News Archives - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
Sponsoringprogramm
6
Okt

Zwei neue Schülerinnen im Sponsoringprogramm

Kemigisha & Dina

Seit 2013 unterstützen wir Kinder und Jugendliche im Heim „New Jerusalem“ in Kampala, Uganda. Die meisten von ihnen sind ehemalige Straßenkinder, andere stammen aus ausgesprochen prekären Familienverhältnissen. Oftmals sind das Rumpffamilien ohne Mutter oder Vater, stattdessen leben die Kinder bei Tanten oder Großmüttern. Die Not ist groß und der zusätzliche Esser bedeutet für die Familie eine erhebliche Belastung. Für solche Kinder ist es dann besser, wenn sie bei Rhona im Heim aufwachsen, eine Schulbildung erhalten und regelmäßiges Essen bekommen. Unser Sponsoringprogramm hilft dabei.

Rhona und Moses, die das Projekt vor Ort leiten, sind mit der Bitte an uns herangetreten, zwei junge Frauen aus dem Slum in ihrem letzten Schuljahr finanziell zu unterstützen.

Kemigisha und Dinah sind beide in der 12. Klasse und schreiben dieses Jahr ihr Abitur. Bei beiden ist es erstaunlich, dass sie überhaupt so weit gekommen sind. Es ist im Slum alles andere als üblich, eine höhere Schulbildung zu haben bzw. diese anzustreben. Die weiterführende Schule ist teuer. Die Schulgebühren in der Grundschule von Klasse 1 - 7 liegen bei 10 € im Monat. Die weiterführende Schule kostet schon 20 €! Dazu kommen Schuluniform, Hefte, Bücher und Stifte. Wenn man bedenkt, dass eine kleine Hütte im Slum 30 € im Monat Miete kostet, ist Bildung in Uganda extrem teuer! Unser Verein greift genau hier mit dem Sponsoringprogramm.

Sponsoringprogramm
Sponsoringprogramm

Kemigisha lebt mit ihrer Mutter und den drei kleineren Geschwistern im Slum Kisenji. Der Vater hat die Familie verlassen, die Mutter versucht, die Familie mit ihrer Arbeit als Wäscherin über Wasser zu halten. Natürlich ist das sehr schwierig, weil sich kaum jemand im Slum den Luxus einer Wäscherin leisten kann.

Dinahs Eltern haben sich getrennt, als sie noch ein kleines Mädchen war. Da die Mutter arbeiten musste, sind Dinah und ihr Bruder bei der Großmutter aufgewachsen.

Kemigisha und Dinah sind 18 Jahre alt. Neben der familiären Situation ähneln sich auch viele andere Dinge: Es gibt weder regelmäßige Mahlzeiten, noch Strom im Haus. Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitungen sind unter solchen Voraussetzungen extrem schwierig. Beide leben in einer Gegend im Slum, in der Drogen, Alkohol und Gewaltverbrechen an der Tagesordnung sind.

Das Leben hat sich für die zwei verbessert, seit Rhona im Slum ihr Projekt „New Jerusalem“ begonnen hat. Sie sind in der Kirche engagiert, kommen zum Gottesdienst und anschließendem Essen. Für viele Menschen im Slum sind diese drei Mahlzeiten pro Woche, die durch die Kirche ausgegeben werden, extrem wichtig – oft ist es das einzige Essen der ganzen Woche! Auch bei Kemigisha und Dinah ist das manchmal so.

Sie möchten dieses Leben hinter sich lassen. Das geht nur durch Schulbildung.

Sponsoringprogramm
Sponsoringprogramm

Es ist erstaunlich, dass unter diesen widrigen Umständen beide überhaupt so weit gekommen sind. Kemigisha war in der 11. Klasse sogar die Beste von 81 SchülerInnen ihres Jahrganges!
Anfang des Jahres hat unser Vereinsvorstand beschlossen, die beiden jungen Frauen in ihrem letzten Schuljahr zu unterstützen. Sie sollen sich ohne zusätzlichen Stress auf das Abitur im Dezember vorbereiten können. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie ständig von den Lehrern daran erinnert wurden, dass ein Teil des Schulgeldes noch aussteht. Vorbei sind auch die Zeiten, als sie sich nicht die notwendigen neuen Bücher, Hefte und Stifte kaufen konnten.

