Home of Good Hope Archives - Seite 2 von 4 - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
volunteers
17
Okt

Sommer-Volunteers im HoGH

Fragen über Fragen an unsere Volunteers

1. Wie lange wart ihr unterwegs und was war eigentlich der Anlass?

Mein Freund Florian und ich waren zusammen drei Wochen im Home of Good Hope, und ich noch zwei Wochen länger alleine. Hätten wir beide mehr Zeit gehabt, wären wir liebend gerne länger geblieben! Warum wir dort waren - dafür gibt es viele Gründe: Wir wollten über unseren Tellerrand schauen, ein afrikanisches Land und vor allem die Leute dort kennenlernen. Ich habe letztes Jahr schon in Indien unterrichtet und bin "süchtig" danach geworden, an einem fremden Ort in das Leben einzutauchen und mich irgendwie sinnvoll einzubringen. Genau darum ging es uns auch: Nicht nur mit den süßen Kids spielen, sondern ihnen auch etwas beizubringen, das ihnen weiterhilft.

2. Wie seid ihr auf das Projekt gekommen und was hat euch bewegt dort mitzuhelfen?

Meine Mama ist Lehrerin an einer Schule, an der Andy einen Vortrag über ihre Afrikareisen gehalten hat, in dem die verschiedenen von Friends 4 Friends unterstützten Projekte zur Sprache kamen. Sie wusste, dass ich auf der Suche nach so etwas war und hat den Kontakt hergestellt. Angesprochen hat mich an diesem Projekt, dass wirklich ALLE Kinder kommen dürfen, um mittags etwas zu essen bekommen. Ich wollte unbedingt die Leute dahinter kennenlernen und diese natürlich unterstützen, wo ich kann.

3. Wie oft/wie lange wart ihr bei dem Projekt?

Die "Arbeitszeiten" waren eigentlich sehr flexibel. Es hat sich bald eingependelt, dass wir um halb 10 Uhr ein "Local Cab" angehalten haben, um damit in das 8 km entfernte Home of Good Hope zu fahren. Es hat dann aber auch zwischen 20 und 40 Minuten gedauert, dorthin zu kommen, da die Taxifahrer auf dem Weg meistens noch andere Leute mitgenommen haben oder unmögliche Umwege gefahren sind. Deswegen haben wir zu sehr unterschiedlichen Uhrzeiten angefangen. Zum Hostel zurück ging es meist zwischen 3/halb 4 Uhr nachmittags. Wir waren von Montag bis Freitag im Projekt, an den Samstagen ist die Suppenküche zwar auch "geöffnet", aber da wir zweimal die Computerschulung am Samstag ganztägig durchgeführt haben oder ansonsten unterwegs waren, war es tatsächlich nur eine ganz normale Arbeitswoche.

4. Wie seid ihr von den Kindern/der Projektleiterin aufgenommen worden?

Als wir am ersten Tag aus dem Taxi stiegen, kamen uns gleich einige Kinder entgegengerannt, die sich sofort an Beine, Arme und was sonst irgendwie möglich war, geschlungen haben. Dieses Willkommen war wirklich extrem schön! Die Projektleiterin Monica und ihr Sohn Peacemaker sind beide auch wahnsinnig nett und standen für Fragen immer gerne zur Verfügung - man konnte sich auch toll mit ihnen unterhalten. Die Damen, die ansonsten in der Suppenküche gearbeitet haben, waren nicht ganz so herzlich, aber auch damit konnte man sich arrangieren. Es braucht natürlich auch einen etwas raueren Umgangston, wenn man 600 Kinder auf engstem Raum versorgen möchte.

5. Was waren die ersten Eindrücke von Katutura? Hattest du Angst, Mareen?

Wellblechhütten, soweit das Auge reicht, alles sehr staubig. Die Lebensverhältnisse sind einfach, dass da eine Suppenküche gebraucht wird, sieht man förmlich, wenn man durch die Straßen fährt. Die Leute dort waren meistens interessiert, was man denn so als Ausländer in Katutura macht. Angst hatte ich nie, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich überhaupt nicht ängstlich bin. Natürlich muss man einfache Regeln beachten wie "Keine teuren Gegenstände wie Handy oder Kamera offen herumtragen" oder "Nicht nachts mit dem Local Cab fahren", aber dann kann man sich wirklich sicher fühlen. Die anderen Volontäre hatten mir zwar geraten, ein richtiges, teures Taxi zu nehmen, nachdem mein Freund wieder nachhause geflogen war, aber ein bisschen Abenteuer muss doch sein und ich hatte zu keiner Zeit Bedenken. Einmal hat mir ein Taxifahrer sogar gesagt, dass ich sein Taxi fahren soll, weil er müde war.

