News Archives - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
Volontariat Milena
17
Nov

Volontariat Milena II

Milenas Volontariat im HoGH, Part TWO

Voilà Teil 2 von Milenas Abenteuer. Wer sich für ein Volontariat im Home of Good Hope interessiert, kann sich bei uns melden. Wir informieren über die Möglichkeiten und stellen die notwendigen Kontakte her.

 

Vor dem Essen wird zunächst gesungen und gebetet. Die Kinder haben sichtlich Spaß daran und tanzen eifrig mit! Auch wir Volontäre lernen die Lieder sehr schnell und sind bald genauso begeistert mit dabei wie die Frauen und Kinder der Suppenküche. Die Lebensfreude ist einfach ansteckend! Anschließend geht es ans Essen austeilen, das meistens schon bereitsteht. Übrigens beginnt die Schule hier nicht für alle Kinder zur gleichen Zeit; einige haben vormittags, andere nachmittags Unterricht. Die Nachmittags-Schulkinder sind demnach vormittags in der Suppenküche und bekommen auch zuerst ihre Portion, damit sie nicht zu spät zum Unterricht kommen. Dann wird Essen an die Kleinsten ausgeteilt, bevor diese sich vor lauter Ungeduld gegenseitig die Haare ausreißen. Wer hier welche Portionsgröße bekommt, habe ich auch nach 4 Wochen nicht herausgefunden, das ist wohl abhängig von Alter, Geschlecht, Stammeszugehörigkeit, Bauchumfang, Beliebtheit und etlichen weiteren Faktoren. Wer aufgegessen hat, putzt seine Schüssel mit zwei Fingern ordentlich aus, um auch noch die letzten Krümel in den Mund zu schieben, was den Vorteil hat, dass das Spülwasser nicht so schnell dreckig wird.

Volontariat Milena
Volontariat Milena

Meine Aufgabe ist täglich eine andere, ob Schüsseln befüllen, austeilen, spülen, abtrocknen oder andere kleine Tätigkeiten; ich helfe immer da, wo gerade Not an der Frau ist.

Ab 12 Uhr wird es meist ruhiger, da die erste Hälfte Schulkinder und die Kleinen versorgt sind. Hier ist wieder Zeit für Spielen und Kuscheln mit den Kleinen, die nach dem Essen nicht gehen wollen, weil sie sich eine zweite Portion und/oder eine Kuscheleinheit erhoffen. Gegen 13:30 Uhr kommen dann die Kinder, die vormittags in die Schule gehen und es gibt nochmal ordentlich was zu tun. Übrig vom Essen bleibt nie etwas. Leider haben wir sogar ab und zu das Problem, dass das Essen irgendwann zur Neige geht, die Kinder aber nicht weniger werden… dann müssen die Portionen reduziert, muss auf Brot umgestiegen werden und im allerschlimmsten Fall gibt es für die letzten Kinder nur noch ein Stück Obst.
Nachmittags beginnt das Aufräumen und Plaudern mit den dort arbeitenden Frauen. Einige von ihnen sind angestellt, die anderen arbeiten dort ehrenamtlich und für eine warme Mahlzeit am Tag. Durch den Kontakt zu ihnen erfahre ich viele interessante Dinge über das Land und die Menschen hier und kann noch tiefer in die Kultur eintauchen!

Das Besondere am Home of Good Hope ist, dass es eben nicht nur eine Suppenküche ist, in der die Kinder mit Essen versorgt werden und anschließend wieder heimgehen müssen, sondern eine Herzensangelegenheit der Gründerin. Monica liebt die Kinder und sorgt sich auch um ihre Gesundheit, die Familiensituation, den Schulbesuch und vieles mehr.
Ich hatte die Möglichkeit, sie bei einigen dieser Angelegenheiten zu unterstützen. Zum einen braucht eine große Anzahl der Kinder eine Brille, hierfür haben wir uns bei einigen Optikern Angebote machen lassen und den günstigsten ausgewählt. Finanziert werden das Testen und die Brillen von Friends 4 Friends.