Die Träume der beiden gehen weiter! Kemigisha will entweder Jura oder Journalismus studieren. Dinah will Fernsehmoderatorin werden. Wir hoffen, dass ihnen unsere Unterstützung hilft, ihre Träume zu verwirklichen.

Erfahrungsbericht
23
Sep

Yvonne & Marcus im Home of Good Hope

Ein Besuch, der ein Leben lang in Erinnerung bleibt

Meistens werden ja die unvorhersehbaren Dinge zu den tollsten Erfahrungen im Leben. Und genau mit so einer Erfahrung hat unser Urlaub begonnen. Während wir den Traum, Namibia zu bereisen, planten, ging die Information über unsere Reiseplanung seine ganz eigenen Wege. Unser gemeinsamer Freund Stefan erzählte seiner Schwester Andy davon. Vermutlich nicht ganz ohne Hintergedanken, denn sie und ihr Verein Friends 4 Friends e.V. unterstützt im Township Katutura bei Windhoek ein Kinderprojekt.

In kurzer Zeit hatten wir – auch dank unserer Freunde – die Möglichkeit ein paar ausrangierte Handys zu organisieren und ein bisschen Spielzeug. Die Auswahl dabei lief nach dem Prinzip „ist es klein, ist es leicht, können wir es noch reinquetschen“ ab. Der Entschluss etwas weniger Kleidung, dafür mehr Spielzeug einzupacken und den eigentlichen Reiseplan etwas abzuändern war schnell gefasst. Denn langsam wurden wir neugierig. Wir wollten nicht nur eine „anonyme“ Übergabe machen, sondern das Projekt und die Kids vor Ort kennenlernen.

Mit einem Namen, einer Telefonnummer und einem Treffpunkt ausgestattet, sind wir dann Richtung Afrika gestartet. Schon am nächsten Morgen trafen wir auf Monica, die uns am Hotel abgeholt hat. Pünktlich auf die Minute begrüßte sie uns mit einem großen Lächeln und einer herzlichen Umarmung: Welcome to Namibia!!! Gemeinsam sind wir dann noch kurz im Supermarkt vorbeigefahren, um Kekse für die Kinder zu besorgen.

Erfahrungsbericht
Erfahrungsbericht

 

 

Der nächste Stop war in Penduka. Auf dem Gelände, traumhaft gelegen direkt am See, befinden sich verschiedene Hütten, in denen Kunsthandwerk produziert wird. Unter anderem gibt es eine Küche, in dieser werden die Gerichte für die Kinder im „Home of Good Hope“ zubereitet. Hier durften wir Gregory, Monicas Sohn, und Marlene über die Schulter schauen. Die beiden waren nämlich schon eifrig am brutzeln. In riesigen Töpfen wurde aus Bergen von Nudeln das Essen für 1.000 Kids vorbereitet. Dazu gab es eine Soße aus braunen Bohnen, viel unterschiedliches Gemüse, Fleisch und Milch. Jetzt konnten wir unsere Vorfreude kaum noch zurückhalten und machten uns endlich auf in Richtung „Home of Good Hope“.

Wir bogen in die Zielstraße ein und schon kamen uns eine Gruppe kleine, noch kleinere und ganz kleine Kinder entgegengerannt. Alle strahlten über das ganze Gesicht. Natürlich waren das nicht tausend Kinder, die kommen schließlich nicht alle gleichzeitig in die kleine Wellblechhütte. Wie wir später erfahren haben, kommen zu dieser Uhrzeit die Klein- und Vorschulkinder. Die etwas größeren Kids dann zur Mittagszeit. Unsere Erfahrung im familiären Umfeld hat uns gelehrt, Mitbringsel gut festzuhalten. Umso erstaunlicher war, dass uns die Kinder die Tür vom Auto öffneten und unsere Taschen in die Räume brachten. Alle waren hilfsbereit und keines der Kinder hat versucht, sich was zu nehmen. Was völlig nachvollziehbar gewesen wäre, denn wer wird nicht von der Versuchung gezwickt, wenn man eine Kiste Kekse transportieren soll oder aus einer bunten Tasche ein Hüpfseil herausspickt.