... to be continued...

computer workshop
3
Okt

Alles dreht sich um Computer

Computer können sehr hilfreich sein. Computer können einen auch in den Wahnsinn treiben. Alles nichts Neues. Auch nicht, dass es ohne diese Dinger heutzutage nicht mehr geht - weder in Deutschland, noch in Namibia. Unsere Jugend hierzulande wächst mit Spielkonsole, Tablet und I-Phone auf. Ein Problem mit dem Handy? Dann sucht man doch am besten die 14-jährige Nachbarstochter auf....

Deswegen waren und sind wir mit unserem lokalen Projektmanager Peacemaker einer Meinung: Computerschulungen sind extrem wichtig!

Um den direkten Nutzen zu erkennen, hat unsere Volontärin Mareen ein wunderbares Händchen bewiesen und auch für den zweiten Teil der Schulung passende Themen ausgesucht, die auf die vorangegangenen Workshops altersgerecht aufbauten.

computer workshops
computer workshops

Word

Was gibt es Besseres, als gleich einen vernünftigen und brauchbaren Lebenslauf in Word zu erstellen? Mit passender Schrift, unterstrichenen Überschriften und einem eingebundenen Foto kann sich so ein Dokument dann schon sehen lassen.

Excel

Oder Excel: der Alptraum meiner eigenen IT-Lernerei! Wenn man einen Workshop bei Mareen besucht, kann anscheinend sogar Excel Spaß machen. Denn der Clou der Sache bestand darin, dass die Beispiele nahe an der Realität lagen: Der Katutura Fruitshop will wissen, welchen Gewinn er die letzten Monate gemacht hat. Und natürlich auch, welche Filiale den besten Umsatz hatte! Da gibt die Rechnerei mit den Tabellen doch gleich mehr Sinn UND macht auch noch Spaß!

www

Computer ohne Internet? Geht gar nicht! Richtig spannend wird das Internet natürlich immer dann, wenn man mit anderen kommunizieren kann – also Email, Facebook und Co. Gemeinsam mit Mareen wurden Emailadressen angelegt, fleißig Emails untereinander verschickt und die neuen Lebensläufe angehängt.

Dass die Welt des www damit nicht erschöpft ist und es noch jede Menge zu lernen gibt, ist jedem klar. Deswegen freuen wir uns sehr, dass dieses IT-Projekt, begonnen von Marcel und fortgeführt von Mareen, nun in die Hände von Alina übergeht.

Alina ist ebenfalls eine Volontärin aus Deutschland und wird drei Monate in Namibia verbringen. Sie hat sich bereit erklärt, dieses wichtige Projekt über die nächste Zeit weiterzuführen und wir hoffen, einen lokalen Volunteer bis dahin zu finden.

Vielen Dank an Marcel, Mareen und Alina!

Informatik-Schulung
23
Sep

Die liebe Informatik

Unsere Schulkids aus dem Home of Good Hope in Katutura drückten sogar am Wochenende die Schulbank - allerdings nicht wegen der klassischen Nachhilfe, sondern vielmehr, um ihre im Juni erlangten Informatik-Kenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Wir erinnern uns: Marcel war der erste, der sich dieser Schulung annahm und jetzt sind es Mareen und Florian, die den zweiten Teil der Workshops konzipieren.  

Unsere beiden Freiwilligen in Nambia, Mareen und Florian, haben sich mal wieder ins Zeug gelegt. Da wurde geplant und gebrainstormed und organisiert. Das Ergebnis war eine tolle Informatik-Schulung für unsere Schulkids! Satte fünf Stunden lang waren die Kids am PC-Pauken. Da gibt's zwar Schlimmeres, aber so ein langer Workshop könnte trotzdem ganz schön langatmig sein, wenn da nicht auf Abwechslung geschaut würde!

Die meisten Kids saßen überhaupt erst zum zweiten Mal an einem Computer! Dank Marcel kannten sie zwar die Basics, aber diese nochmal zu wiederholen bzw. zu vertiefen konnte nicht schaden! Los ging es mit den etwas trockeneren Themen, die aber dringend notwendig waren:  was sind die einzelnen Teile eines PCs, was gehört alles zur Hard- und was zur Software, was kann man auf dem Desktop so alles aufführen und welche Einstellungen sind eigentlich möglich?

