Home of Good Hope Archives - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
Zähneputzen-Bürste
30
Mrz

Gesundheitsschulungen: Gesunde Ernährung & Infektionskrankheiten

Wir trotzen den Viren und Bakterien!

Wie schützt man sich vor Ansteckung mit Infektionskrankheiten? Auch dieses sehr aktuelle Thema wurde in Alinas Gesundheitsschulung behandelt…

Zuerst aber noch ein anderes sehr wichtiges Thema. Der Ursprung des Home of Good Hope lag und liegt ja darin, so vielen Kids wie möglich zumindest einmal am Tag eine warme Mahlzeit zu geben. Bei einer teilweise doch sehr limitierten Auswahl an Nahrungsmitteln soll das Thema Gesunde Ernährung trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen - nicht vergessen werden. Alina erzählt:

„Außerdem habe ich zum Thema Gesunde Ernährung zusammen mit den Kindern ein Plakat gestaltet. Dazu habe ich Bildchen von verschiedensten Nahrungsmitteln ausgedruckt und laminiert, welche dann in die Zonen der Ernährungspyramide auf dem Plakat einzuordnen waren und festgeklebt wurden. Da war ich anfangs sehr unsicher, da ich nicht wusste, wie groß das Vorwissen der Kinder in diesem Bereich war. Meistens waren sich alle aber doch sehr schnell einig und lediglich bei dem ein oder anderen Punkt herrschte Diskussions- und Erklärungsbedarf.“

Wie wichtig der Schutz vor Ansteckung ist, sehen wir in der aktuellen Coronakrise. Dazu kommt, dass im Township HIV/Aids und Tuberkulose weit verbreitet sind. Wir können nur hoffen, dass die Kids sich jetzt an Alina und ihre wichtigen Ratschläge erinnern:

„Mit meiner Vorschulklasse - bestehend aus etwa 15 Kindern von fünf bis sieben Jahren - habe ich besprochen, wie man sich vor Krankheiten und Infektionen schützen kann oder zumindest das Ansteckungsrisiko reduziert. Dabei bin ich auf ganz grundlegende Dinge wie regelmäßiges Händewaschen, Mund bei Husten und Niesen bedecken und vor allem das besonders vorsichtige Umgehen mit offenen Wunden und Blut eingegangen.“

 

 

Ernährungspyramide. Ansteckung durch gesunde Ernährung vermeiden.

Wir hoffen, dass bei den Kids so viele Informationen wie möglich in tägliche Praxis übergehen.
Vielen Dank dir, Alina, für deinen Einsatz!

 

Markt-Afrika
29
Mrz

Was bedeutet Corona für den afrikanischen Kontinent?

Viren kennen keine Grenzen!

Nein! Jetzt auch noch bei Friends 4 Friends ein Artikel über Corona... Man mag es schon gar nicht mehr hören. Aber man muss. Man muss hinhören. Denn Corona in Afrika ist nicht Corona in Europa.

Hier in Europa sitzen wir nun im Home Office, gehen nur noch raus, wenn es sein muss. Viele von uns haben Einbußen im finanziellen Bereich. Wir sorgen uns, dass wir nicht genügend Intensivbetten haben werden. Wir streiten im Supermarkt um die letzte Rolle Klopapier. Es werden Atemmasken zu irrwitzigen Preisen verkauft.

Wir kaufen aber auch gerne für die 70-jährige Nachbarin mit ein. Wir solidarisieren uns mit den Schwächeren unserer Gesellschaft und zeigen das auch gerne nach außen. Das ist gut so.

Aber wir sind keine Insel – es gibt auch sehr viele Schwächere außerhalb unserer eigenen Gesellschaft.

Schauplatz Afrika

Zum Beispiel Uganda oder Namibia. Wie soll das, vor allem in den Townships, mit Social Distancing klappen, wenn in einer Hütte - in der Größe vergleichbar mit einer deutschen Garage - acht Personen leben? Vom Säugling bis zum Greis versteht sich. Ausgangssperre in diesen Ländern?

Ausgangssperre in Afrika bedeutet, dass die Menschen, die oft sowieso schon kein geregeltes Einkommen haben, nun gar nichts mehr verdienen können. Die wenigsten Menschen können ihren Arbeitsplatz nach Hause verlegen. Sie arbeiten als Tagelöhner, Autowäscher oder als Verkäufer auf dem Markt. Können sie nicht mehr arbeiten, gibt es auch kein Geld. Wir sprechen hier von Menschen ohne ein Guthaben auf der Bank. Wir sprechen von Menschen, die nie ein Bankkonto hatten.