Erfahrungsbericht

Dann wurde das aus Penduka angelieferte Essen ausgegeben. Auch jetzt fiel wieder auf, wie ordentlich, brav und organisiert alles abläuft. Bis auf die letzte Nudel und die kleinste Bohne wurde alles aufgegessen und während die Kleinen ihre Teller zum Spülen nach draußen brachten, zeigten sie uns im Vorbeilaufen stolz ihre leeren Teller.

Für uns war es nun Zeit zu gehen. Mit schwerem Herzen mussten wir uns verabschieden. Jeder durfte nochmal auf den Arm, an den Haaren spielen, ein Foto machen. Ach ja, fotografiert werden mögen die Kinder übrigens unglaublich gerne. Danach auf das Display schauen und sich selbst bewundern. Dann nochmal in Pose werfen und wieder von vorne. Die Freundinnen und Freunde werden dazu geholt und es wird wieder posiert.

Erfahrungsbericht

Kaum ausgestiegen waren wir sofort von den Kleinsten belagert. Sie sind an uns hochgekrabbelt, wollten schmusen, getragen werden, ein paar Brocken Englisch ausprobieren. Sie zogen uns in die Wellblechhütte hinein, um uns stolz ihren in handgemalten Kreidebuchstaben gemalten Willkommensgruß zu zeigen. „Welcome Marcus and Yvonne“ stand da auf der Tafel. Unsere Herzen waren im Sturm erobert. Scheinbar aus dem Nichts reihten sich alle in einer ordentlichen Schlange auf: Ab zum Hände waschen! Für viele der Kinder wird das Essen die einzige Mahlzeit am Tag bleiben. Für mich immer noch kaum zu fassen, wenn ich mir vorstelle, wie klein die Kinder teilweise sind und selbstständig jeden Tag an diesen Ort laufen, um sich „selbst zu versorgen“. Vor der Essensausgabe wurde gebetet und gesungen. Und wenn ich singen schreibe, dann meine ich riesige Kulleraugen, wildes Winken mit den Armen und Beinen, stampfen, wackeln, hüpfen, klatschen, jedes Körperteil in Bewegung und singen und beten mit unglaublicher Leidenschaft.

Erfahrungsbericht

Dieser eindrucksvolle Vormittag im „Home of Good Hope“ war eine Erfahrung, die uns ganz sicher unser Leben lang begleiten wird. Monica ist die perfekte „Mutter“, die Praktikantinnen und alle anderen helfenden Hände waren unglaublich freundlich und zauberhaft mit jedem einzelnen Kind, aber auch mit uns. Wer die Möglichkeit hat, diese Einrichtung zu besuchen, der sollte das tun. Wer diese Möglichkeit nicht hat, könnte aber vielleicht den einen oder anderen Euro spenden.

Erfahrungsbericht
Erfahrungsbericht
Spende Stetten
16
Sep

Die Stetten-Mädls waren wieder in Aktion

Stetten is back! Hilfe aus Augsburg für die Kampala Straßenkids

Seit zwei Jahren unterstützt das Stetten-Institut Augsburg die Straßenkinder aus dem Slum Kisenji / Uganda. Es gab mehrere Sammel- und Spendenaktionen. Insgesamt kamen drei große Kisten Hilfsgüter und einiges an Geld zusammen.

Robinah, die in Deutschland lebende Co-Projektleiterin, ist an Pfingsten nach Uganda geflogen. Drei riesige Koffer mit Hilfsgütern hatte sie dabei, außerdem natürlich das Spendengeld aus Augsburg.