 

Informatik-Schulung
Informatik-Schulung

Wer kennt das nicht? Dokument gespeichert – aber wo ist es hin? Ein Ordnersystem wirkt Wunder und spart viel Energie, WENN man es richtig beherrscht UND vernünftig erstellt. Das will eben besprochen und gelernt sein. So ein Ordner wiederum will gefüllt werden - und da kam das neue Thema gerade recht: jeder Schüler sollte in Word seinen Lebenslauf erstellen, korrekt benennen und in der richtigen Struktur abspeichern.

Zu einem lebensnahen Unterricht gehört allerdings nicht nur das Know-How zum Erstellen eines Lebenslaufs. Nein! Natürlich nahm auch das Thema "Internet" einen großen Teil der Schulungszeit ein! Das world wide web wurde erkundet und weil dort an allen Ecken und Enden böse Gefahren lauern, lernten die Kiddies auch gleich wie man dort sicher unterwegs ist.

Ganz offensichtlich verging die Zeit wie im Flug. ABER – nächste Woche geht es u.a. mit folgenden Informatik-Themen weiter: "Lebenslauf 2.0", "Excel-Tabellen leicht gemacht" und "das ABC des Internets"!

To be continued...

 
Volunteers: Mareen und Florian
9
Sep

Volunteers im Home of Good Hope

Neue Volunteers für's HoGH

Volunteers brauchen wir immer und einer zu werden ist gar nicht so schwer - vor allem dann nicht, wenn der Zufall seinen Lauf nimmt:
 
Der eine oder andere weiß vermutlich, dass Andy, die erste Vorsitzende unseres Vereins, hauptberuflich Vorträge, u.a. über Afrika hält. Gerne auch an Schulen. Da sitzen natürlich vor allem Schüler und Schülerinnen im Saal, aber natürlich auch diverse Lehrer, um die jungen Leute im Zaum zu halten.
Eine Lehrerin war anscheinend derart von unserem Straßenkinderprojekt angetan und angesichts der Lebenssituation der Kinder so betroffen, dass sie ganz spontan den kompletten Inhalt ihrer Geldbörse gespendet hat.
Damit nicht genug. Kurze Zeit später hatte Andy eine junge Frau am Telefon – mit dem gleichen Nachnamen wie die spendenfreudige Lehrerin; es war ihre Tochter, die auf der Suche nach einem Projekt war, wo sie und ihr Freund Florian sich einbringen können. Man unterhält sich, man versteht sich.
 
Das passende Projekt war bald gefunden und deswegen sind die zwei wenige Wochen später ins Home of Good Hope gereist. Seit einer Woche sind die beiden Helferlein nun dort und können sich vor Eindrücken und Aufgaben kaum retten... aber hört selbst:
 

 

 

Vielen Dank an Mareen und Florian für diesen lebendigen Eindruck in ihre tägliche Arbeit!

Schule in Namibia
7
Sep

Schule in Namibia ist wie Schule bei uns: Nicht immer lustig!

Was gibt es Neues von unseren Schulkids in Namibia?

Alle sind kräftig am pauken – so eine weiterführende Schule in Namibia ist auch nicht easy going... Motivation kann man vor allem im Schulalter brauchen! Umso besser, wenn da auf einmal Briefe aus weit entfernten Ländern eintreffen, deren Verfasser loben, trösten und Unterstützung geben.

Wie kam es dazu?

Ganz einfach: Jedes Jahr erhalten wir zu Schulbeginn selbstgeschriebene Briefe von den „alten“ und „neuen“ Schülern. Damit das Ganze nicht so einseitig wird, gehen natürlich auch Briefe von uns nach Namibia! Wer schreibt diese Briefe? Das können Vereinsmitglieder sein, aber auch Mitarbeiter von Partnern wie z.b. camos. Neu ist, dass diesmal auch Gurjeet, ein guter alter Freund aus Indien, eifrig mitgeholfen hat.

Schule in Namibia - Victoria
Schule in Namibia - Rosie
Schule in Namibia - Pendukeni
Schule in Namibia - Muhupua
Schule in Namibia - Levi
Schule in Namibia - Herman
Schule in Namibia - Christian
Schule in Namibia - Axase

Logisch - durch die unterschiedlichen Verfasser ist jeder Brief anders geworden. Das macht die Sache ja auch gleich deutlich spannender und lustiger – für uns und für die Kids! Man sieht's ihnen auf den Bildern an, wie sie stolz auf ihre Briefe aus den fernen Ländern sind! Peacemaker, der beste aller Local Project Manager, hat sich beim Fotografieren mal wieder selbst übertroffen und genau diese Freude bei den Schülern einfangen können.

