Streetkids of Kampala, Uganda - Friends 4 Friends e.V. Regensburg

Rhona und die Straßenkinder von Kampala

Uganda
"Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung für diese Welt."
Afrikanisches Sprichwort

Die Hintergründe...

 

Kirchenlieder – gesungen voller Inbrunst. Dazu rhythmisches Klatschen und Trommelwirbel. Der Gottesdienst am Rand der Slums ist nicht zu überhören. Mittendrin findet man Rhona, die Leiterin des Projekts "Streetkids of Kampala" und ihres Zeichens ausgebildete Predigerin.

Sie kümmert sich um Straßenkinder, die in einem Slum im Zentrum von Kampala leben. Hütten haben diese Kinder keine, Eltern meist auch nicht. Bei manchen gab es Alkoholmissbrauch in der Familie, da sind die Kinder lieber gegangen. Andere haben einen Elternteil verloren, der andere hat wieder geheiratet und da waren die Kinder aus der ersten Verbindung schlicht und ergreifend im Weg. Jeder ist beim Gottesdienst willkommen und für Essen ist anschließend auch gesorgt.

Viele der Straßenkinder kommen anfangs vor allem wegen des Essens, das zweimal pro Woche nach dem Gottesdienst in der Suppenküche ausgeteilt wird. Die meisten kommen irgendwann regelmäßig, schon allein wegen des Essens. Rhona versucht - in zahllosen Gesprächen - eine Vertrauensbasis herzustellen.

... zum Projekt

 

Aber auch Fürsorge, Schulbesuch, ein Dach über dem Kopf, eine Familie mit vielen Brüdern sind möglich – wenn das Straßenkind das zulassen kann. Viele von ihnen sind nicht mehr in der Lage, klare Regeln zu akzeptieren und zu befolgen. Es kommt immer wieder vor, dass Kinder dann zurück auf die Straße gehen. Das betrifft vor allem ältere Straßenkinder, die zum Teil schon Jahre auf der Straße gelebt haben. Leichter zu integrieren sind die Jüngeren. Was sind die Regeln? Kein Konsum von Drogen oder Alkohol, ohne Streit wie in einer großen Familie zusammenleben, sich selbst und die Kleidung sauber halten, in die Schule gehen.

 

Wer in der Lage ist, diese Regeln zu befolgen, kann am Projekt teilnehmen – im Boys House New Jerusalem. Was brauchen diese Kinder? Einen Platz zum Schlafen, Essen, Freunde, Sicherheit.

Einmal im Projekt, werden die Träume größer:  Schule, Beruf, Familie – Dinge, die für uns selbstverständlich sind. Dinge, für jeden Menschen auf der ganzen Welt selbstverständlich sein sollten. Sie sind es aber nicht – und schon gleich gar nicht für ein Straßenkind irgendwo in Afrika.