Volontariat Milena

Meine Zeit in der Suppenküche ist viel zu schnell vergangen. Ich hoffe trotzdem, dass mein Einsatz das Projekt unterstützt hat und dass mir die Erfahrungen langfristig in Erinnerung bleiben werden. Die Kinder dort sind so glücklich, obwohl sie in unseren Augen so wenig haben. Home of Good Hope ist ein einzigartiges Projekt, hinter dem eine bewundernswerte und engagierte Frau steckt, die den Kindern im Township eine bessere Zukunft ermöglicht. Jedem, der über eine Spende oder sogar einen Besuch in der Suppenküche nachdenkt, kann ich das nur wärmstens empfehlen!
Ich möchte mich ganz herzlich bei Andy und Barbara von Friends 4 Friends bedanken, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben und mich vor und während meines Aufenthalts in Namibia unterstützt haben!

Außerdem waren wir in einer Art Sonderschule für Sehbehinderte wegen eines Jungen, der eine Augenkrankheit hat und aus seiner bisherigen Schule rausgeworfen wurde, da er kaum etwas gesehen hat. Beim ersten Besuch haben wir mit einer Lehrerin gesprochen, die einen Arzt- und einen Schulbericht sehen wollte, den wir natürlich nicht mit uns hatten. Am nächsten Tag sind wir mit großen Erwartungen und den Dokumenten zurückgekommen, haben aber diesmal die Direktorin gesprochen, die völlig anderer Meinung war. Er bekommt jetzt eine ausführliche Testung und Diagnostik, da Verdacht auf eine zusätzliche Lernschwäche besteht. Ich war zum einen schockiert über die Unfähigkeit der bisherigen Schule und dann überrascht bezüglich Kompetenz und Engagement der Sonderschule!

Volontariat Milena

Auch wir von Friends 4 Friends, aber auch Monica, waren und sind begeistert von Milenas Einsatz und ihrem Engagement. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle!

Volontariat Milena
12
Okt

Volontariat Milena

Milenas Volontariat im HoGH, Part ONE

Angekommen am Flughafen in Namibias Hauptstadt Windhoek, aber mit über 2 Stunden Verspätung ist die Laune nicht unbedingt am Höhepunkt. Die unterhaltsame Taxifahrt bzw. die Ankunft im gemütlichen Chameleon Backpackers machen das aber schnell wieder wett und ich fühle mich bereit für den kommenden Monat in einem der südlichsten Länder Afrikas.

 

Gleich am nächsten Tag holt mich Monica, die Gründerin des Projekts Home of Good Hope, im Hostel ab. Gemeinsam machen wir uns mit einem „local cab“ auf dem Weg vom Stadtzentrum nach Katatura zur Suppenküche. Die Umgebung ändert sich merklich, moderne Wohnhäuser weichen älteren und einfacheren Häuschen, bis diese gänzlich von Wellblechhütten abgelöst werden. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Menschen auf der Straße – während mir das Zentrum wie eine Geisterstadt vorkommt, spielt sich in Katatura das Leben von Windhoek ab.

In der Suppenküche werden wir stürmisch von ein paar Kindern in Empfang genommen und auch die dort arbeitenden Frauen begrüßen mich sehr herzlich. Ohne viel Vorinformation werde ich sofort in den Arbeitsalltag hineingeschmissen und versuche, auch in den folgenden 4 Wochen, die ich dort verbringen werde, anzupacken, wo meine Hilfe benötigt wird.

 

Volontariat Milena
Volontariat Milena

 
 
 
So sehen dann die meisten meiner Tage dort aus: Ich fahre morgens gegen halb 10 los, die Taxifahrten sind jeden Tag ein kleines Abenteuer. Da es sich bei den local cabs um eine Art Sammeltaxi handelt, steigen an jeder Ecke Einheimische ein und wieder aus. Das bedeutet, dass ich jeden Tag über neue Wege zur Suppenküche komme, übrigens eine tolle Art, die Stadt kennenzulernen! Die Kommunikation mit dem Fahrer beschränkt sich meist auf das Mindeste: Vor dem Einsteigen ein kurzer Zuruf meinerseits durch's offene Fenster in welche Richtung ich muss, das wird entweder mit einem kaum sichtbaren Nicken quittiert (bedeutet, ich kann einsteigen) oder einem Kopfschütteln. Während der Fahrt ertönt irgendwann ein „Which side“ in meine Richtung, was bedeutet, dass ich meinen gewünschten Zielort spezifizieren soll.

