Streetkids Kampala Archives - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
Straßenkinderhilfe
6
Dez

Spendenaktion für die Strassenkinderhilfe in Uganda

Eine Spendenaktion von Schülerinnen des Stetten-Instituts in Augsburg.

„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ Dieser Spruch ist nichts Neues, das wusste schon der alte Sokrates vor schlappen 2400 Jahren.

Vermutlich hat das damals schon nicht gestimmt, heute jedenfalls auch nicht. Sonst würde folgende Geschichte schon gar keinen Sinn machen:

Unsere 1. Vorsitzende Andy hält bekanntlich Vorträge, auch an Schulen. So im Frühjahr 2016 am Stetten-Institut in Augsburg. Hier gehen geschätzt 1000 Mädchen in die Schule. Die Diskussionen nach so einem Vortrag verlaufen in jeder Schule und in jeder Gruppe anders. Im Stetten-Institut war es wieder anders als überall sonst – es ging in erster Linie um die Straßenkinder von Uganda, warum sie auf der Straße leben, was so ein Leben auf der Straße bedeutet und welche Gefahren es mit sich bringt.

Straßenkinderhilfe
Straßenkinderhilfe

Ganz offensichtlich hat die Thematik die Schülerinnen nicht mehr los gelassen. Die SMV wurde eingeschaltet, die Schulleitung informiert und eine Gruppe „Straßenkinderhilfe Uganda“ gegründet. Um wirklich alle ins Boot zu holen, war Andy dann nochmal im Dezember mit einer Präsentation bei den SMV-Tagen der Schule. Die Spendenaktion konnte beginnen.  Es wurde gesammelt, was das Zeug hält. Spielsachen, Schulhefte, Stifte, Malbücher und vieles mehr. Das alles wurde in drei riesige Kartons verpackt. Wegen der leidigen Zollvorschriften und dem Problem der Schmiergelder gingen die Kartons aber nicht direkt nach Uganda, sondern zu Robinah auf die schwäbische Alb. Wenn sie das nächste Mal in ihre Heimat fliegt, nimmt sie die Sachen mit.

Da soll noch einer sagen, die heute Jugend sei nicht engagiert! Hut ab vor den Mädchen im Stetten-Institut.

Wir freuen uns sehr über eure Hilfe und euer Engagement!

kindergarten
12
Nov

SOK – Neues vom Kindergarten

Und was gibt es Neues vom Kindergarten?

Seit Anfang des Jahres gibt es ihn, den Kindergarten samt Vorschule im Slum Kisenji. Was mit 20 Kindern begann, ist inzwischen bereits ein richtig großer Kindergarten mit derzeit 67 Kindern im Alter von 2 ½ – 6 Jahren. Zwei ausgebildete Erzieherinnen kümmern sich um die Kinder. Bei den kleineren steht natürlich das Spielen im Vordergrund, bei den Älteren ist es die Vorschule mit ABC lernen und Rechenübungen.

Für die Eltern ist der Kindergarten eine große Erleichterung. Manche von ihnen sind berufstätig und/oder können sich nicht um die Kinder kümmern. Immer wieder sieht man Kleinkinder alleine im Slum herumstreunen. Die Gefahr von Missbrauch und Gewalt ist immer da.

Diesen Kindern einen Ort zu bieten, wo sie Kind sein dürfen, betreut werden und eine Tagesstruktur erhalten, das war das Ziel.

Die Eltern leisten einen nominalen Betrag für die Betreuung und das Essen. Die tatsächlichen Kosten können davon allerdings nicht gedeckt werden. Für den Rest kommt derzeit unser Partnerverein „Fokus Leben“ auf.

Wo die Präferenzen der Kinder liegen, sieht man ganz eindeutig. Der große Favorit ist die nagelneue Rutsche!

Kindergarten

Kindergarten Streetkids
3
Jul

K…wie Kindergarten, U…wie Umzug

Ideen werden umgesetzt...

Es gibt News aus dem Projekt "Streetkids of Kampala" in Uganda. Moses ist unser stetiger Überbringer von allem, was vor Ort passiert. Diesmal gibt es ein kurzes Update zu dem Kindergarten, der Teil eines zukünftigen Schulprojekts ist, aber auch zum Umzug des Projekts, der vor Kurzem stattfand.

