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17
Sep

Bepflanzung des gekauften Grundstücks

Wer sät, der kann auch ernten!

Vor einiger Zeit haben wir über den Besuch von Robinah und den Grundstückskauf in Uganda berichtet. Doch wie ging es eigentlich danach weiter?

Es wurde schon länger nach einem Grundstück in und um Kampala gesucht, um die immer teurer werdenden Grundnahrungsmittel selbst anbauen zu können. Zu Ostern dieses Jahres gelang es Robinah und Rhona gemeinsam ein geeignetes Grundstück zu finden und zu kaufen. Finanziert wurde dieser Kauf durch die Charity-Veranstaltung in Altheim im März sowie durch private Spenden bei Friends 4 Friends und unserem Partnerverein Fokus Leben.

Zur Erinnerung: Das Grundstück liegt etwa 25 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt und ist ca. 12 km² groß.

Mittlerweile wurde das ganze Landstück bereits gerodet, für den Ackerbau vorbereitet und bepflanzt. Es haben sich viele freiwillige Helfer gefunden, die diese Fläche von Gestrüpp befreiten. Moses berichtet uns: "Wir haben uns sehr beeilt mit dem Bepflanzen, um die Arbeit noch vor der Regenzeit im August fertig zu stellen."  Die dazu benötigten Geräte wurden vorerst ausgeliehen.

Auf dem Grundstück wurde auch ein Haus gebaut, welches einerseits als Lagerhaus für die Gartengeräte und andererseits als erstes Klassenzimmer dienen soll. Auf lange Sicht soll auch das Heim der New Jerusalem-Pfarre dorthin umgezogen werden und als Internat deklariert werden. Dadurch kann man jenes Gesetz umgehen, welches Kinder verpflichtet, sich nach drei Jahren in ihre Familien zu reintegrieren. In vielen Fällen sind die Familienverhältnisse nach dieser Zeit immer noch prekär, da die Eltern oft nicht in in der Lage sind für ihre Kinder zu sorgen, sei es aufgrund von Alkoholismus oder anderen Problemen.

 

Zaunbau, Grundstück
Maispflanzen, Grundstück

Was wurde am Grundstück gesetzt?

Zuerst wurden Löcher gegraben und 90 Bananenstauden eingesetzt. Diese brauchen 9-12 Monate bevor sie erstmalig Früchte tragen. Als Nächstes wurden Maniok-Knollen eingegraben, die 6-12 Monate bis zur ersten Ernte brauchen. Zusätzlich wurden Bohnen und Mais gepflanzt, die nur 3-4 Monate zum Wachsen benötigen. Außerdem wurde ein Zaun aus Stacheldraht und Holzpfosten um das ganze Landstück gezogen, um wilde Tiere fern zu halten und die Saat zu schützen.
Doch damit ist die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen. Es muss regelmäßig Unkraut gejätet werden, vor allem während der Regenzeit. Für die weitere Bewirtschaftung des Grundstücks sind eigene (nicht ausgeliehene) Werkzeuge und Geräte von Vorteil. Zusätzliches Saatgut und Pestizide stehen dazu noch zum Kauf an.

Hausbau, Grundstück

Wir bedanken uns nochmals bei all den SpenderInnen, die den Grundstückskauf ermöglicht haben!
Danke auch an die tolle Arbeit des Teams der Streetkids von Kampala und der vielen Freiwilligen!
Wir hoffen auf eine gute Ernte!

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