News Archives - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
Kids mit Briefen
26
Mai

Robinah besucht das SoK-Projekt

Robinah - deutsche Post und DHL in Einem!

Es ist immer etwas Besonderes, wenn Robinah, die deutsche Leiterin des Projekts „Kampala Straßenkids“, die Kids in Uganda besucht. In den Osterferien war sie wieder dort. Im Gepäck waren Briefe und kleine Päckchen für insgesamt 68 (!) Kinder!

68 Briefe in allen Farben und Größen überreicht von Robinah bedeutet vor allem: Diese wollen erst mal sortiert und dem richtigen Kind zugeordnet werden. Dann wird’s richtig spannend, aufmachen und lesen und schauen, was an kleinen Präsenten mit drin liegt. Das können kunterbunte Kugelschreiber sein, Sticker, Fotos oder Süßigkeiten. Alles ist toll, alles wird geliebt und ausprobiert.

Natürlich haben auch „unsere“ 19 Kids Briefe bekommen. So ein Brief aus dem fernen Deutschland (und wo ist denn eigentlich Österreich?) schreit natürlich nach einer Antwort. Immerhin sind die Kids ja durchaus stolz auf ihre deutschen und österreichischen Brieffreunde und schreiben fleißig zurück!

Robinah Kampala
Robinah besucht das Projekt

Robinah hatte auch Geld aus unserem Gesundheitsfonds dabei. Die Mädels im Heim kommen allmählich in die Pubertät. Damenbinden sind teuer, gerade in Afrika. Wir wollen vermeiden, dass Mädchen jeden Monat für ein paar Tage in der Schule fehlen, nur weil kein Geld für Damenbinden da ist. Deswegen haben wir einen Sonderposten dafür geschaffen. Nun wird jeden Monat genug Geld dafür vorhanden sein.

Der absolute Renner waren die T-Shirts des LLC Marathon Clubs Regensburg. Diese Shirts sind beim Marathon 2018 übrig geblieben. Bewerber in Kampala für die Shirts gab es viele: eine Fußballmannschaft, die Tanztruppe und der Chor. Das Rennen machte letztendlich die Tanztruppe. Da macht die Tanzerei gleich noch viel mehr Spaß!
Nur gut, dass der LLC jedes Jahr einen Marathon in Regensburg veranstaltet ...

Vielen Dank an den LLC Regensburg für diese tolle T-Shirt-Spende!

Das war aber noch nicht alles von Robinah - Fortsetzung folgt ... 🙂

 

Altheim
22
Apr

Afrikavortrag in Altheim

Altheim/Alb meets Kampala - oder: was passiert, wenn alle zusammenhelfen ...

Die geneigten LeserInnen kennen das vermutlich - man hat ein Ziel, aber es ist um die Burg nicht möglich, es zu realisieren. So erging es Robinah, der Leiterin des Straßenkinderprojektes Kampala, die in der Nähe von Ulm lebt.

Der Plan war, Spenden für den geplanten Kauf des neuen Grundstücks außerhalb von Kampala zu sammeln.

Dazu sollte eine Gospelband verpflichtet werden. Leider stellte sich heraus, dass diese Bands 3000.-€ aufwärts für einen Auftritt verlangen - Charity hin oder her. Also musste eine neue Idee her - und die lag eigentlich auf der Hand....
Erste Vorsitzende von Fokus Leben (Robinah) kontaktiert erste Vorsitzende von Friends 4 Friends (Andy). Immerhin unterstützen ja beide Vereine das gleiche Projekt. Schnell war die Idee geboren - eine Charity-Veranstaltung mit Afrikavortrag statt Afrikamusik. Musik braucht man trotzdem. Also wurden kurzerhand die Altheimer Musikanten für das Rahmenprogramm verpflichtet.

Andy und Robinah Altheim
Altheim Publikum

 

 

Es war ein grandioser Abend! 270 Gäste waren da, um 100 Minuten Afrika zu erleben. Von Kairo bis nach Kapstadt, natürlich mit Schwerpunkt auf das Projekt "Kampala Straßenkids". In der Pause wurden Spenden gesammelt und während des 2. Teils des Vortrages ging es ans aufregende Zählen. Großartige 3300.- € kamen zusammen!

