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27
Okt

Bericht von Volontärin Alina – Teil 1

Alina @ work!

Unsere Volontärin Alina ist seit September in Namibia und arbeitet im Home of Good Hope. Hier sind ihre Erfahrungen bis jetzt ...

„Tempo fluid“ – dieses Sprichwort beschreibt ziemlich genau das, was ich zurzeit durchlebe. Wenn ich auf den Kalender schaue, wird mir bewusst, dass die Hälfte meiner Zeit als Volontärin in Namibia bereits vorüber ist. In den letzten sieben Wochen habe ich viele Dinge erlebt, die alle meine Erwartungen übertroffen haben.

An meinem ersten ,,Arbeitstag‘‘ in der Suppenküche im Township von Windhuk wurde ich von Monica und ihrem gesamten Team, bestehend aus Peacemaker und einigen Helfer/-innen, mehr als herzlich empfangen. Mit den liebevoll verzierten Worten ,,Welcome to HoGH (Home of Good Hope) Alina“ wurde ich in der kleinen Wellblechhütte begrüßt, in der mittlerweile täglich um die 800 Kinder eine warme Mahlzeit, ein Stück Obst und Wasser bekommen. Aber nicht nur das Team, sondern auch die Kinder haben mir den Anfang leicht gemacht, indem viele von ihnen auf mich zuströmten und sich an meine Beine klammerten.

Mein Alltag besteht darin, jeden Morgen ab 9 Uhr zunächst eine Vorschulklasse aus ca. 15 Kindern zu unterrichten und sie auf die erste Klasse vorzubereiten. Das Schuljahr in Namibia beginnt nicht wie in Deutschland im September, sondern im Januar. Bis dahin müssen Grundlagen wie Farben, Formen oder die Zahlen bis 20 vorhanden sein, denn die meisten von ihnen haben nicht Möglichkeit, diese Kenntnisse Zuhause bei ihren Eltern zu entwickeln.

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Basic Education

Für die meisten von ihnen ist es sogar die erste Erfahrung im Bildungsbereich, weshalb die Kinder sich vor allem auch an ein strukturiertes und konzentriertes Lern- und Sozialverhalten gewöhnen müssen.
Eine weitere Herausforderung im Unterricht mit den Kindern stellt die sprachliche Barriere dar. Zwar ist Englisch die Amtssprache Namibias, dennoch sprechen einige von ihnen nur Afrikaans oder ihre Stammessprachen.

Nach einer Stunde Unterricht gehen wir gemeinsam in die Suppenküche, in der bereits viele Kinder eingetroffen sind. Alle waschen sich zunächst die Hände, bevor sie den Raum der Essensausgabe betreten dürfen. Dann singen alle zusammen verschiedenste Lieder, klatschen, tanzen und beten. Danach werden die ersten Portionen an die Jüngsten verteilt. Anfangs war es schwierig für mich, den hungrigen Kindern nur eine kleine Portion Haferbrei zu geben, denn für viele ist dies die einzige Mahlzeit am Tag. Jedoch muss das Essen noch für zahlreiche weitere Kinder ausreichen. Leider kommt es dennoch immer wieder vor, dass die letzten Schulkinder, die ab 14 Uhr eintreffen, nichts mehr erhalten und deshalb ohne die erhoffte Mahlzeit ihren teilweise sehr langen Heimweg antreten müssen.

Soweit der erste Teil des Erfahrungsberichts unserer Volontärin Alina! Teil zwei folgt in Kürze ...

 

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