Jetzt die Frage aller Fragen: Was wurde mit dem Geld gemacht? Schon Tage vorher wurde bekannt gegeben, dass die Straßenkinder am Pfingstsonntag zum Projekt kommen sollen. 50 Straßenkinder jeden Alters sind der Einladung gefolgt. Es gab ein ganz besonderes Festessen, finanziert durch die Augsburger Schülerinnen. Es wurde ein Catering Service beauftragt, 250 Essen zu kochen. Diese große Anzahl war möglich, weil ein weiterer Spender das Festessen für die restlichen Gemeindemitglieder übernommen hat. So konnten alle zusammen essen und feiern.

Spende Stetten
Spende Stetten

Der große Tag war damit aber noch lange nicht vorbei. Nach dem Essen wurden Schuhe, T-Shirts und Hosen aus dem Second-Hand-Markt und Spenden aus den diversen Koffern an die Straßenkinder verteilt. Durch die widrigen Lebensumstände, die schlechte Ernährung und die mangelnde Hygiene werden Straßenkinder immer wieder krank. Wunden infizieren sich extrem schnell, TBC, Hepatitis und Drogen sind ein großes Problem. Deswegen wurde in Absprache mit den Stetten-Schülerinnen ein Teil des Spendengeldes für ärztliche Behandlungen reserviert.

Spende Stetten
Spende Stetten

Wir freuen uns, dass das Stetten-Institut die Straßenkinder unterstützt - welcher Verein kann denn schon von sich behaupten, dass er 1000 Schülerinnen hinter sich hat?

Wir danken den Schülerinnen im Namen der Kampala Straßenkids für ihre tolle Arbeit und ihre großzügige Spende!

27
Jul

Unser Sommerfest

Es spricht Bände, dass sich zu unserem Sommerfest doppelt so viele Mitglieder angemeldet haben als zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung... Aber alles gut – wir verstehen es.

Man kann es ja auch schwerlich toppen, wenn bei einem Vereinssommerfest hohe Gäste aus Uganda da sind. Zum einen braucht es bei einem solchen Anlass Präsenz, zum anderen ist die Menschheit ja per se neugierig. Und das ist auch gut so!

21 Mitglieder hatten sich zum Sommerfest angemeldet, dazu kamen unsere Gäste Rhona und Moses aus Uganda. Rhona ist die Leiterin des Projekts „Kampala Straßenkids“, ihr Mann Moses unterstützt sie in ihrer Arbeit.

Mit Absicht war der „offizielle Teil“ beim Fest kurz gehalten. Es sollte viel Raum sein für Gespräche, zum Kennenlernen der Vereinsmitglieder untereinander und zum Austausch zwischen Afrika und Europa. Von überall sind die Vereinsmitglieder angereist. Den weitesten Weg hatten natürlich die afrikanischen Freunde. Andere haben 250 Kilometer auf sich genommen, um an diesem Tag da sein zu können. Oneway natürlich! 

Pateneltern hatten endlich die Gelegenheit, die Menschen kennenzulernen, bei denen ihr Patenkind aufwächst. Unsere Briefeschreiber konnten sehen, wer sich um die Verteilung kümmert und wer für die Kids im Alltag zuständig ist. Projektpaten konnten direkt mit Rhona und Moses besprechen, was gebraucht wird.

Sogar einen Übersetzer hatten wir besorgt, damit auch die Vereinsmitglieder, die von sich behaupten, kaum oder wenig Englisch zu können, ihre Fragen stellen konnten.

Rhona und Moses hatten einen Film über ihre Arbeit im Slum Kisenji dabei, der während des Festes mehrmals abgespielt wurde. Sehr eindrucksvoll wird die Lebenssituation der Menschen dargestellt, viele Mitglieder empfanden den Film als wichtig, um die Lebenswirklichkeiten vor Ort zu verstehen.

Unser Vereinsmitglied Werner, seines Zeichens Chefkoch, hat zwei Tage lang vorgekocht und die komplette Meute mit drei verschiedenen Geschnetzelten verwöhnt. Dazu kamen Salate und verschiedene Nachtische von den Vereinsmitgliedern.

Die Quintessenz des Abends ist definitiv die, dass wir solche Feste öfter machen sollten, dass afrikanisch-europäische Feste genial sind, dass Kinder und Moses hervorragend korrespondieren und dass es einfach ein rundum gelungenes Fest war!