Afrikavortrag und Blasmusik vertragen sich bestens - zumindest, wenn diese Musik von den Altheimer Musikanten stammt.

Vielen Dank an alle, die diesen Abend mit organisiert und mit gestaltet haben!
Friends 4 Friends freut sich mit Fokus Leben über den gemeinsamen Erfolg dieser Veranstaltung.

Eine Neuauflage ist nicht ausgeschlossen!

31
Mrz

Besuch aus den Niederlanden

Ein holländischer Einblick...

Unser Name Friends 4 Friends bezieht sich nicht nur auf unsere Freundschaft mit Monica und Peacemaker, das Home of Good Hope wird von einer Gemeinschaft von Vereinen und Stiftungen aus den verschiedensten Ländern unterstützt, so auch von den Niederlanden.

Wir stehen in regem Kontakt mit Maria Vernooij-van der Wal, der Vorsitzenden der niederländischen Home of Good Hope-Stiftung. Sie hat uns folgendes berichtet:

Im Februar haben Diny und Bart Peters im Zuge einer Reise durch Südafrika und Namibia das Home of Good Hope besucht.

Bei ihrem Besuch dort haben sie festgestellt, dass die Kids sich jetzt viel mehr um Sauberkeit, Hygiene und Ordnung bemühen als früher, was wohl vor allem auf die zwei Mitarbeiterinnen Sheila und Charmaine zurückzuführen ist, die sehr achtsam und sorgfältig in diesem Bereich sind.

 

Besuch aus den Niederlanden
Besuch aus den Niederlanden

Das von den Niederländern gesponserte Auto ist immens wichtig. Peacemaker transportiert damit das ganze Essen, Eimer voll Wasser, alle Einkäufe für die Suppenküche und zusätzliches Essen für einzelne arme Familien und man sieht, dass er sehr auf das Auto aufpasst.

Monica hat letztes Jahr ein kleines Zusatzprojekt gegründet, nämlich „Rise and Shine“. Hierbei handelt es sich um ein Nähprojekt, das momentan acht Männer und Frauen beschäftigt. Mit Hilfe dieses Projekts können zwei Probleme auf einmal in Angriff genommen werden. Einerseits sollen somit neue Schuluniformen für die Kids zu erschwinglichen Preisen genäht werden und andererseits werden damit neue Arbeitsstellen geschaffen. Laut Diny und Bart könnte der Standort des Projekts einige Verbesserungsarbeiten vertragen. Das Haus ist zu klein und zu dunkel, man müsste dringend ausbauen.

 

Das Fazit der beiden Besucher:

„Die Suppenküche befindet sich in einem sehr armen Teil des Townships, das Leben scheint hier hoffnungslos. Es herrscht extrem hohe Arbeitslosigkeit und ohne Bildung gibt es keine Zukunft für die Kinder. Erfolgreiches Lernen ist mit einem leeren Magen unmöglich. Es ist also außerordentlich wichtig, was im Home of Good Hope an Pflege, Verköstigung, Bildung und Sport angeboten wird.“

 

Die Kids haben sich sehr über die mitgebrachten Stofftiere gefreut. Besuch aus den Niederlanden

Wir schließen uns an in ihrem Lob für Monica und ihr Team!

 

 

3
Feb

Schulabschluss & Unibeginn für Christian

Studienplatz + Laptop = Zukunft

Es ist einfach großartig, wenn man sieht, dass ein Projekt Früchte trägt! Als wir 2015 mit unserem Schulprogramm begonnen haben, war genau das unsere Intention: motivierten Kids, die es sich aus diversen Gründen nicht leisten können die Schule zu besuchen, einen guten Schulabschluss zu ermöglichen.