 
 
Je nach Verkehr und Mitfahrer komme ich meistens gegen 10 Uhr in der Suppenküche an und werde – wie am ersten Tag – stürmisch von einigen Kindern begrüßt, die auf mich zu rennen und sich wie Äffchen um meine Beine klammern. Meistens wird dann auch erst mal gespielt und gekuschelt. Da ich allerdings nur zwei Arme und zwei Beine habe und die Kleinen auch noch ungern teilen, erweist sich das oft als schwierig und ich muss einige Streitereien schlichten. Zum Glück gibt es auch noch andere Volontäre! Die Jungs spielen oft Fußball und manchmal wird gemalt oder Memory gespielt. Letzteres allerdings nicht ganz nach den mir bekannten Regeln, die ich leider auch nicht durchsetzen kann. Dann werden einfach auch mal 5 Karten umgedreht oder man spitzelt heimlich, wenn eigentlich ein anderer an der Reihe ist!
 
 

Volontariat Milena
Volontariat Milena

 
 
 
Gegen 11 Uhr heißt es meistens „Line up, line up!“ und die Kinder müssen sich zum Hände waschen vor der Hütte aufreihen. Es wird viel gedrängelt, geschubst und gestritten, worauf die Mitarbeiterinnen der Suppenküche mit Anschreien reagieren – die pädagogischen Maßnahmen sind nicht ganz die unseren. Allerdings muss man hier anmerken, dass es einfach zu viele Kinder sind, um sich um einzelne Konflikte zu kümmern und die Zeit ist außerdem begrenzt.
Da es natürlich kein fließendes Wasser gibt, muss eine Schüssel mit heißem Wasser und Spülmittel zum Hände waschen ausreichen. Die ersten 10 Kinder haben wohl wirklich saubere Hände danach, ab dann ist das Wasser eine einzige Dreckbrühe. Wer fertig ist, darf sich in der Hütte auf die Bank setzen.

To be continued...

Sponsoringprogramm
6
Okt

Zwei neue Schülerinnen im Sponsoringprogramm

Kemigisha & Dina

Seit 2013 unterstützen wir Kinder und Jugendliche im Heim „New Jerusalem“ in Kampala, Uganda. Die meisten von ihnen sind ehemalige Straßenkinder, andere stammen aus ausgesprochen prekären Familienverhältnissen. Oftmals sind das Rumpffamilien ohne Mutter oder Vater, stattdessen leben die Kinder bei Tanten oder Großmüttern. Die Not ist groß und der zusätzliche Esser bedeutet für die Familie eine erhebliche Belastung. Für solche Kinder ist es dann besser, wenn sie bei Rhona im Heim aufwachsen, eine Schulbildung erhalten und regelmäßiges Essen bekommen. Unser Sponsoringprogramm hilft dabei.

Rhona und Moses, die das Projekt vor Ort leiten, sind mit der Bitte an uns herangetreten, zwei junge Frauen aus dem Slum in ihrem letzten Schuljahr finanziell zu unterstützen.

Kemigisha und Dinah sind beide in der 12. Klasse und schreiben dieses Jahr ihr Abitur. Bei beiden ist es erstaunlich, dass sie überhaupt so weit gekommen sind. Es ist im Slum alles andere als üblich, eine höhere Schulbildung zu haben bzw. diese anzustreben. Die weiterführende Schule ist teuer. Die Schulgebühren in der Grundschule von Klasse 1 - 7 liegen bei 10 € im Monat. Die weiterführende Schule kostet schon 20 €! Dazu kommen Schuluniform, Hefte, Bücher und Stifte. Wenn man bedenkt, dass eine kleine Hütte im Slum 30 € im Monat Miete kostet, ist Bildung in Uganda extrem teuer! Unser Verein greift genau hier mit dem Sponsoringprogramm.

Sponsoringprogramm
Sponsoringprogramm

Kemigisha lebt mit ihrer Mutter und den drei kleineren Geschwistern im Slum Kisenji. Der Vater hat die Familie verlassen, die Mutter versucht, die Familie mit ihrer Arbeit als Wäscherin über Wasser zu halten. Natürlich ist das sehr schwierig, weil sich kaum jemand im Slum den Luxus einer Wäscherin leisten kann.

Dinahs Eltern haben sich getrennt, als sie noch ein kleines Mädchen war. Da die Mutter arbeiten musste, sind Dinah und ihr Bruder bei der Großmutter aufgewachsen.

Kemigisha und Dinah sind 18 Jahre alt. Neben der familiären Situation ähneln sich auch viele andere Dinge: Es gibt weder regelmäßige Mahlzeiten, noch Strom im Haus. Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitungen sind unter solchen Voraussetzungen extrem schwierig. Beide leben in einer Gegend im Slum, in der Drogen, Alkohol und Gewaltverbrechen an der Tagesordnung sind.