Kindergarten Streetkids

Kindergarten

Als wir mit dem "New Jerusalem Kindergarten" anfingen, war uns in keinster Weise bewusst, dass wir hier so viel bewegen können - zumindest was die Kinderkirche betrifft. Ich erinnere mich noch an die Schwierigkeiten bei Regen und der starken Hitze, weil es keinen Schutz für die kleinen Besucher gab.
Jetzt bin ich umso glücklicher, da wir die Kirche angemessen restaurieren konnten und somit die Räumlichkeiten von den älteren als auch den jüngeren Kindern genutzt werden können: Das ist der Startschuss für unseren Kindergarten! Nach der offiziellen Eröffnung werden wir im Detail berichten!
 
Kindergarten Streetkids

Projektumzug

Ganz nebenbei erfuhren wir vom Eigentümer, dass es eine Mieterhöhung gegeben hat, die wir uns einfach nicht mehr leisten konnten. Rhona ist für ihre Überzeugungskraft bekannt und versuchte ihn noch umzustimmen (das neue Schuljahr hatte da gerade erst angefangen und wir hatten keinerlei Alternativen parat)  – aber keine Chance. 

Es war wichtig, so schnell als möglich auszuziehen, und so begannen wir gleich mit der Suche nach einer neuen Bleibe..., was sich jedoch als eine sehr langwierige Angelegenheit entpuppte. Wir schalteten auch einen Makler ein, der uns aber leider nur Häuser präsentierte, die genau so teuer und noch dazu weit von der Schule entfernt waren. Das half uns also überhaupt nicht weiter.

Schließlich war das Glück aber doch auf unserer Seite und wir fanden unser neues Zuhause, dessen Eigentümer Pr. Mwebe Gerald ist, auch Besitzer unserer Schule. Ein paar Verhandlungen hier, ein paar Verhandlungen dort, und er willigte ein, an uns zu vermieten. Das Beste an der Sache ist, dass das neue Projekthäuschen sehr nahe an der Schule ist.

Mittlerweile sind wir mit Sack und Pack umgezogen, es stehen nur noch ein paar Renovierungsarbeiten an. 
Letztlich war dieser Umzug die beste Lösung für alle Beteiligten. Gloria, eines der Mädchen im Projekt, meinte zu mir, sie sei so glücklich darüber, wie es jetzt ist und sie hätte sich genau so eine Veränderung gewünscht. Das freut uns natürlich umso mehr!

Projektvorschläge
15
Feb

Streetkids of Kampala – Projektvorschläge, Teil II

Noch mehr Zukunftspläne und Projektvorschläge

Wer glaubt, das war's jetzt schon an Projektvorschlägen, der irrt. Das Streetkids of Kampala Projekt hat viel vor!

Health

Bewusstsein für Gesundheit und Hygiene

Die HIV ∕ AIDS-Prävalenz ist immer noch sehr hoch in unserem Land. Auch die Gebärmutterhalskrebs-Rate ist erschreckend. Aus diesem Grund werden wir für unsere Jugend, aber auch für die ganze Gemeinde, Aufklärungskampagnen durchführen. Wir hoffen dabei eng mit Moureen zusammenarbeiten zu können. Sie wird die Arbeit von Dr. Clemens Mader fortführen.

Medizinische Checkups

Für unsere Kinder soll es zu Hause und in der Kirche alle drei Monate (das ist jeweils am Beginn der nächsten Schulperiode) medizinische Untersuchungen und Behandlungen geben. Das wird uns sehr dabei helfen, die Gesundheit der Kinder aufzubauen und zu erhalten.

Projektvorschläge
Projektvorschläge

Education

Eines unserer Ziele ist es, den Kindern Bildung zu ermöglichen. Durch die Spenden, die wir bekommen, versuchen wir den Schulbedürfnissen der Kinder, der Bedürftigen und der ehemaligen Straßenkinder gerecht zu werden. Dies wird sich 2017 keinesfalls ändern.

Geplante Käufe

Die Kirchengemeinde wächst und die Beschallung in der Kirche bei so vielen Besuchern wird zur Herausforderung. Um eine bessere Ton- und Musikqualität in der Kirche zu schaffen, müssen neue Gerätschaften gekauft und installiert werden. Bis jetzt haben wir lediglich die Mittel zusammen, um die Kirche mit Strom zu versorgen. Um dies zu ändern, planen wir einen großen Spendenaufruf.

Suppenküche

Seit wir die Suppenküche eingerichtet haben, profitieren unsere Kinder wie auch andere Bedürftige von der Essensverteilung während der Messen. Dieses Programm werden wir auch 2017 weiterführen.