Der damals 17-jährige Christian war einer der ersten Schüler, die wir mit unserem Programm unterstützt haben. Seine Vorgeschichte war eine typisch afrikanische: seine Eltern haben „vergessen“ ihn in die Schule zu schicken. Auf gut deutsch: er musste Ziegen und Kühe hüten und hatte keine Zeit für Schule. Als er dann mit 9 Jahren doch noch in die Schule kam, stellte sich schnell heraus, dass Christian ziemlich intelligent ist, und ehrgeizig obendrein. Sieben Jahre Grundschule waren ihm zu wenig. Aber die weiterführende Schule ist teuer. Schulgebühren, Uniform, Hefte, Bücher, Stifte – das war schon sehr viel für einen Jugendlichen mit einem großen Wunsch: etwas aus sich zu machen und eine Zukunft zu haben!

Das erste Schuljahr in der weiterführenden Schule hat er sich selbst finanziert, dann haben wir ihn ins Sponsoringprogramm aufgenommen. Dadurch wurde vieles leichter – zumal wir auch Taxikosten bezahlen. Zwei Stunden Schulweg gehörten der Vergangenheit an – diese Zeit kann man besser nutzen.

Christian Laptop Schulabschluss
Christian arbeitet Schulabschluss

Im Dezember vergangenen Jahres hat Christian seinen Schulabschluss mit Bravour gemeistert und wir sind sehr stolz auf ihn. Seine Noten waren so gut, dass er auf der Universität von Namibia aufgenommen wurde. Er hat sich so sehr gefreut, dass er Monica und ihren Sohn Peacemaker als Dankeschön zum Essen in ein Restaurant in Windhoek eingeladen hat.

In einem Dankesbrief an uns, geschrieben in der 9. Klasse, erwähnte er: „Ich möchte einmal Ingenieur oder Arzt werden, damit ich Menschen helfen kann.“  Jetzt ist er seinem Traum wohl große Schritte näher gekommen. Mittlerweile hat er sich  für Jura entschieden, damit wird er in Zukunft auch sicher vielen Menschen hilfreich zur Seite stehen können.

Der fußballbegeisterte Christian hat die letzten Jahre so eifrig gelernt und gute Noten erzielt, dass wir ihn für seinen Erfolg belohnen wollten.
Wie man auf den Fotos sieht, hat er sich sehr über den gebrauchten Laptop inklusive Office-Programm und Virenschutz gefreut. Alles, was das Herz und der Geist eines angehenden Studenten begehrt!

Wir gratulieren Christian zu seiner tollen Leistung und wünschen ihm alles erdenklich Gute auf seinem weiteren Weg!

 

Katzenbach
20
Jan

Riesenscheck aus Katzenbach für die Kinder in Namibia

Tausche Theaterstück gegen Brillen!

Wo zum Himmel liegt denn bitte Katzenbach? Und wieso kommt von dort eine 500.-€ Spende für die Kids in Namibia?

Ich vermute, jeder, der in einem Haus mit mehreren Parteien wohnt, kennt das: Neue Nachbarn kommen und gehen. Bei den einen ist man froh, wenn sie wieder ausziehen, die anderen würde man am liebsten gar nicht mehr hergeben. So ging es Werner und Andy mit den neuen Nachbarn Lisa und Fabian irgendwo aus Franken.

Man hat das Fränkische zwar herausgehört, aber wer immer wieder in Afrika und Indien unterwegs ist, kennt sich ja bekanntlich mit Fremdsprachen aus.

Man lernte sich näher kennen und mochte sich.

Nach 2 ½ Jahren war die  Weiterbildung Fabians vorbei und die beiden sind wieder zurückgezogen. Nach Franken. Leider.

Trotz der geographischen Distanz hat man sich aber nicht aus den Augen verloren. Und Barbaras Facebook-Blog über die gemeinsame Afrikareise mit Andy wurde sehr genau verfolgt. Was wir aber nicht wirklich realisiert haben – unsere ehemaligen Nachbarn sind seit zwei Jahren in einer Laien-Theatergruppe dabei.