Die meisten Menschen in Afrika gehen zum Einkaufen nicht in den Supermarkt – hier werden Dinge des täglichen Bedarfs auf den lokalen Märkten gekauft. Täglicher Bedarf ist in diesem Falle wörtlich zu verstehen. Ist Geld da, dann wird eingekauft, ist keines da, wird gehungert. Das ist die Realität, auch schon vor Corona. Es kann nicht vorausschauend eingekauft werden, wenn jeder Tag rein finanziell gesehen eine neue Herausforderung ist. Abgesehen vom rein finanziellen Aspekt gibt es in den meisten Haushalten in Slum oder Townships weder Strom noch fließendes Wasser. Eine Bevorratung von Lebensmitteln ist schon aus diesem Grunde nur sehr eingeschränkt möglich.

Utensilien-Hilfspaket
Corona Hampers-Übergabe
Township-Namibia
Weg zur Kirche- Uganda

Krankenversorgung in Afrika

Manche Personen in der westlichen Welt behaupten, dass Corona Afrika nicht besonders treffen wird, mit der Begründung: Es gibt dort ja vor allem junge Menschen. Das ist reichlich kurz gedacht. Auch die jüngere Generation hat Vorerkrankungen. In manchen Slums und Townships liegt die HIV-Rate bei 20%, dazu kommen TBC, Hepatitis und Malaria. Nicht zu vergessen das Prinzip der Großfamilien, die alle unter einem Dach leben. Normalerweise sind die Menschen tagsüber draußen, gehen zur Arbeit oder zur Schule. Nun sollen sie zu Hause bleiben. Den nötigen Abstand zueinander halten, ist weder auf der Straße noch zu Hause möglich. Seniorenheime sind in den meisten Ländern Afrikas unbekannt. Dadurch ist die Ansteckungsgefahr für die Älteren viel höher als bei uns. Zumal es in vielen Haushalten an den einfachsten Dingen fehlt. Ich spreche hier nicht von Desinfektionsmitteln, ich spreche von Seife und Wasser. Ich spreche von mehr als einem Teller für alle, ich spreche von einem Löffel für jede Person im Haushalt.

Die Gesundheitssysteme funktionieren schon teilweise in unseren Breitengraden nicht. Die Systeme in den meisten Ländern Afrikas sind auf eine derartigen Krise gar nicht ausgelegt. Außerdem wachsen die Überlebenschancen in vielen Ländern Afrikas mit dem Kontostand. Die wenigsten Afrikaner haben eine Krankenversicherung und können sich eine Versorgung im Krankenhaus jetzt schon nicht leisten. Auf der anderen Seite gibt es irrwitzig teure Privatkliniken für diejenigen mit einem dicken Bankkonto.

All das mag uns momentan mit unseren eigenen Problemen zweitrangig erscheinen, aber die Coronakrise in Afrika wird zu einer eigenen Krise werden. Durch die zusätzliche Verarmung ganzer Gesellschaften durch die Pandemie werden neue Flüchtlingsströme ausgelöst. Und das betrifft dann wiederum auch die reichen Staaten des Globalen Nordens.

Menschen in Afrika, Indien und Südamerika in dieser Not zu helfen, ist nicht nur unsere Pflicht, sondern auch purer Eigennutz. Viren kennen keine Grenzen. Das Virus ist erst dann wirklich besiegt, wenn es überall auf der Welt verschwunden ist.

Hilfspakete für Uganda und Namibia

Friends 4 Friends möchte auch in dieser Krise über den eigenen Tellerrand schauen. Solidarität zeigen mit den Schwächeren, das sollte nicht nur in unserer eigenen Gesellschaft die Norm sein. Das sollte für alle Menschen auf dem gesamten Planeten gelten.

Wir haben beschlossen, für die ärmsten Familien aus unseren beiden Programmen Hilfspakete vor Ort zusammenstellen zu lassen. Inhalt: Haltbare Nahrungsmittel, Obst, sauberes Wasser, Seife, Desinfektionsmittel. Unsere Partner vor Ort wissen, was nun am nötigsten gebraucht wird.

 

Dafür benötigen wir Hilfe – von jedem einzelnen: für die Schwächsten in Afrika, Kinder, Frauen, Alte und Kranke.