Der geneigte Leser sieht - es gibt viel zu tun. Also fangen wir noch heute damit an… und wir werden berichten!

Projektvorschläge
Projektvorschläge
19
Jan

Streetkids of Kampala – Projektvorschläge, Teil I

Zukunftspläne und Projektvorschläge

Vor Kurzem hat Moses uns eine Mail geschickt mit all den Projektvorschlägen und Ideen, die früher oder später im Streetkids of Kampala Projekt umgesetzt werden sollen. Dies wird natürlich einiges an Zeit brauchen, aber das Team von Friends 4 Friends war trotzdem der Ansicht, dass unsere Leser über die Zukunftsgedanken Bescheid wissen sollten:

Frauen-Empowerment Projekt

Wir vom Projektteam vor Ort sind der Überzeugung, dass die Stärkung von Frauen die gesamte Gemeinschaft stärkt. 2017 möchten wir Frauen über diverse Schulungen (Herstellung von Seifen oder Kerzen, Backkurse, etc.) in unserem Projektzentrum dazu bemächtigen, ihr Einkommen zu erhöhen, sodass sie sich um die Grundbedürfnisse zu Hause kümmern können. Wir planen also erfahrene TrainerInnen anzustellen, die ihre Fähigkeiten an die Frauen der Gemeinde weitergeben können. Wichtig ist uns auch, dass diese kleinen Jobs nicht nur ein Einkommen generieren, sondern dass die Frauen das nötige Know-How für die Buchhaltung zu ihrem Kleinunternehmen erlernen.

Obwohl wir uns im Stadtzentrum befinden, ist die Analphabeten-Rate hoch in unserem Umkreis. Statistiken legen nahe, dass Frauen bei Alphabetisierungsprogrammen benachteiligt werden. Deswegen möchten wir obendrein ein Alphabetisierungs-Programm für Erwachsene ins Leben rufen, mit stärkerem Fokus auf die Frauen unserer Gemeinschaft. Diese sollen auch in ihrer Kommunikationsfähigkeit gestärkt werden, sodass sie auf den Märkten ihre Produkte besser verkaufen können.

 

 

Mikrofinanzierung

Sobald die Frauen die Schulung absolviert haben, planen wir als Starthilfe ein Mikrofinanzierungs- und Kreditprogramm, um ihnen damit ermöglichen, Geld anzusparen. All das zielt darauf hin, unsere Gemeinde durch die Stärkung der Frauen, die das Rückgrat der Gesellschaft sind, zu verändern.

Projektvorschläge
Projektvorschläge
Projektvorschläge

Aktivitäten für Kinder

 

Kinderkirche

Kinder sind unser Zugang zur Gemeinde. Wir haben durch kurze Kurse neue Lehrer für die Sonntagsschule ausgebildet. Diese Kurse zur Wertevermittlung sollen weitergeführt und ausgeweitet werden.

Kindergarten und Kinderkrippe

Wir wissen, dass viele Kinder unserer Gemeinde nicht zur Schule gehen, weil ihre Familien das Schulgeld nicht zahlen können. Die einzige Möglichkeit für diese Kinder ist die Sonntagsschule. Zusätzlich wollen wir einen Kindergarten bzw. eine Kinderkrippe errichten, denn somit hätten mehr benachteiligte Kinder in unserer Gegend die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.

Einrichtung einer Bibliothek

 

Bei uns wird oft gesagt: “Wenn du etwas vor einem Ugander verstecken willst, gib es in ein Buch.” Es ist nicht unbedingt so, dass wir nicht lesen wollen, Bücher sind für uns oft zu teuer und daher nicht gut zugänglich. Daher planen wir, eine Bibliothek in unserer Pfarrei zu errichten, um Kindern das Lesen zu ermöglichen und sie auch dazu zu ermutigen. Unser Fokus soll auf Schulbücher für die Grundschule, zweite Schulstufe und High School liegen, aber auch anderes Lesematerial soll zur Verfügung gestellt werden. 

Projektvorschläge

... to be continued...