Das bedeutet: viele Zuschauer, also Eintrittsgelder. Natürlich minus Ausgaben. Aber weil sie so gut spielen, kommen viele Gäste und es bleibt immer ein Gewinn.

Vermutlich wird so ein Gewinn bei den meisten Theatergruppen bei einer gemeinsamen Aktion ausgegeben. Nicht so in Katzenbach. Die Theatergruppe Katzenbach spendet 500.-€ für das „Home of Good Hope“ in Namibia!

Matratzen
Katzenbach

Wenn man schon eine Spende macht, sollte doch jemand vom Verein da sein und den Riesenscheck in Empfang nehmen.

Dass Werner und Andy dann noch in den Genuss einer Vorstellung kamen, versteht sich von selbst. Selten so gelacht, selten so viel Spaß gehabt. Und obendrein Zeit mit Lisa und Fabian im neuen Heim.

Die Frage aller Fragen: Wofür wird das viele Geld ausgegeben?

Vor kurzem hat sich herausgestellt, dass 65 Kinder im „Home of Good Hope“ eine Brille benötigen. Mit diesem Betrag werden wir einige dieser Brillen finanzieren können!

Die zahlreichen Theatergäste ließen sich nicht lumpen und es kamen in der Spendenbüchse gleich nochmal knapp 100.-€ zusammen!

Vielen herzlichen Dank an die Theatergruppe Katzenbach für diese großzügige Spende!

 

Matratzen
5
Jan

SoK – Neue Matratzen & Moskitonetze

Tschüss Moskitos!

Wer kennt das nicht – man liegt im Bett, will einschlafen... Dann dieses böse Surren... Eine böse Schnake im Zimmer! Erst dreht man sich mehrmals rum, will eigentlich nicht aufstehen. Aber dieses Viech surrt immer direkt am Ohr... Irgendwann geht es nicht mehr - man verlässt das Bett, bewaffnet sich mit dem Kissen und geht auf die Jagd...

 

Genauso geht es auch den Menschen in Uganda – nur.... dort gibt es viel mehr Schnaken als bei uns und sie übertragen ziemlich üble Krankheiten, zum Beispiel Malaria. Es ist uns schon lange ein Anliegen, die Schlafsäle der Heimkinder besser auszurüsten. Im Mai wurde das endlich in Angriff genommen, nachdem unser Gesundheitsfonds stolze 800.-€ aufwies. Dank unseres Vereinsmitgliedes Michaela wird dieser nämlich monatlich aufgefüllt.

Matratzen
Matratzen

Unser Verein legt nochmal die gleiche Summe drauf und so konnten Moskitonetze und neue Matratzen samt Schonern für die Heimkinder des Projekts Streetkids of Kampala gekauft werden.

Wer gut schläft und sich nicht mehr um Moskitos scheren muss, der bleibt gesund und hat morgens Kraft für die Schule!

Vielen Dank an Michaela, die diese tolle Aktion mit ihrer regelmäßigen Projektspende möglich gemacht hat!

Musik
16
Dez

Enock und die Musik

Keyboard-Unterricht für Enock

Moses, der beim Projekt Streetkids of Kampala als Projektleiter mitarbeitet, trat mit einer besonderen Bitte an uns heran. Uns freut es immer zu sehen, wenn sich bei den Kindern Neigungen und Fähigkeiten herausstellen, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war.

 

Anders bei Enock – schon seit langem ist er begeistert von Musik. Er singt im Kinderchor, trommelt beim Gottesdienst und ist ein guter Tänzer. Seiner größter Wunsch war es seit langem, Keyboard zu lernen. Auf unserem Sommerfest mit Rhona und Moses wurde dieser Wunsch nochmal an uns herangetragen. Schließlich haben wir im Vorstand beschlossen, ein Keyboard anzuschaffen.