 

 

Zähneputzen-Titelbild
26
Mrz

Gesundheitsschulungen: Hand- & Zahnhygiene

Saubere Hände, blitzende Zähne

Gerade jetzt, wo das Coronavirus weltweit wütet, sollte uns bewusst sein, wie wichtig Basiswissen über Hygiene (Hände und Zähne) und Gesundheit ist…

Könnt ihr euch noch an unsere Volontärin Alina erinnern, die letztes Jahr für drei Monate im Home of Good Hope (HOGH) mitgearbeitet hat? Nach ihrer Rückkehr erzählte sie uns, was sie im Gesundheitsbereich für Schulungen durchgeführt hatte:

Thema: Hände waschen

„Zuerst ging es einmal um die Basics… Hände waschen! Das ist mir natürlich gleich in den ersten Tagen im HOGH aufgefallen. Zwar fand ich es grundsätzlich sehr gut, dass sich alle Kinder vor dem Essen die Hände waschen müssen. Die Umsetzung war jedoch nicht optimal, da zum einen das dafür bereitgestellte Wasser nach den ersten Waschgängen total verdreckt war, aber auch, weil es sich dabei eher um ein kurzes Benässen oder Abkühlen der Hände handelte. Deshalb habe ich einige Blockseifen gekauft und mit den jüngsten Vorschulkindern (ca. 50 Kinder) einen Vormittag lang geübt, wie richtiges Händewaschen funktioniert (Handinnenflächen, Handrücken, zwischen den Fingern, Zeit lassen usw.). Außerdem hat jedes der teilnehmenden Kinder ein Stück Seife mit nach Hause bekommen.“

Zähne putzen

Was uns schon im frühen Kindesalter durch unsere Eltern und später auch in der Schule durch zahlreiche Demonstrationen verinnerlicht wurde, ist das Zähne putzen. Könnt ihr euch noch an das Einfärben eurer Zähne oder der Zähne eurer Kinder erinnern, um die Gründlichkeit des Putzens zu überprüfen? Auch im HOGH - mit der Hilfe von Alina - wird Wert darauf gelegt den Kindern Zahnhygiene zu vermitteln:

Zähne putzen - Becher
Seife zum Hände waschen

„Monica hat wohl vor einiger Zeit schon das Ritual eingeführt, dass sich die Kleinen täglich nach dem Essen in der Suppenküche die Zähne putzen. Dies wurde aber leider nicht mehr gemacht. Im Gespräch mit einem Jungen aus der Suppenküche erfuhr ich dann noch, dass sich einige im Township den Mund lediglich mit Salzwasser ausspülen und nicht wirklich Erfahrungen mit Zahnhygiene haben. Deshalb wollte ich das Zähneputzen vor Ort wieder zur Gewohnheit machen.
Ich habe für (fast) alle Kinder, die vor 12 Uhr in der Suppenküche essen, Zahnbürsten organisiert und mit ihrem Namen beschriftet, um dann täglich mit ihnen zusammen die Zähne zu putzen. Das war mit der großen Anzahl an Kindern meistens etwas chaotisch, aber bestimmt sinnvoll. Die Zahnbürsten wurden nur teilweise neu gekauft. Auf Anraten Monicas habe ich auch die alten, schon benutzten Zahnbürsten, die noch in der Suppenküche in einer Box verstaut waren, in abgekochtem Salzwasser gereinigt und neu verteilt. Ich habe auch überlegt, den Kindern ihre Zahnbürsten mit nach Hause zu geben. Allerdings hatte ich Bedenken, ob sie dort die tägliche Mundhygiene konsequent weiterführen. Natürlich gab es auch beim Zähne putzen zuerst einen Crashkurs, wie das ganze auszusehen hat, sodass keine Stellen vergessen werden.“

 

Doch das war noch nicht alles.
Was Alina noch für Schulungen im Bereich Gesundheit durchgeführt hat, darüber wird im nächsten News-Artikel berichtet…

 

Streichelzoo+Gruppe
15
Jan

Alina in Katutura: Ein Schlussbericht, Teil 2

Staunende & strahlende Kinderaugen

Eindrücke, die man im Township von Katutura sammelt, bleiben unvergessen. Hier der zweite Teil von Alinas Schlussbericht.

Und nach so viel Herzlichkeit wollte ich natürlich zumindest ein bisschen etwas zurückgeben, dafür war ich schließlich auch hier.
In meinem letzten Bericht habe ich bereits erzählt, dass ich täglich eine eigene Vorschulklasse unterrichtet habe, welche im Januar in die Grundschule startet. Da werde ich natürlich ganz besonders an jeden einzelnen denken und die Daumen drücken, dass das ABC und die Zahlen bis dahin noch sitzen. Zu Hause haben sie nämlich leider nicht die Möglichkeit zu üben, so kann das ein oder andere nach zwei Monaten Weihnachts- und Sommerferien schon einmal vergessen werden.