6
Jan

Neujahrsgrüsse & Dankesworte aus East-Africa

Zum Neuen Jahr wünscht man sich hierzulande einen guten Rutsch und überhäuft alles, was einem lieb ist mit den besten Neujahrsgrüßen und -wünschen. In Uganda ist das nicht viel anders, und so schickte uns Rhona vor wenigen Tagen eine nette Nachricht, die wir an unsere Leser natürlich gerne weitergeben:

Liebe Partner und Freunde,

im Namen der Pfarrei “New Jerusalem Needy People” möchte ich die Möglichkeit nutzen, euch allen für eure Unterstützung im letzten Jahr zu danken. Mit eurer finanziellen Hilfe haben wir es geschafft, nahezu 30.000 Mahlzeiten in der Küche und im Heim auszugeben. Fast 50 unterprivilegierten Kindern konnten wir eine problemlose Schulzeit ermöglichen. Circa 30 Kinder bekamen eine angemessene Unterkunft in unserem Heim. Mehrere Personen konnten medizinisch behandelt werden; allen voran Shemei, der erfolgreich operiert wurde. Auch Sonko Ivan konnte im Krankenhaus erfolgreich behandelt werden und erholte sich wieder.

Des Weiteren haben wir ein Zelt bekommen, um uns während der Messe vor Sonne und Regen zu schützen. Vielen, vielen Dank für all eure Unterstützung. Ohne sie wäre es uns nicht möglich gewesen, all das zu erreichen. Ich wünsche euch allen ein erfolgreiches, glückliches, gesundes Neues Jahr!

Ein spezieller Dank geht an Robinah Leykauf, Irmi, Thomas und alle Mitglieder von fokus leben e.V.; Andrea, Barbara und alle Mitglieder von Friends 4 Friends e.V.; all unsere Partner, Freunde und Sponsoren.

Mit lieben Grüßen aus Kampala von

Rhona.M.Musaazi.  Pastor/Direktor, Pfarre “New Jerusalem.N.P.”

 

Neujahrsgrüße von Rhona

Neujahrsgrüße und Dankesworte kommen noch besser an, wenn sie per Videobotschaft übertragen werden. And here we go:

Straßenkinderprojekt
11
Dez

10 Jahre Strassenkinderprojekt, Teil 2

Happy Birthday!

Das Straßenkinderprojekt feiert und wir waren live dabei!

Barbara ist mittlerweile schon in Nairobi (Kenia), aber den zweiten Teil ihres Erlebnisberichts  von der Jubiläumsfeier im Straßenkinderprojekt in Kampala möchten wir euch trotzdem nicht vorenthalten.

Samstag, 29.10. 2016, 11:50 Uhr:

Moses manövriert sein angeschlagenes Auto über die kaputten und mit Löchern gespickten Pisten im Kisenyi Slum. Man merkt direkt, wie groß der Respekt der Bewohner ihm gegenüber ist. Als Pastor und als Ehemann der Projektleiterin Rhona hat er einen sehr hohen Stellenwert in dieser Gemeinde. Alle an mir vorbeihuschenden Personen sind sehr freundlich und aufgeschlossen, kennen keine Berührungsängste und begrüßen mich mit Handschlägen und High-Five Gesten.

Kisenyi Slum, KampalaDer Weg zur Kirche ist beschwerlich. Mehr als beschwerlich. Schwindlige Holzbretter, die auch schon bessere Tage hatten, dienen als Brücke über tiefe Gräben, in denen grau-grünes, stinkendes Gewässer fließt. Bei jedem Schritt muss man aufpassen, dass man nicht im nächsten Loch versinkt. Geschicklich- und Wendigkeit sind von Vorteil. Manchmal verlaufen die einzig begehbaren Wege so eng an den kleinen Hütten, dass man kaum alleine auf dem Pfad Platz hat und das Gefühl hat, gleich in der Pfütze zu landen.

Die Feierlichkeiten (sprich: die Messe) haben schon begonnen als wir in die kleine, von einem Plastikdach überzogene und übervolle Kirche eintreten. Rhona ist in ihrem Element auf der Bühne und ehe ich es mich versehe, bekomme ich dort einen Ehrenplatz zugewiesen. Einen besseren Überblick über das Geschehen gibt es nicht. Die gesamte Zeremonie ist in Luganda, eine SpracheStraßenkinderprojekt, bei der ich kein einziges Wort auch nur ansatzweise verstehe; ich bin zu 100% auf Moses Übersetzungskünste angewiesen. Dieser sitzt neben mir und gibt sein Bestes! Bei dem von Rhona vorgegebenen Tempo, der überlauten Musik, einem Mischpult, welches das eine oder andere Mal verzückte Töne von sich gibt und einem Raum voller Rauch aus der Küche, wo auf Kohlen das Mittagessen zubereitet wird, ist so ein Übersetzungsjob nicht gerade der Leichteste. Moses hatte immer dann eine Verschnaufpause, wenn ich am fotografieren oder auf der Bühne eine Performance war. Langweilig wird es bei solchen Events soundso nie, es gibt immer viel zu sehen und zu staunen.