 

Musik
Musik

Das allein nützt natürlich noch nichts, deswegen musste der arme Moses einen Musiklehrer dafür ausfindig machen. Seit August lernen nun Enock und drei andere Jugendliche aus dem Heim – und lernen heißt hier wirklich lernen. Die Lehrerin kommt fünfmal pro Woche für jeweils drei Stunden ins Haus, Musik ist nun also ein fester Bestandteil der Freizeitgestaltung. Der erste Auftritt ist schon geplant – auf der Weihnachtsfeier vor mindestens 250 Gemeindemitgliedern.

Wir sind sehr stolz auf unsere vier Buben, die so fleißig Keyboard lernen und hoffen auf eine
Video-Kostprobe im Dezember nach der Weihnachtsfeier!

Volontariat Milena
17
Nov

Volontariat Milena II

Milenas Volontariat im HoGH, Part TWO

Voilà Teil 2 von Milenas Abenteuer. Wer sich für ein Volontariat im Home of Good Hope interessiert, kann sich bei uns melden. Wir informieren über die Möglichkeiten und stellen die notwendigen Kontakte her.

 

Vor dem Essen wird zunächst gesungen und gebetet. Die Kinder haben sichtlich Spaß daran und tanzen eifrig mit! Auch wir Volontäre lernen die Lieder sehr schnell und sind bald genauso begeistert mit dabei wie die Frauen und Kinder der Suppenküche. Die Lebensfreude ist einfach ansteckend! Anschließend geht es ans Essen austeilen, das meistens schon bereitsteht. Übrigens beginnt die Schule hier nicht für alle Kinder zur gleichen Zeit; einige haben vormittags, andere nachmittags Unterricht. Die Nachmittags-Schulkinder sind demnach vormittags in der Suppenküche und bekommen auch zuerst ihre Portion, damit sie nicht zu spät zum Unterricht kommen. Dann wird Essen an die Kleinsten ausgeteilt, bevor diese sich vor lauter Ungeduld gegenseitig die Haare ausreißen. Wer hier welche Portionsgröße bekommt, habe ich auch nach 4 Wochen nicht herausgefunden, das ist wohl abhängig von Alter, Geschlecht, Stammeszugehörigkeit, Bauchumfang, Beliebtheit und etlichen weiteren Faktoren. Wer aufgegessen hat, putzt seine Schüssel mit zwei Fingern ordentlich aus, um auch noch die letzten Krümel in den Mund zu schieben, was den Vorteil hat, dass das Spülwasser nicht so schnell dreckig wird.

Volontariat Milena
Volontariat Milena

Meine Aufgabe ist täglich eine andere, ob Schüsseln befüllen, austeilen, spülen, abtrocknen oder andere kleine Tätigkeiten; ich helfe immer da, wo gerade Not an der Frau ist.

Ab 12 Uhr wird es meist ruhiger, da die erste Hälfte Schulkinder und die Kleinen versorgt sind. Hier ist wieder Zeit für Spielen und Kuscheln mit den Kleinen, die nach dem Essen nicht gehen wollen, weil sie sich eine zweite Portion und/oder eine Kuscheleinheit erhoffen. Gegen 13:30 Uhr kommen dann die Kinder, die vormittags in die Schule gehen und es gibt nochmal ordentlich was zu tun. Übrig vom Essen bleibt nie etwas. Leider haben wir sogar ab und zu das Problem, dass das Essen irgendwann zur Neige geht, die Kinder aber nicht weniger werden… dann müssen die Portionen reduziert, muss auf Brot umgestiegen werden und im allerschlimmsten Fall gibt es für die letzten Kinder nur noch ein Stück Obst.
Nachmittags beginnt das Aufräumen und Plaudern mit den dort arbeitenden Frauen. Einige von ihnen sind angestellt, die anderen arbeiten dort ehrenamtlich und für eine warme Mahlzeit am Tag. Durch den Kontakt zu ihnen erfahre ich viele interessante Dinge über das Land und die Menschen hier und kann noch tiefer in die Kultur eintauchen!