Ein herzliches Dankeschön an alle Briefeschreiber! Wir hoffen sehr, dass wir auch bei der nächsten „Schreibaktion“ wieder viele Helferlein haben!
IT-Schulung Home of Good Hope
29
Aug

IT-Schulung im Home of Good Hope

Unser liebster Marcel war mal wieder in der Suppenküche. Seinesgleichen Vereinsmitglied, IT-Spezialist und Reiseguru (ja, solche Kombinationen sind für uns immer sehr hilfreich!). Diesmal hatte er eine spezielle Mission: IT-Schulung für unsere Schulkids. Es war jedoch nicht so, dass wir ihm das Programm auf's Auge gedrückt hätten  ... NEIN! Vielmehr kontaktierte er uns mit der Idee, was wir denn von einem solchen Training hielten. Wir waren aus dem Häuschen vor lauter Freude. Das kann man sich ja denken! Etwas Besseres kann einem kleinen Verein wie unserem gar nicht passieren! Einen kompletten Tag lang verbrachte Marcel in einem von uns zuvor gemieteten Internet-Café und absolvierte seinen ersten Lehrauftrag mit Bravour!

Seine Erfahrungen haben wir in einem Interview niedergeschrieben:

Wie kamst du eigentlich auf die Idee, eine IT-Schulung zu machen?

Die Idee entstand spontan in einem Gespräch mit Barbara. Die Kinder im Home of Good Hope kamen bisher nur wenig oder gar nicht in Kontakt mit Computern und wir dachten, eine Schulung in IT-Grundkenntnissen könnte für die Kinder eine wertvolle Sache sein - und für mich eine interessante Erfahrung… 

Wie war die Schulung zeitlich organisiert, wie viele Schüler nahmen teil und was waren die Aufgabenstellungen?

Die Schulung ging von 11 bis 16 Uhr. Es waren insgesamt sieben Schüler, zwei Mädchen und fünf Jungen. Die Aufgabe bestand hauptsächlich in einer Einführung in Windows und in die regulären Office-Programme. Der Schwerpunkt lag dabei auf Paint, Word und Powerpoint. Als Bonus und Ergänzung beschäftigten wir uns auch mit Google Maps und führten z.B. Geosuchspiele durch, was bei den Schülern gut ankam und spannend war. 

IT-Schulung
IT-SCHULUNG

Was haben die Kinder an EDV-Wissen mitgenommen? Wo sahst du Potential bei den Kids?

Die Kinder erhielten Grundkenntnisse in Dateisystemen, Grafikverarbeitung, Wordprozessor und Nutzung des Internets. Besonders schwierig - aber natürlich sehr wichtig - war das Verstehen der Ordner - und Dateistruktur eines Computers und der Umgang damit. Viele der Schüler zeigten aber gutes Potential im Bereich Grafikdesign und gingen die Aufgaben sehr kreativ und produktiv an.

Wie war die Zusammenarbeit mit den Kindern?

Das Arbeiten mit den Kindern machte viel Spaß. Sie waren sehr interessiert und kooperativ. Die Schulung kam überhaupt sehr gut an, der Bedarf an einer derartigen Aktion war einfach schon lange vorhanden. Das zeigte sich auch in der großen Motivation, die bei den Schülern und Schülerinnen durchwegs spürbar war und nicht zuletzt auch zum Erfolg beitrug. Insofern verlief die Zusammenarbeit wirklich gut. Die Kreativität der Kinder hat mich sehr beeindruckt und war immer wieder überraschend für mich. Auch wenn es kaum Vorkenntnisse gab - manche Kinder saßen zum ersten Mal vor einem Computer, andere hatten rudimentäre Grundkenntnisse - die Endprodukte waren ausgezeichnet.

 

IT-Schulung

Wie war die Ausstattung des PC-Raumes?

Nun ja, die Ausstattung wäre noch ausbaufähig gewesen… v.a. im Vergleich zu vergleichbaren Schulungen hierzulande. Es gab zum Beispiel keinen Dozentencomputer mit einer Präsentierfunktion, d.h. einem Projektor oder einem großen Bildschirm zur Präsentation von Inhalten. 

In welchen zeitlichen Abständen ist eine Wiederholung / Weiterführung sinnvoll?