Abgesehen von der Powerpoint-Präsentation, die auf ein an der Wand befestigtes weißes Spanntuch projiziert wurde und die zehnjährige Geschichte des Projekts erzählte, gaben Theatergruppen mit Kindern, Chöre, Tänzer und Sänger ihre Talente zum Besten. Bei einem solchen Rückblick darf auch unser Dr. Clemens nicht fehlen, der von Rhona ganz besonders hervorgehoben wird.

 

14:30 Uhr: Lunch time!

Die größte Überraschung war wohl für alle, dass Rhonas Cousine Robinah extra aus Deutschland eingeflogen ist, um bei der Feier ihres Projekts live dabei zu sein.Straßenkinderprojekt Die Gelegenheit kann man sich natürlich nicht entgehen lassen und so quatschen wir bei Matooke, Reis, Fleisch und Bohnensauce wortwörtlich über Gott und die Welt. Das Essen schmeckte super, leider war meine Portion so groß, dass ich sie unmöglich aufessen konnte. Moses meint nur: „Kein Problem, das geben wir einem Kind, das freut sich darüber. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben.“ Und schwupps, war der Plastikteller schon in den Händen eines kleinen Mädchens.

Der zweite Teil der Zeremonie befasst sich mit den Erfolgsgeschichten, von denen es doch einige zu erzählen gibt. Dazu waren alle Ehemaligen, die den Sprung von der Straße in ein geregeltes Leben geschafft haben, eingeladen. Die Power-Point Präsentation zeigt Fotos von ihnen, als sie gerade ins Heim kamen. Das Lachen im Publikum ist groß und wird noch tobender, als sich diese Kinder aus der Menge erheben. In 10 Jahren tut sich halt viel. Buben werden zu Männern und Mädchen werden zu Frauen. Manch einer von diesen ehemaligen Straßenkindern trägt seine persönliche Geschichte vor. Sehr emotionsgeladen sind diese, der eine und andere kann die Tränen nicht zurückhaltenStraßenkinderprojektStraßenkinderprojekt.

Nach gemeinsamen Gebeten mit Rhona und Robinah kommen noch „unsere Schulkids“ zu mir, es gibt ein gemeinsames Gruppenfoto, es wird gelacht, gequatscht und beschlossen, dass man sich in sieben Tagen wieder sieht. Was für ein netter Abschluss von einem so aufregenden Tag.

 

18:30Straßenkinderprojekt Uhr: Aufbruchstimmung

Hastig werden sämtliche Materialien zusammen gepackt, Kartons transportiert, Mischpult abgebaut. Wenn alle zusammen helfen, geht sowas schnell! Ab zum Auto, 10 Leute gehen immer rein. Mit vielen Bildern und Eindrücken im Kopf und Dreck auf meiner weißen Haut, genieße ich die Fahrt durch die geschäftige Großstadt Richtung Unterkunft in Kabalagala. What a wonderful day!

 

Straßenkinderprojekt Happy Birthday
13
Nov

10 Jahre Strassenkinderprojekt, Teil 1

Happy Birthday!

Das Straßenkinderprojekt feiert und wir waren live dabei!

Barbara ist derzeit in Kampala, u.a. um das Projekt zu besuchen und Zukunftspläne gemeinsam mit Rhona und Moses zu schmieden.

Et voilà Teil 1 ihres Erlebnisberichts.

Samstag, 29.10. 2016, 08:00 Uhr:

Der Wecker klingelt, draußen gießt es in Strömen, mein Blick wandert zu dem verkitteten Loch im Dach direkt über mir, wo noch vor wenigen Stunden der Regen auf ein Gesicht getröpfelt hat. Die schwarze Dichtungsmasse, die der Hauswart deswegen draufgepappt hat, scheint zu halten. Der Tag kann also beginnen.