Vielen Dank an alle, die dieses Fest zu einem gelungenen Sommerfest haben werden lassen! 

Seid euch sicher – es war das erste, aber nicht das letzte Sommerfest von Friends 4 Friends!

Debra Leichtathletik
17
Jun

Sportliche Kids aus Kampala

Debra und die Leichtathletik

Sportlich unterwegs ist sie, unsere Debra.

Wenn ich an meine eigene Kindheit und Jugend zurückdenke, gab es alljährlich ein Ereignis, das ich ganz besonders gehasst habe – die Bundesjugendspiele! Wie schrecklich!

Alle Schülerinnen raus aus dem Klassenzimmer, hin zum Sportplatz. War das schon furchtbar genug. Aber dann auch noch 100 Meter Läufe, Weitsprung, Weitwurf, Schleuderball oder gar Langstrecke. Alles völlig unmöglich. Der geneigte Leser mag einwerfen, dass es auch bei uns sicher Schülerinnen gab, die diese Art Sport mochten. Ja, die gab es. Es waren wenige und sie wurden vom Rest der Meute ausgesprochen misstrauisch beäugt...

 

Debra Leichtathletik
Debra Leichtathletik

Und ja, es gibt diese sportlichen Kids auch in Uganda, die Leichtathletik lieben. Allen voran wohl unsere Debra. Vor nichts schreckt sie zurück, überall holt sie Preise, sei es im Weitwurf, Staffellauf, Kugelstoßen oder im Weitsprung! Die Bedingungen, unter denen Debra mit ihrem Team trainiert, sind alles andere als optimal. Der Weitsprung endet in einem gerodeten Stück Erde und die Aschenbahn ist voll spitzer Steine, was ohne Schuhe sicher nicht lustig ist.

Debra trotzt all diesen Widrigkeiten und rennt von einem sportlichen Erfolg zum nächsten. Und hat ganz offensichtlich Spaß an dem, was sie tut.

Wir sind stolz auf Debras Leistungen und wünschen ihr viel Erfolg bei den nächsten Sportevents!

Briefe Straßenkinder
13
Mai

Briefe für die Kampala Strassenkids

Briefe für die Kampala Straßenkids

Die Briefschreibaktion erfreut sich großer Beliebtheit.

Fast täglich sind die letzten beiden Wochen Briefe beim Vereinssitz in Regensburg eingegangen. Große, kleine, gelbe, weiße, pinkfarbene. Viele mit kunterbunten Stickern verziert. Hier ist die Ausbeute zu sehen. Wir haben 17 Briefe aus ganz Deutschland auf den Weg zu Robinah nach Altheim / Alb gebracht. Robinah ist eine der Leiterinnen des Straßenkinderprojekts in Kampala / Uganda. Mitte Mai fliegt sie für zwei Wochen nach Uganda. Mit im Gepäck unsere 17 Briefe und (kleine) Geschenke, dazu Post für weitere Kinder. Es werden ja insgesamt 68 Kinder im Heim und in Familien betreut.
Außerdem darf sich Robinah mit den Koffern abschleppen... Obwohl sie alleine fliegt, hat sie vier Koffer mit dabei! Drei davon mit Hilfsgütern für die Straßenkinder und für die Kids im Heim.
Große Kinderaugen sind vorprogrammiert.

 

Briefe Straßenkinder

 

Wir sind gespannt auf Robinahs Berichte und Fotos.
Wir werden euch updaten!

 

Streetkids of Kampala Schulsprecher
6
Mai

Wahl der Schüler-VertreterInnen

Ein großer Tag für Gloria und Natasha

Feierliche Vereidigung der neuen Schüler-VertreterInnen der Light House Volksschule

Am 30.03.2018 war ein bedeutender  Tag für die beiden Mädchen, die seit einiger Zeit durch unser Projekt in Kampala betreut und gefördert werden. Es fand nämlich die große Vereidigungsfeier an ihrer Schule statt. Die 14-jährige Natasha wurde zur Schulsprecherin und die zwei Jahre jüngere Gloria zur Sprecherin für religiöse Angelegenheiten ernannt. Insgesamt besteht der Schülerrat aus 13 Kindern bzw. Jugendlichen, welche jeweils für verschiedene Bereiche Verantwortung tragen.