Ich fände eine Weiterführung in wöchentlichen Abständen sinnvoll. So hätten die Kinder wirklich die Chance ihr Kenntnisse zu festigen und in den verschiedenen Bereichen auf ein gutes Niveau zu kommen. Ein lokales Computer-Institut könnte das zum Beispiel übernehmen. Die Preise für einen Kurs inklusive Diplom sind bei sieben Kindern überschaubar und sicher eine gute Investition. Theoretisch wäre natürlich auch ein Computerkurs via Internet von Deutschland aus möglich. 

Eine optimale Voraussetzung für eine Schulung wäre generell, wenn jedem der Teilnehmer ein kleiner Laptop zur Verfügung gestellt werden könnte, zum Beispiel zu finden auf http://www.olpc.org oder einfach ein günstiges Netbook, das kostet in Deutschland neu weniger als 150 Euro. 

Gut wäre es natürlich auch, wenn die ortsansässigen Schulen solche Kurse anbieten könnten.

Ein riesengroßer Dank geht an Marcel - merci vielmals für dein ehrenamtliches Engagement!

1
Aug

Gesundheit-Trainings 2016 im HoGH – Es war mal wieder so weit!

Gesundheit ist das A und O! Wie schon im letzten Jahr waren heuer über vier Monate hinweg Krankenpflegeschülerinnen aus den Niederlanden im Zuge ihrer Ausbildung in Katutura und absolvierten ein Praktikum am Home of Good Hope. Die diesjährigen Gesundheits-Trainings hatten Erste Hilfe-Maßnahmen bzw. die Grundlagen zur Wundversorgung im Fokus. MitarbeiterInnen der Suppenküche wurden in eben diesen Themengebieten geschult, damit eine Erstversorgung in Zukunft auch selbstständig durchgeführt werden kann.

Gesundheit
Gesundheit

Die visuelle Gestaltung kam dank prägnanter Illustrationen, Lern-Poster, Zeichnungen und Folder auch nicht zu kurz. Diese dienen auch nach den Schulungen als Gedächtnisstütze: Das bereits Gelernte kann durch diese visuelle Zusammenfassung leicht abgerufen werden und hat somit einen ergänzenden Lernfaktor. Vielleicht klingen die besprochenen Themen im ersten Moment etwas zäh, aber dadurch, dass sie jeweils in einem theoretischen Teil aufgearbeitet, demonstriert und anschließend  im Team geübt wurden, waren die TeilnehmerInnen von Anfang bis zum Ende top motiviert und voll bei der Sache.

Zu folgenden Themenschwerpunkten wurden die MitarbeiterInnen des Home of Good Hopes geschult:

  • Was tun bei drohender Erstickung ? (u.a. Demonstration und Erklärung des Heimlich-Manövers)
  • Wie erfolgt die beste Wundversorgung (bei Infektionen, Splitter, anderen Objekten in der Wunde)?
  • Welche Grundausstattung wird für Erste Hilfe-Maßnahmen benötigt (sterile Geräte, Bandagen, …) ?

Gesundheit: check!

Außerdem wurde für Monica und ihre HelferInnen eine Checkliste vorbereitet, anhand derer sie alle 6 Monate überprüfen können, ob genug Erste Hilfe Materialien vorhanden sind.

Herzlichen Dank an Mashel und Tiffany und viel Erfolg für die weitere Ausbildung!

15
Jul

1 Firma, 7 Kisten und hunderte strahlende Kinderaugen

Über Wochen und Monate hat unser Partner camos in der ganzen Belegschaft gesammelt: Spielzeug, Kinderklamotten, Plüschtiere und vieles mehr. Es war ein Riiiiesenberg von Sachen, der irgendwo zwischen der Marketingabteilung und den anderen Büros immer mehr in die Höhe wuchs.

sammelaktion camos
camos
Sammelaktion camos

Am Ende waren es sieben große Kisten, die auf die lange Reise nach Namibia geschickt wurden. Bereits 10 Tage später sind die Hilfsgüter in Windhoek eingetroffen. Obwohl es vorher Bedenken gab, konnten Monica und Peacemaker sie ohne Probleme aus dem Zoll holen. Das Einzige, was die Damen und Herren des Zolls verlangten, war eine schriftliche Bestätigung, dass es sich ausschließlich um Hilfsgüter handelt. Wenn bloß alle administrativen Belange so leicht von der Hand gingen...

Und dann? Peacemaker wuchtete als Held des Tages die schweren Pakete auf die Ladefläche des Home of Good Hope Pickups. Vollbepackt gings dann weiter zur Suppenküche.