Das Leben hat sich für die zwei verbessert, seit Rhona im Slum ihr Projekt „New Jerusalem“ begonnen hat. Sie sind in der Kirche engagiert, kommen zum Gottesdienst und anschließendem Essen. Für viele Menschen im Slum sind diese drei Mahlzeiten pro Woche, die durch die Kirche ausgegeben werden, extrem wichtig – oft ist es das einzige Essen der ganzen Woche! Auch bei Kemigisha und Dinah ist das manchmal so.

Sie möchten dieses Leben hinter sich lassen. Das geht nur durch Schulbildung.

Sponsoringprogramm
Sponsoringprogramm

Es ist erstaunlich, dass unter diesen widrigen Umständen beide überhaupt so weit gekommen sind. Kemigisha war in der 11. Klasse sogar die Beste von 81 SchülerInnen ihres Jahrganges!
Anfang des Jahres hat unser Vereinsvorstand beschlossen, die beiden jungen Frauen in ihrem letzten Schuljahr zu unterstützen. Sie sollen sich ohne zusätzlichen Stress auf das Abitur im Dezember vorbereiten können. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie ständig von den Lehrern daran erinnert wurden, dass ein Teil des Schulgeldes noch aussteht. Vorbei sind auch die Zeiten, als sie sich nicht die notwendigen neuen Bücher, Hefte und Stifte kaufen konnten.

Die Träume der beiden gehen weiter! Kemigisha will entweder Jura oder Journalismus studieren. Dinah will Fernsehmoderatorin werden. Wir hoffen, dass ihnen unsere Unterstützung hilft, ihre Träume zu verwirklichen.

Erfahrungsbericht
23
Sep

Yvonne & Marcus im Home of Good Hope

Ein Besuch, der ein Leben lang in Erinnerung bleibt

Meistens werden ja die unvorhersehbaren Dinge zu den tollsten Erfahrungen im Leben. Und genau mit so einer Erfahrung hat unser Urlaub begonnen. Während wir den Traum, Namibia zu bereisen, planten, ging die Information über unsere Reiseplanung seine ganz eigenen Wege. Unser gemeinsamer Freund Stefan erzählte seiner Schwester Andy davon. Vermutlich nicht ganz ohne Hintergedanken, denn sie und ihr Verein Friends 4 Friends e.V. unterstützt im Township Katutura bei Windhoek ein Kinderprojekt.

In kurzer Zeit hatten wir – auch dank unserer Freunde – die Möglichkeit ein paar ausrangierte Handys zu organisieren und ein bisschen Spielzeug. Die Auswahl dabei lief nach dem Prinzip „ist es klein, ist es leicht, können wir es noch reinquetschen“ ab. Der Entschluss etwas weniger Kleidung, dafür mehr Spielzeug einzupacken und den eigentlichen Reiseplan etwas abzuändern war schnell gefasst. Denn langsam wurden wir neugierig. Wir wollten nicht nur eine „anonyme“ Übergabe machen, sondern das Projekt und die Kids vor Ort kennenlernen.

Mit einem Namen, einer Telefonnummer und einem Treffpunkt ausgestattet, sind wir dann Richtung Afrika gestartet. Schon am nächsten Morgen trafen wir auf Monica, die uns am Hotel abgeholt hat. Pünktlich auf die Minute begrüßte sie uns mit einem großen Lächeln und einer herzlichen Umarmung: Welcome to Namibia!!! Gemeinsam sind wir dann noch kurz im Supermarkt vorbeigefahren, um Kekse für die Kinder zu besorgen.

Erfahrungsbericht
Erfahrungsbericht

 

 

Der nächste Stop war in Penduka. Auf dem Gelände, traumhaft gelegen direkt am See, befinden sich verschiedene Hütten, in denen Kunsthandwerk produziert wird. Unter anderem gibt es eine Küche, in dieser werden die Gerichte für die Kinder im „Home of Good Hope“ zubereitet. Hier durften wir Gregory, Monicas Sohn, und Marlene über die Schulter schauen. Die beiden waren nämlich schon eifrig am brutzeln. In riesigen Töpfen wurde aus Bergen von Nudeln das Essen für 1.000 Kids vorbereitet. Dazu gab es eine Soße aus braunen Bohnen, viel unterschiedliches Gemüse, Fleisch und Milch. Jetzt konnten wir unsere Vorfreude kaum noch zurückhalten und machten uns endlich auf in Richtung „Home of Good Hope“.