Das Besondere am Home of Good Hope ist, dass es eben nicht nur eine Suppenküche ist, in der die Kinder mit Essen versorgt werden und anschließend wieder heimgehen müssen, sondern eine Herzensangelegenheit der Gründerin. Monica liebt die Kinder und sorgt sich auch um ihre Gesundheit, die Familiensituation, den Schulbesuch und vieles mehr.
Ich hatte die Möglichkeit, sie bei einigen dieser Angelegenheiten zu unterstützen. Zum einen braucht eine große Anzahl der Kinder eine Brille, hierfür haben wir uns bei einigen Optikern Angebote machen lassen und den günstigsten ausgewählt. Finanziert werden das Testen und die Brillen von Friends 4 Friends.

Volontariat Milena

Meine Zeit in der Suppenküche ist viel zu schnell vergangen. Ich hoffe trotzdem, dass mein Einsatz das Projekt unterstützt hat und dass mir die Erfahrungen langfristig in Erinnerung bleiben werden. Die Kinder dort sind so glücklich, obwohl sie in unseren Augen so wenig haben. Home of Good Hope ist ein einzigartiges Projekt, hinter dem eine bewundernswerte und engagierte Frau steckt, die den Kindern im Township eine bessere Zukunft ermöglicht. Jedem, der über eine Spende oder sogar einen Besuch in der Suppenküche nachdenkt, kann ich das nur wärmstens empfehlen!
Ich möchte mich ganz herzlich bei Andy und Barbara von Friends 4 Friends bedanken, die mir diese Erfahrung ermöglicht haben und mich vor und während meines Aufenthalts in Namibia unterstützt haben!

Außerdem waren wir in einer Art Sonderschule für Sehbehinderte wegen eines Jungen, der eine Augenkrankheit hat und aus seiner bisherigen Schule rausgeworfen wurde, da er kaum etwas gesehen hat. Beim ersten Besuch haben wir mit einer Lehrerin gesprochen, die einen Arzt- und einen Schulbericht sehen wollte, den wir natürlich nicht mit uns hatten. Am nächsten Tag sind wir mit großen Erwartungen und den Dokumenten zurückgekommen, haben aber diesmal die Direktorin gesprochen, die völlig anderer Meinung war. Er bekommt jetzt eine ausführliche Testung und Diagnostik, da Verdacht auf eine zusätzliche Lernschwäche besteht. Ich war zum einen schockiert über die Unfähigkeit der bisherigen Schule und dann überrascht bezüglich Kompetenz und Engagement der Sonderschule!

Volontariat Milena

Auch wir von Friends 4 Friends, aber auch Monica, waren und sind begeistert von Milenas Einsatz und ihrem Engagement. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle!

Volontariat Milena
12
Okt

Volontariat Milena

Milenas Volontariat im HoGH, Part ONE

Angekommen am Flughafen in Namibias Hauptstadt Windhoek, aber mit über 2 Stunden Verspätung ist die Laune nicht unbedingt am Höhepunkt. Die unterhaltsame Taxifahrt bzw. die Ankunft im gemütlichen Chameleon Backpackers machen das aber schnell wieder wett und ich fühle mich bereit für den kommenden Monat in einem der südlichsten Länder Afrikas.

 

Gleich am nächsten Tag holt mich Monica, die Gründerin des Projekts Home of Good Hope, im Hostel ab. Gemeinsam machen wir uns mit einem „local cab“ auf dem Weg vom Stadtzentrum nach Katatura zur Suppenküche. Die Umgebung ändert sich merklich, moderne Wohnhäuser weichen älteren und einfacheren Häuschen, bis diese gänzlich von Wellblechhütten abgelöst werden. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Menschen auf der Straße – während mir das Zentrum wie eine Geisterstadt vorkommt, spielt sich in Katatura das Leben von Windhoek ab.

In der Suppenküche werden wir stürmisch von ein paar Kindern in Empfang genommen und auch die dort arbeitenden Frauen begrüßen mich sehr herzlich. Ohne viel Vorinformation werde ich sofort in den Arbeitsalltag hineingeschmissen und versuche, auch in den folgenden 4 Wochen, die ich dort verbringen werde, anzupacken, wo meine Hilfe benötigt wird.