Die Feier fand im Kreise der Schüler und ihrer Eltern statt. Viele stolze Eltern konnten sehen, wie ihre Kinder erste wichtige Aufgaben in der Gemeinschaft übernehmen. Leider haben weder Natasha, noch Gloria ein Elternteil, das an diesem wichtigen Tag im Publikum sitzen und sich mit ihnen freuen konnte. Dieses große Loch füllten Rhona (die Leiterin des Projektes), ihr Mann Moses und die anderen Kinder des Heimes aus.

Die neuen VertreterInnen der Schüler präsentierten sich mit Gesang und Tanz. Moses war dazu eingeladen, eine Rede zu halten und er unterstützte beim Ablegen des Eides durch die neu gewählten Schülersprecher.

Wie kam es überhaupt zu dieser Wahl?

Die angehenden Vertrauensschüler führen einen Wahlkampf um ihr Amt. Sie müssen sich also eine Strategie überlegen, wie sie ihr Amt gestalten wollen und darlegen, warum sie dafür geeignet sind. Gewählt wird mit Stimmzetteln. Natasha wurde von den zirka 400 Schülern zur Schulsprecherin gewählt und ist somit Leiterin aller Vertrauensschüler. Gloria hat als Sprecherin für religiöse Angelegenheiten einen Sitz in Natashas Leitungsgremium. Gewählt wurde für ein Jahr. Nächstes Jahr gibt es Neuwahlen, die wieder genauso ablaufen.

Laut dem stellvertretenden Projektverantwortlichen Moses ist die Wahl von Natasha und Gloria ein sichtbares Zeichen für das Erreichen wichtiger Ziele, wie das Vermitteln von Werten und die Entwicklung von Führungspersönlichkeiten von morgen.

Streetkids of Kampala Schulsprecher
Streetkids of Kampala Schulsprecher
Streetkids of Kampala Schulsprecher
Streetkids of Kampala Schulsprecher

 

Von unserer Seite herzlichen Glückwunsch an Natasha und Gloria für das Gewinnen der Wahl. Wir wünschen den beiden viel Geschick und Freude im Amt!

 

Weihnachten Uganda
27
Dez

Fröhliche Weihnachten

 

Fröhliche Weihnachten beim Projekt in Uganda 

Vor einigen Wochen hat uns eine Email von Moses erreicht, dass einige der Kinder im Heim dringend neue Schuhe bräuchten. Kostenpunkt für 28 Schuhe 45.-€. Da kam es wie gerufen, dass unsere 1. Vorsitzende Andy bei einem ihrer Vorträge ganz unverhofft eine Spende in Höhe von 50.-€ bekam. Perfekt. Dazu kam ein 100.-€ von einem anderen Spender für Weihnachtsgeschenke.

 

 

Die Freude war groß, als das Geld dann Mitte Dezember auf dem Konto der Uganda Straßenkids einging. Die Frage aller Fragen ist natürlich: Welche Geschenke wurden schlussendlich davon gekauft?

Bei einem solchen Betrag war der Leitung des Projekts - und auch uns - sofort klar: BESSERE Schuhe zu einem höheren Preis, die hoffentlich auch länger halten! Zum ersten Mal getragen wurden die Schuhe während der großen Weihnachtsfeier in der Kirche! Da tanzt es sich doch gleich viel besser als in den alten ausgetretenen Latschen.

Was gab es außer der Tanzdarbietung der Heimkinder noch auf der Weihnachtsfeier? Eine lange Messe wurde gefeiert, ein Gospelchor hat gesungen. Es wurde gefeiert, getanzt, gelacht. Selbstverständlich gab es auch ein tolles Essen für die vielen Gäste.

Man sieht auf den Bildern, dass es eine rundherum gelungene Veranstaltung war!

Merry Christmas!