Wir bogen in die Zielstraße ein und schon kamen uns eine Gruppe kleine, noch kleinere und ganz kleine Kinder entgegengerannt. Alle strahlten über das ganze Gesicht. Natürlich waren das nicht tausend Kinder, die kommen schließlich nicht alle gleichzeitig in die kleine Wellblechhütte. Wie wir später erfahren haben, kommen zu dieser Uhrzeit die Klein- und Vorschulkinder. Die etwas größeren Kids dann zur Mittagszeit. Unsere Erfahrung im familiären Umfeld hat uns gelehrt, Mitbringsel gut festzuhalten. Umso erstaunlicher war, dass uns die Kinder die Tür vom Auto öffneten und unsere Taschen in die Räume brachten. Alle waren hilfsbereit und keines der Kinder hat versucht, sich was zu nehmen. Was völlig nachvollziehbar gewesen wäre, denn wer wird nicht von der Versuchung gezwickt, wenn man eine Kiste Kekse transportieren soll oder aus einer bunten Tasche ein Hüpfseil herausspickt.

Erfahrungsbericht

Dann wurde das aus Penduka angelieferte Essen ausgegeben. Auch jetzt fiel wieder auf, wie ordentlich, brav und organisiert alles abläuft. Bis auf die letzte Nudel und die kleinste Bohne wurde alles aufgegessen und während die Kleinen ihre Teller zum Spülen nach draußen brachten, zeigten sie uns im Vorbeilaufen stolz ihre leeren Teller.

Für uns war es nun Zeit zu gehen. Mit schwerem Herzen mussten wir uns verabschieden. Jeder durfte nochmal auf den Arm, an den Haaren spielen, ein Foto machen. Ach ja, fotografiert werden mögen die Kinder übrigens unglaublich gerne. Danach auf das Display schauen und sich selbst bewundern. Dann nochmal in Pose werfen und wieder von vorne. Die Freundinnen und Freunde werden dazu geholt und es wird wieder posiert.

Erfahrungsbericht

Kaum ausgestiegen waren wir sofort von den Kleinsten belagert. Sie sind an uns hochgekrabbelt, wollten schmusen, getragen werden, ein paar Brocken Englisch ausprobieren. Sie zogen uns in die Wellblechhütte hinein, um uns stolz ihren in handgemalten Kreidebuchstaben gemalten Willkommensgruß zu zeigen. „Welcome Marcus and Yvonne“ stand da auf der Tafel. Unsere Herzen waren im Sturm erobert. Scheinbar aus dem Nichts reihten sich alle in einer ordentlichen Schlange auf: Ab zum Hände waschen! Für viele der Kinder wird das Essen die einzige Mahlzeit am Tag bleiben. Für mich immer noch kaum zu fassen, wenn ich mir vorstelle, wie klein die Kinder teilweise sind und selbstständig jeden Tag an diesen Ort laufen, um sich „selbst zu versorgen“. Vor der Essensausgabe wurde gebetet und gesungen. Und wenn ich singen schreibe, dann meine ich riesige Kulleraugen, wildes Winken mit den Armen und Beinen, stampfen, wackeln, hüpfen, klatschen, jedes Körperteil in Bewegung und singen und beten mit unglaublicher Leidenschaft.

Erfahrungsbericht

Dieser eindrucksvolle Vormittag im „Home of Good Hope“ war eine Erfahrung, die uns ganz sicher unser Leben lang begleiten wird. Monica ist die perfekte „Mutter“, die Praktikantinnen und alle anderen helfenden Hände waren unglaublich freundlich und zauberhaft mit jedem einzelnen Kind, aber auch mit uns. Wer die Möglichkeit hat, diese Einrichtung zu besuchen, der sollte das tun. Wer diese Möglichkeit nicht hat, könnte aber vielleicht den einen oder anderen Euro spenden.

Erfahrungsbericht
Erfahrungsbericht
Spende Stetten
16
Sep

Die Stetten-Mädls waren wieder in Aktion

Stetten is back! Hilfe aus Augsburg für die Kampala Straßenkids

Seit zwei Jahren unterstützt das Stetten-Institut Augsburg die Straßenkinder aus dem Slum Kisenji / Uganda. Es gab mehrere Sammel- und Spendenaktionen. Insgesamt kamen drei große Kisten Hilfsgüter und einiges an Geld zusammen.