 

Volontariat Milena
Volontariat Milena

 
 
 
So sehen dann die meisten meiner Tage dort aus: Ich fahre morgens gegen halb 10 los, die Taxifahrten sind jeden Tag ein kleines Abenteuer. Da es sich bei den local cabs um eine Art Sammeltaxi handelt, steigen an jeder Ecke Einheimische ein und wieder aus. Das bedeutet, dass ich jeden Tag über neue Wege zur Suppenküche komme, übrigens eine tolle Art, die Stadt kennenzulernen! Die Kommunikation mit dem Fahrer beschränkt sich meist auf das Mindeste: Vor dem Einsteigen ein kurzer Zuruf meinerseits durch's offene Fenster in welche Richtung ich muss, das wird entweder mit einem kaum sichtbaren Nicken quittiert (bedeutet, ich kann einsteigen) oder einem Kopfschütteln. Während der Fahrt ertönt irgendwann ein „Which side“ in meine Richtung, was bedeutet, dass ich meinen gewünschten Zielort spezifizieren soll.

 
 
Je nach Verkehr und Mitfahrer komme ich meistens gegen 10 Uhr in der Suppenküche an und werde – wie am ersten Tag – stürmisch von einigen Kindern begrüßt, die auf mich zu rennen und sich wie Äffchen um meine Beine klammern. Meistens wird dann auch erst mal gespielt und gekuschelt. Da ich allerdings nur zwei Arme und zwei Beine habe und die Kleinen auch noch ungern teilen, erweist sich das oft als schwierig und ich muss einige Streitereien schlichten. Zum Glück gibt es auch noch andere Volontäre! Die Jungs spielen oft Fußball und manchmal wird gemalt oder Memory gespielt. Letzteres allerdings nicht ganz nach den mir bekannten Regeln, die ich leider auch nicht durchsetzen kann. Dann werden einfach auch mal 5 Karten umgedreht oder man spitzelt heimlich, wenn eigentlich ein anderer an der Reihe ist!
 
 

Volontariat Milena
Volontariat Milena

 
 
 
Gegen 11 Uhr heißt es meistens „Line up, line up!“ und die Kinder müssen sich zum Hände waschen vor der Hütte aufreihen. Es wird viel gedrängelt, geschubst und gestritten, worauf die Mitarbeiterinnen der Suppenküche mit Anschreien reagieren – die pädagogischen Maßnahmen sind nicht ganz die unseren. Allerdings muss man hier anmerken, dass es einfach zu viele Kinder sind, um sich um einzelne Konflikte zu kümmern und die Zeit ist außerdem begrenzt.
Da es natürlich kein fließendes Wasser gibt, muss eine Schüssel mit heißem Wasser und Spülmittel zum Hände waschen ausreichen. Die ersten 10 Kinder haben wohl wirklich saubere Hände danach, ab dann ist das Wasser eine einzige Dreckbrühe. Wer fertig ist, darf sich in der Hütte auf die Bank setzen.

To be continued...

Sponsoringprogramm
6
Okt

Zwei neue Schülerinnen im Sponsoringprogramm

Kemigisha & Dina

Seit 2013 unterstützen wir Kinder und Jugendliche im Heim „New Jerusalem“ in Kampala, Uganda. Die meisten von ihnen sind ehemalige Straßenkinder, andere stammen aus ausgesprochen prekären Familienverhältnissen. Oftmals sind das Rumpffamilien ohne Mutter oder Vater, stattdessen leben die Kinder bei Tanten oder Großmüttern. Die Not ist groß und der zusätzliche Esser bedeutet für die Familie eine erhebliche Belastung. Für solche Kinder ist es dann besser, wenn sie bei Rhona im Heim aufwachsen, eine Schulbildung erhalten und regelmäßiges Essen bekommen. Unser Sponsoringprogramm hilft dabei.

Rhona und Moses, die das Projekt vor Ort leiten, sind mit der Bitte an uns herangetreten, zwei junge Frauen aus dem Slum in ihrem letzten Schuljahr finanziell zu unterstützen.