8:03 Uhr:

Der Flugzeugmodus beim Handy wird deaktiviert und schon vibriert das Ding, ein Anruf kommt rein. Moses will sichergehen, dass er mich um 10:00 Uhr von meiner Unterkunft im Stadtteil Kabalagala abholen kann. "Private taxi" sozusagen. Innerlich stelle ich mich also auf 11:00 Uhr ein - wenn ich etwas in Afrika gelernt habe, dann das: Zeit spielt keine Rolle. Bleiben umso mehr Minuten, um mich und meine Kameraausrüstung auf den großen Tag in der Pentecostal Church im Kisenyi Slum vorzubereiten. Rhona und Moses haben tagelang Vorbereitungen getroffen, um das zehnjährige Bestehen der Kirche und des Straßenkinderprojekts gebührend mit der Gemeinde zu feiern. Einen großen Auftrag vom gesamten Vereinsvorstand Friends 4 Friends e.V. habe ich auch bekommen: Möglichst viele bewegende Momente gestochen scharf zu dokumentieren.

Straßenkinderprojekt Happy Birthday
Straßenkinderprojekt Happy Birthday

11:17 Uhr:

Ganz falsch lag ich ja nicht mit der Zeitangabe. Ein bisschen habe ich mich dem African Lifestyle schon angepasst.

Moses steigt grinsend und mit offenen Armen aus dem Auto. Die Begrüßung ist eine afrikanische, sie kommt von ganzem Herzen und es ist für mich, als ob es unser 20. Wiedersehen wäre. Dabei ist es unser erstes Treffen, wir haben immer nur schriftlich kommuniziert.

Die Fahrt geht los. Mitten durch das mit Matatus (Minibus-Taxis) und Boda-Bodas (Motorrad-Taxis) überfüllte und stickige Kampala, damit ich auch gleich noch eine kurze Stadtbesichtigung bekomme. An einem bestimmten Punkt geht es nicht mehr weiter, alles steht und Moses aktiviert die Türverriegelung, lässt die Fenster hoch (es wird noch stickiger im Auto!), schiebt meine Kameraausrüstung unter den Sitz, deutet auf mein Handy, das ich unschuldig in der Hand halte und meint: "In die Hosentasche, sonst ist es weg!" Woraufhin ich natürlich sage: "Die Fenster und Türen sind ja eh schon zu." Moses grinst und entgegnet lachend: "Trotzdem."

Immer schön tun, was einem von einem Einheimischen empfohlen wird. Da macht man selten was falsch.

 

...to be continued...

Mälzerei
4
Sep

Was hat die alte Mälzerei Regensburg mit Friends 4 Friends zu tun?

Auf den ersten Blick natürlich gar nichts. Die Mälzerei ist eine Regensburger Institution - bekannt für alle Arten von Festivitäten vom abgefahrenen Punk über Disco bis hin zu Lesungen; Friends 4 Friends bekanntlich ein Verein, der sich für Projekte in Afrika engagiert.

Berührungspunkte? Null. Eigentlich. Bis vor kurzem eine gewisse Susanne auf Facebook postet, dass die Mälze ein paar Bettbezüge zu verschenken hätte. Die Mälze? Betten?

Wie auch immer, Interessenten gab es einige, aber trotzdem haben wir natürlich fleißig hingeschrieben. UND trara – wir sind nun stolze Besitzer von 50 kunterbunten Bettbezügen! Von wegen, ein paar... Damit machen wir 50 Kinder von Kampala Streetkids in Uganda glücklich, die neue bunte Bettdecken bekommen!

Mälzerei

Wir möchten uns herzlich für das Vertrauen bedanken, das die Mitarbeiter der Mälzerei in uns und unsere Arbeit haben!

P.S. Kopfkissenbezüge und Spannbetttücher können wir nicht brauchen – aber keine Sorge, auch dafür wurde ein Abnehmer gefunden. Diese Bestände gehen an den Tierschutzverein Regensburg!

dr. clemens mader
27
Jul

Friends 4 Friends trauert um Dr. Clemens Mader

Voller Schmerz hat uns die Nachricht vom Tod von Dr. Clemens Mader getroffen. Der Vereinsvorstand von Friends 4 Friends e.V. ist über sein plötzliches Ableben sehr bestürtzt. Es ist schwer zu fassen, da wir mit „unserem Dr. Clemens“ eine große Stütze im Kampala Straßenkids Projekt verloren haben.
Clemens ist jedem mit seinem guten Wesen und seiner offenen Art schnell ans Herz gewachsen. Er war jemand, der seinen Mitmenschen viel Gutes tat und seine Arbeit mit großer Freude machte.

 

Wir werden Clemens vermissen – den Menschen und sein einzigartiges Engagement.

 

dr. clemens mader

Zum Nachlesen: Dr. Clemens & das Straßenkinderprojekt