Robinah, die in Deutschland lebende Co-Projektleiterin, ist an Pfingsten nach Uganda geflogen. Drei riesige Koffer mit Hilfsgütern hatte sie dabei, außerdem natürlich das Spendengeld aus Augsburg.

Jetzt die Frage aller Fragen: Was wurde mit dem Geld gemacht? Schon Tage vorher wurde bekannt gegeben, dass die Straßenkinder am Pfingstsonntag zum Projekt kommen sollen. 50 Straßenkinder jeden Alters sind der Einladung gefolgt. Es gab ein ganz besonderes Festessen, finanziert durch die Augsburger Schülerinnen. Es wurde ein Catering Service beauftragt, 250 Essen zu kochen. Diese große Anzahl war möglich, weil ein weiterer Spender das Festessen für die restlichen Gemeindemitglieder übernommen hat. So konnten alle zusammen essen und feiern.

Spende Stetten
Spende Stetten

Der große Tag war damit aber noch lange nicht vorbei. Nach dem Essen wurden Schuhe, T-Shirts und Hosen aus dem Second-Hand-Markt und Spenden aus den diversen Koffern an die Straßenkinder verteilt. Durch die widrigen Lebensumstände, die schlechte Ernährung und die mangelnde Hygiene werden Straßenkinder immer wieder krank. Wunden infizieren sich extrem schnell, TBC, Hepatitis und Drogen sind ein großes Problem. Deswegen wurde in Absprache mit den Stetten-Schülerinnen ein Teil des Spendengeldes für ärztliche Behandlungen reserviert.

Spende Stetten
Spende Stetten

Wir freuen uns, dass das Stetten-Institut die Straßenkinder unterstützt - welcher Verein kann denn schon von sich behaupten, dass er 1000 Schülerinnen hinter sich hat?

Wir danken den Schülerinnen im Namen der Kampala Straßenkids für ihre tolle Arbeit und ihre großzügige Spende!

27
Jul

Unser Sommerfest

Es spricht Bände, dass sich zu unserem Sommerfest doppelt so viele Mitglieder angemeldet haben als zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung... Aber alles gut – wir verstehen es.

Man kann es ja auch schwerlich toppen, wenn bei einem Vereinssommerfest hohe Gäste aus Uganda da sind. Zum einen braucht es bei einem solchen Anlass Präsenz, zum anderen ist die Menschheit ja per se neugierig. Und das ist auch gut so!

21 Mitglieder hatten sich zum Sommerfest angemeldet, dazu kamen unsere Gäste Rhona und Moses aus Uganda. Rhona ist die Leiterin des Projekts „Kampala Straßenkids“, ihr Mann Moses unterstützt sie in ihrer Arbeit.

Mit Absicht war der „offizielle Teil“ beim Fest kurz gehalten. Es sollte viel Raum sein für Gespräche, zum Kennenlernen der Vereinsmitglieder untereinander und zum Austausch zwischen Afrika und Europa. Von überall sind die Vereinsmitglieder angereist. Den weitesten Weg hatten natürlich die afrikanischen Freunde. Andere haben 250 Kilometer auf sich genommen, um an diesem Tag da sein zu können. Oneway natürlich! 

Pateneltern hatten endlich die Gelegenheit, die Menschen kennenzulernen, bei denen ihr Patenkind aufwächst. Unsere Briefeschreiber konnten sehen, wer sich um die Verteilung kümmert und wer für die Kids im Alltag zuständig ist. Projektpaten konnten direkt mit Rhona und Moses besprechen, was gebraucht wird.

Sogar einen Übersetzer hatten wir besorgt, damit auch die Vereinsmitglieder, die von sich behaupten, kaum oder wenig Englisch zu können, ihre Fragen stellen konnten.

Rhona und Moses hatten einen Film über ihre Arbeit im Slum Kisenji dabei, der während des Festes mehrmals abgespielt wurde. Sehr eindrucksvoll wird die Lebenssituation der Menschen dargestellt, viele Mitglieder empfanden den Film als wichtig, um die Lebenswirklichkeiten vor Ort zu verstehen.

Unser Vereinsmitglied Werner, seines Zeichens Chefkoch, hat zwei Tage lang vorgekocht und die komplette Meute mit drei verschiedenen Geschnetzelten verwöhnt. Dazu kamen Salate und verschiedene Nachtische von den Vereinsmitgliedern.

