: Nicht immer lustig!

Was gibt es Neues von unseren Schulkids in Namibia?

Alle sind kräftig am pauken – so eine weiterführende Schule in Namibia ist auch nicht easy going... Motivation kann man vor allem im Schulalter brauchen! Umso besser, wenn da auf einmal Briefe aus weit entfernten Ländern eintreffen, deren Verfasser loben, trösten und Unterstützung geben.

Wie kam es dazu?

Ganz einfach: Jedes Jahr erhalten wir zu Schulbeginn selbstgeschriebene Briefe von den „alten“ und „neuen“ Schülern. Damit das Ganze nicht so einseitig wird, gehen natürlich auch Briefe von uns nach Namibia! Wer schreibt diese Briefe? Das können Vereinsmitglieder sein, aber auch Mitarbeiter von Partnern wie z.b. camos. Neu ist, dass diesmal auch Gurjeet, ein guter alter Freund aus Indien, eifrig mitgeholfen hat.

Schule in Namibia - Victoria
Schule in Namibia - Rosie
Schule in Namibia - Pendukeni
Schule in Namibia - Muhupua
Schule in Namibia - Levi
Schule in Namibia - Herman
Schule in Namibia - Christian
Schule in Namibia - Axase

Logisch - durch die unterschiedlichen Verfasser ist jeder Brief anders geworden. Das macht die Sache ja auch gleich deutlich spannender und lustiger – für uns und für die Kids! Man sieht's ihnen auf den Bildern an, wie sie stolz auf ihre Briefe aus den fernen Ländern sind! Peacemaker, der beste aller Local Project Manager, hat sich beim Fotografieren mal wieder selbst übertroffen und genau diese Freude bei den Schülern einfangen können.

Ein herzliches Dankeschön an alle Briefeschreiber! Wir hoffen sehr, dass wir auch bei der nächsten „Schreibaktion“ wieder viele Helferlein haben!