Kemigisha und Dinah sind beide in der 12. Klasse und schreiben dieses Jahr ihr Abitur. Bei beiden ist es erstaunlich, dass sie überhaupt so weit gekommen sind. Es ist im Slum alles andere als üblich, eine höhere Schulbildung zu haben bzw. diese anzustreben. Die weiterführende Schule ist teuer. Die Schulgebühren in der Grundschule von Klasse 1 - 7 liegen bei 10 € im Monat. Die weiterführende Schule kostet schon 20 €! Dazu kommen Schuluniform, Hefte, Bücher und Stifte. Wenn man bedenkt, dass eine kleine Hütte im Slum 30 € im Monat Miete kostet, ist Bildung in Uganda extrem teuer! Unser Verein greift genau hier mit dem Sponsoringprogramm.

Sponsoringprogramm
Sponsoringprogramm

Kemigisha lebt mit ihrer Mutter und den drei kleineren Geschwistern im Slum Kisenji. Der Vater hat die Familie verlassen, die Mutter versucht, die Familie mit ihrer Arbeit als Wäscherin über Wasser zu halten. Natürlich ist das sehr schwierig, weil sich kaum jemand im Slum den Luxus einer Wäscherin leisten kann.

Dinahs Eltern haben sich getrennt, als sie noch ein kleines Mädchen war. Da die Mutter arbeiten musste, sind Dinah und ihr Bruder bei der Großmutter aufgewachsen.

Kemigisha und Dinah sind 18 Jahre alt. Neben der familiären Situation ähneln sich auch viele andere Dinge: Es gibt weder regelmäßige Mahlzeiten, noch Strom im Haus. Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitungen sind unter solchen Voraussetzungen extrem schwierig. Beide leben in einer Gegend im Slum, in der Drogen, Alkohol und Gewaltverbrechen an der Tagesordnung sind.

Das Leben hat sich für die zwei verbessert, seit Rhona im Slum ihr Projekt „New Jerusalem“ begonnen hat. Sie sind in der Kirche engagiert, kommen zum Gottesdienst und anschließendem Essen. Für viele Menschen im Slum sind diese drei Mahlzeiten pro Woche, die durch die Kirche ausgegeben werden, extrem wichtig – oft ist es das einzige Essen der ganzen Woche! Auch bei Kemigisha und Dinah ist das manchmal so.

Sie möchten dieses Leben hinter sich lassen. Das geht nur durch Schulbildung.

Sponsoringprogramm
Sponsoringprogramm

Es ist erstaunlich, dass unter diesen widrigen Umständen beide überhaupt so weit gekommen sind. Kemigisha war in der 11. Klasse sogar die Beste von 81 SchülerInnen ihres Jahrganges!
Anfang des Jahres hat unser Vereinsvorstand beschlossen, die beiden jungen Frauen in ihrem letzten Schuljahr zu unterstützen. Sie sollen sich ohne zusätzlichen Stress auf das Abitur im Dezember vorbereiten können. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie ständig von den Lehrern daran erinnert wurden, dass ein Teil des Schulgeldes noch aussteht. Vorbei sind auch die Zeiten, als sie sich nicht die notwendigen neuen Bücher, Hefte und Stifte kaufen konnten.

Die Träume der beiden gehen weiter! Kemigisha will entweder Jura oder Journalismus studieren. Dinah will Fernsehmoderatorin werden. Wir hoffen, dass ihnen unsere Unterstützung hilft, ihre Träume zu verwirklichen.

4x im Jahr informiert – Holen Sie sich unseren Newsletter!

Datenschutz ist uns wichtig. Friends 4 Friends nutzt Ihre Angaben, um Sie hinsichtlich relevanter Inhalte, Produkte und Dienstleistungen zu kontaktieren. Sie können sich jederzeit von jeglicher Kommunikation seitens Friends 4 Friends abmelden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung, welcher Sie hiermit zustimmen.
Holler Box