Weihnachten Uganda
Weihnachten Uganda

In diesem Video ist die Dankesbotschaft an die drei Spender, welche den Schuhkauf ermöglichten. Da man die Kinder nicht wirklich gut versteht, kommt hier der Text zum Mitlesen:
„Hello Friends 4 Friends, on behalf of New Jerusalem Ministries and Church we want to thank you for the Christmas gift and the shoes. Thank you Papa Herbert, Mama Cilly and Mama Ursula. May God bless you. We love you so much. Bye. Merry Christmas.“

Straßenkinderhilfe
6
Dez

Spendenaktion für die Strassenkinderhilfe in Uganda

Eine Spendenaktion von Schülerinnen des Stetten-Instituts in Augsburg.

„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ Dieser Spruch ist nichts Neues, das wusste schon der alte Sokrates vor schlappen 2400 Jahren.

Vermutlich hat das damals schon nicht gestimmt, heute jedenfalls auch nicht. Sonst würde folgende Geschichte schon gar keinen Sinn machen:

Unsere 1. Vorsitzende Andy hält bekanntlich Vorträge, auch an Schulen. So im Frühjahr 2016 am Stetten-Institut in Augsburg. Hier gehen geschätzt 1000 Mädchen in die Schule. Die Diskussionen nach so einem Vortrag verlaufen in jeder Schule und in jeder Gruppe anders. Im Stetten-Institut war es wieder anders als überall sonst – es ging in erster Linie um die Straßenkinder von Uganda, warum sie auf der Straße leben, was so ein Leben auf der Straße bedeutet und welche Gefahren es mit sich bringt.

Straßenkinderhilfe
Straßenkinderhilfe

Ganz offensichtlich hat die Thematik die Schülerinnen nicht mehr los gelassen. Die SMV wurde eingeschaltet, die Schulleitung informiert und eine Gruppe „Straßenkinderhilfe Uganda“ gegründet. Um wirklich alle ins Boot zu holen, war Andy dann nochmal im Dezember mit einer Präsentation bei den SMV-Tagen der Schule. Die Spendenaktion konnte beginnen.  Es wurde gesammelt, was das Zeug hält. Spielsachen, Schulhefte, Stifte, Malbücher und vieles mehr. Das alles wurde in drei riesige Kartons verpackt. Wegen der leidigen Zollvorschriften und dem Problem der Schmiergelder gingen die Kartons aber nicht direkt nach Uganda, sondern zu Robinah auf die schwäbische Alb. Wenn sie das nächste Mal in ihre Heimat fliegt, nimmt sie die Sachen mit.

Da soll noch einer sagen, die heute Jugend sei nicht engagiert! Hut ab vor den Mädchen im Stetten-Institut.

Wir freuen uns sehr über eure Hilfe und euer Engagement!

kindergarten
12
Nov

SOK – Neues vom Kindergarten

Und was gibt es Neues vom Kindergarten?

Seit Anfang des Jahres gibt es ihn, den Kindergarten samt Vorschule im Slum Kisenji. Was mit 20 Kindern begann, ist inzwischen bereits ein richtig großer Kindergarten mit derzeit 67 Kindern im Alter von 2 ½ – 6 Jahren. Zwei ausgebildete Erzieherinnen kümmern sich um die Kinder. Bei den kleineren steht natürlich das Spielen im Vordergrund, bei den Älteren ist es die Vorschule mit ABC lernen und Rechenübungen.

Für die Eltern ist der Kindergarten eine große Erleichterung. Manche von ihnen sind berufstätig und/oder können sich nicht um die Kinder kümmern. Immer wieder sieht man Kleinkinder alleine im Slum herumstreunen. Die Gefahr von Missbrauch und Gewalt ist immer da.

Diesen Kindern einen Ort zu bieten, wo sie Kind sein dürfen, betreut werden und eine Tagesstruktur erhalten, das war das Ziel.

Die Eltern leisten einen nominalen Betrag für die Betreuung und das Essen. Die tatsächlichen Kosten können davon allerdings nicht gedeckt werden. Für den Rest kommt derzeit unser Partnerverein „Fokus Leben“ auf.

Wo die Präferenzen der Kinder liegen, sieht man ganz eindeutig. Der große Favorit ist die nagelneue Rutsche!

Kindergarten