Die Quintessenz des Abends ist definitiv die, dass wir solche Feste öfter machen sollten, dass afrikanisch-europäische Feste genial sind, dass Kinder und Moses hervorragend korrespondieren und dass es einfach ein rundum gelungenes Fest war!

Vielen Dank an alle, die dieses Fest zu einem gelungenen Sommerfest haben werden lassen! 

Seid euch sicher – es war das erste, aber nicht das letzte Sommerfest von Friends 4 Friends!

Debra Leichtathletik
17
Jun

Sportliche Kids aus Kampala

Debra und die Leichtathletik

Sportlich unterwegs ist sie, unsere Debra.

Wenn ich an meine eigene Kindheit und Jugend zurückdenke, gab es alljährlich ein Ereignis, das ich ganz besonders gehasst habe – die Bundesjugendspiele! Wie schrecklich!

Alle Schülerinnen raus aus dem Klassenzimmer, hin zum Sportplatz. War das schon furchtbar genug. Aber dann auch noch 100 Meter Läufe, Weitsprung, Weitwurf, Schleuderball oder gar Langstrecke. Alles völlig unmöglich. Der geneigte Leser mag einwerfen, dass es auch bei uns sicher Schülerinnen gab, die diese Art Sport mochten. Ja, die gab es. Es waren wenige und sie wurden vom Rest der Meute ausgesprochen misstrauisch beäugt...

 

Debra Leichtathletik
Debra Leichtathletik

Und ja, es gibt diese sportlichen Kids auch in Uganda, die Leichtathletik lieben. Allen voran wohl unsere Debra. Vor nichts schreckt sie zurück, überall holt sie Preise, sei es im Weitwurf, Staffellauf, Kugelstoßen oder im Weitsprung! Die Bedingungen, unter denen Debra mit ihrem Team trainiert, sind alles andere als optimal. Der Weitsprung endet in einem gerodeten Stück Erde und die Aschenbahn ist voll spitzer Steine, was ohne Schuhe sicher nicht lustig ist.

Debra trotzt all diesen Widrigkeiten und rennt von einem sportlichen Erfolg zum nächsten. Und hat ganz offensichtlich Spaß an dem, was sie tut.

Wir sind stolz auf Debras Leistungen und wünschen ihr viel Erfolg bei den nächsten Sportevents!

Briefe Straßenkinder
13
Mai

Briefe für die Kampala Strassenkids

Briefe für die Kampala Straßenkids

Die Briefschreibaktion erfreut sich großer Beliebtheit.

Fast täglich sind die letzten beiden Wochen Briefe beim Vereinssitz in Regensburg eingegangen. Große, kleine, gelbe, weiße, pinkfarbene. Viele mit kunterbunten Stickern verziert. Hier ist die Ausbeute zu sehen. Wir haben 17 Briefe aus ganz Deutschland auf den Weg zu Robinah nach Altheim / Alb gebracht. Robinah ist eine der Leiterinnen des Straßenkinderprojekts in Kampala / Uganda. Mitte Mai fliegt sie für zwei Wochen nach Uganda. Mit im Gepäck unsere 17 Briefe und (kleine) Geschenke, dazu Post für weitere Kinder. Es werden ja insgesamt 68 Kinder im Heim und in Familien betreut.
Außerdem darf sich Robinah mit den Koffern abschleppen... Obwohl sie alleine fliegt, hat sie vier Koffer mit dabei! Drei davon mit Hilfsgütern für die Straßenkinder und für die Kids im Heim.
Große Kinderaugen sind vorprogrammiert.

 

Briefe Straßenkinder

 

Wir sind gespannt auf Robinahs Berichte und Fotos.
Wir werden euch updaten!

 

Streetkids of Kampala Schulsprecher
6
Mai

Wahl der Schüler-VertreterInnen

Ein großer Tag für Gloria und Natasha

Feierliche Vereidigung der neuen Schüler-VertreterInnen der Light House Volksschule

Am 30.03.2018 war ein bedeutender  Tag für die beiden Mädchen, die seit einiger Zeit durch unser Projekt in Kampala betreut und gefördert werden. Es fand nämlich die große Vereidigungsfeier an ihrer Schule statt. Die 14-jährige Natasha wurde zur Schulsprecherin und die zwei Jahre jüngere Gloria zur Sprecherin für religiöse Angelegenheiten ernannt. Insgesamt besteht der Schülerrat aus 13 Kindern bzw. Jugendlichen, welche jeweils für verschiedene Bereiche Verantwortung tragen.