Die Freude beim Auspacken war riesengroß. Ganz offensichtlich hatte die Belegschaft von camos ein gutes Händchen beim Sammeln. Alle Spielsachen, alle T-Shirts, Hosen und Kleidchen haben neue Besitzer gefunden. Und wie stolz die Kids auf ihre neuen Sachen sind – ganz offensichtlich mündete das Ganze auch in eine Mini-Modenschau inklusive Bikinipräsentation.

Vielen Dank an alle camosianer, die sich an dieser tollen Aktion beteiligt haben!

26
Jan

Wie das Leben so spielt…

Wer kennt das nicht – man sitzt jahrelang in der Schule nebeneinander, ärgert gemeinsam diverse Lehrer, geht auf Parties und zu Faschingsfeiern... Nach der Schule kommt das Studium in verschiedenen Städten, jeder hat unterschiedliche Berufe, neue Freunde, da eine Hochzeit, dort Nachwuchs. Man verliert sich aus den Augen. Schade.

Ehe man sich versieht, läuft man sich mehr oder weniger zufällig wieder über den Weg. Etwa 25 Jahre später. Man hat sich früher gut verstanden, das ist heute nicht anders. Man kommt ins Gespräch, freut sich über Gemeinsamkeiten und wundert sich über (neue?) Unterschiede.

Die eine, Andy, lebt heute in Regensburg und hat einen Verein gegründet. Die andere, Susi, lebt in Leipheim, arbeitet in einer Physiotherapiepraxis, managt ihre Familie und findet trotz allem Zeit, mit einer Handvoll Leute kräftig die Jugendarbeit der Pfarrei aufzumischen.

So kommt eins zum anderen – die Leipheimer Jugendlichen sind auf der Suche nach einem neuen Projekt, das sie mit ihren Verkaufsaktionen unterstützen können. Susi weiß einen Verein, der bei diesem Problem helfen könnte... samt einer Website, wo man sich sogar aussuchen kann, welches Projekt am besten passt....

Besucher des Christindlmarkts in Leipheim.
Unterhaltung auch für die Kleinen.
Zubereitung des Glühpunsches.

Jedes Jahr im Dezember findet im Leipheimer Schloss ein wunderschöner Christkindlmarkt von Kindern für Kinder statt. Die Jugendlichen der Pfarrei St. Paulus haben dort jedes Jahr einen Stand, wo es Glühpunsch gibt, der in einem riesigen Topf mit frischen Früchten und Gewürzen zusammengebraut wird. Für die Erwachsenen nach Belieben auch mit Schuss. Außerdem kann man dort die beliebten traditionellen schwäbischen Krautschupfnudeln bekommen. Ganz offensichtlich sind Glühpunsch und Schupfnudeln in Leipheim der absolute Renner! Unter’m Strich haben die Jugendlichen 700.- € Gewinn erwirtschaftet!!!! Damit kaufen sie 700 Kilometer vom Radlpeter für das Home of Good Hope!

Vielen Dank an die Leipheimer Jugendlichen der Pfarrei St. Paulus und an Susi für diese Spende, die unser Jahr gleich richtig toll beginnen lässt!

30
Okt

Kunst zu(m) Leben

Ben Möllers, jährlich aktiv für das Projekt Home of Good Hope im Rahmen der Veranstaltung "Kunst zu(m) Leben", hat uns einen kurzen Überblick über das diesjährige Event gegeben:

 

 
Auch in diesem Jahr hieß es wieder Kunst zu(m) Leben. Unter dem Motto "Neugierde, Mut, Entdeckergeist" wurden einem bunt gemischten Publikum viele interessante Kunstwerke von Künstlern aus allen Bereichen präsentiert. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde bereits auf den Einladungen und in den Pressemitteilungen darauf hingewiesen, dass der Erlös dem Home of Good Hope in Namibia zu Gute kommen soll. Dies, das gute Wetter, die großartigen Kunstwerke und Ihre Künstler haben viele neue und einige alte Bekannte angelockt. Ich konnte aus privaten Gründen leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen und konnte das HogH somit nicht persönlich präsentieren. Dieser Umstand hat das Publikum jedoch nicht vom Spenden abgehalten. Ich freue mich, dass die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder einen kleinen Teil zum weiteren Fortbestand des Projektes beitragen konnte.

An dieser Stelle allen Beteiligten nochmals ein großes Dankeschön und hoffentlich bis nächstes Jahr!

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