Die Feier fand im Kreise der Schüler und ihrer Eltern statt. Viele stolze Eltern konnten sehen, wie ihre Kinder erste wichtige Aufgaben in der Gemeinschaft übernehmen. Leider haben weder Natasha, noch Gloria ein Elternteil, das an diesem wichtigen Tag im Publikum sitzen und sich mit ihnen freuen konnte. Dieses große Loch füllten Rhona (die Leiterin des Projektes), ihr Mann Moses und die anderen Kinder des Heimes aus.

Die neuen VertreterInnen der Schüler präsentierten sich mit Gesang und Tanz. Moses war dazu eingeladen, eine Rede zu halten und er unterstützte beim Ablegen des Eides durch die neu gewählten Schülersprecher.

Wie kam es überhaupt zu dieser Wahl?

Die angehenden Vertrauensschüler führen einen Wahlkampf um ihr Amt. Sie müssen sich also eine Strategie überlegen, wie sie ihr Amt gestalten wollen und darlegen, warum sie dafür geeignet sind. Gewählt wird mit Stimmzetteln. Natasha wurde von den zirka 400 Schülern zur Schulsprecherin gewählt und ist somit Leiterin aller Vertrauensschüler. Gloria hat als Sprecherin für religiöse Angelegenheiten einen Sitz in Natashas Leitungsgremium. Gewählt wurde für ein Jahr. Nächstes Jahr gibt es Neuwahlen, die wieder genauso ablaufen.

Laut dem stellvertretenden Projektverantwortlichen Moses ist die Wahl von Natasha und Gloria ein sichtbares Zeichen für das Erreichen wichtiger Ziele, wie das Vermitteln von Werten und die Entwicklung von Führungspersönlichkeiten von morgen.

Streetkids of Kampala Schulsprecher
Streetkids of Kampala Schulsprecher
Streetkids of Kampala Schulsprecher
Streetkids of Kampala Schulsprecher

 

Von unserer Seite herzlichen Glückwunsch an Natasha und Gloria für das Gewinnen der Wahl. Wir wünschen den beiden viel Geschick und Freude im Amt!

 

Weihnachten Uganda
27
Dez

Fröhliche Weihnachten

 

Fröhliche Weihnachten beim Projekt in Uganda 

Vor einigen Wochen hat uns eine Email von Moses erreicht, dass einige der Kinder im Heim dringend neue Schuhe bräuchten. Kostenpunkt für 28 Schuhe 45.-€. Da kam es wie gerufen, dass unsere 1. Vorsitzende Andy bei einem ihrer Vorträge ganz unverhofft eine Spende in Höhe von 50.-€ bekam. Perfekt. Dazu kam ein 100.-€ von einem anderen Spender für Weihnachtsgeschenke.

 

 

Die Freude war groß, als das Geld dann Mitte Dezember auf dem Konto der Uganda Straßenkids einging. Die Frage aller Fragen ist natürlich: Welche Geschenke wurden schlussendlich davon gekauft?

Bei einem solchen Betrag war der Leitung des Projekts - und auch uns - sofort klar: BESSERE Schuhe zu einem höheren Preis, die hoffentlich auch länger halten! Zum ersten Mal getragen wurden die Schuhe während der großen Weihnachtsfeier in der Kirche! Da tanzt es sich doch gleich viel besser als in den alten ausgetretenen Latschen.

Was gab es außer der Tanzdarbietung der Heimkinder noch auf der Weihnachtsfeier? Eine lange Messe wurde gefeiert, ein Gospelchor hat gesungen. Es wurde gefeiert, getanzt, gelacht. Selbstverständlich gab es auch ein tolles Essen für die vielen Gäste.

Man sieht auf den Bildern, dass es eine rundherum gelungene Veranstaltung war!

Merry Christmas!

Weihnachten Uganda
Weihnachten Uganda

In diesem Video ist die Dankesbotschaft an die drei Spender, welche den Schuhkauf ermöglichten. Da man die Kinder nicht wirklich gut versteht, kommt hier der Text zum Mitlesen:
„Hello Friends 4 Friends, on behalf of New Jerusalem Ministries and Church we want to thank you for the Christmas gift and the shoes. Thank you Papa Herbert, Mama Cilly and Mama Ursula. May God bless you. We love you so much. Bye. Merry Christmas.“