Als Belohnung für die fleißige Arbeit während des Unterrichts haben wir gemeinsam einen Ausflug zum Streichelzoo gemacht. Für die Kinder ein ganz besonderer Tag, sie kamen frisch gewaschen, mit sauberer Kleidung und sogar (fast) alle pünktlich. Es ist keine Selbstverständlichkeit aus dem Township in Katutura mal rauszukommen. Mit einem gemieteten Minibus starteten wir unseren Tag in Richtung Streichelzoo. Das erste Highlight, denn für manche Kinder war dies die erste Autofahrt ihres Lebens. Demnach kamen sie aus dem schauen und staunen gar nicht mehr raus. Dort angekommen ging es weiter mit Tieren füttern und beobachten. Absoluter Hingucker für alle: der wunderschöne Pfau. Danach konnten sich die Kinder am Spielplatz und im Bällebad austoben, während ich Sandwiches und Snacks als Stärkung vorbereitete.
Mit einigen Schulkindern, welchen ich gemeinsam mit zwei anderen Volontären häufig Nachhilfeunterricht vor allem in Mathe gegeben hatte, ging es eines Tages ins Schwimmbad. Auch da hatten alle sehr viel Spaß. Außerdem bauten wir Volontäre ein kleines Klettergerüst aus alten Reifen hinter der Suppenküche für die Kinder zum Spielen.

Ausflug nach Penduka

Kurz vor meiner Abreise organisierte ich noch einen etwas größeren Ausflug. Ich wollte mit den Kindern in Penduka zelten. Penduka bedeutet "Wacht auf" und ist ein ganz besonderer Ort in Katutura. Dieser liegt direkt an einem Staudamm, wodurch alles in einem saftigen grün erscheint und die Trockenheit Namibias für einen
Augenblick vergessen wird. Penduka ist außerdem ein Sozialunternehmen, das benachteiligten Frauen Entwicklungsmöglichkeiten und Ausbildungen in verschiedenen Bereichen bietet.

 

Schubkarrenlaufen
Streichelzoo-Snacks in Katutura

Eine spezielle Bedeutung hat dieser Ort auch für Monicas Suppenküche, denn hier wird das Essen zubereitet. Als ich dort einmal geholfen habe, war ich, als ich um 7 Uhr morgens eintrudelte, im Übrigen baff. Ich hatte eine Gruppe aus mindestens acht Leuten erwartet, doch es waren lediglich zwei, darunter Monicas Sohn Greg, die jeden Tag eine frische Soße aus Gemüse und Fleisch oder Fisch mit Maisbrei oder Reis für 800 Kinder kochen. Anschließend werden die vollen Töpfe von Peacemaker, ebenfalls ein Sohn von Monica, abgeholt und nach Goreangab gebracht. Peacemaker erledigt übrigens auch den Einkauf und besorgt wöchentlich alle nötigen Zutaten. Dabei wird auf gute Qualität der Produkte geachtet.

Aber zurück zu meinem Ausflug. Aus zelten wurde schließlich eine Übernachtung in den dortigen Ferienhäusern, die eigentlich von Touristen genutzt werden. Aber die nette Dame hatte (Dank Monicas Verhandlungskünsten) für die Kinder aus Goreangab einen guten Preis angeboten. Für insgesamt 25 Mädchen und Jungen zwischen sieben und 15 Jahren, die Monica ausgesucht hatte, haben wir verschiedenste Spiele vorbereitet. Von Eierlaufen, Äpfel schnappen und Schubkarrenrennen, über Dosenwerfen bis hin zu Twister war für jeden etwas dabei. Zwischendurch wurde immer wieder gesungen und getanzt. Abends haben wir Würstchen gegrillt und die mitgebrachten Salate gegessen, ehe wir es uns am Lagerfeuer mit Marshmallows gemütlich gemacht haben. Ein Höhepunkt für die Kinder war mit Sicherheit auch die warme Dusche vor dem Schlafengehen und ein gemütliches Bett mit genug Platz, denn auch davon können viele von ihnen zu Hause nur träumen. Diese zwei Tage werden wohl nicht nur die Kinder, sondern auch ich nie wieder vergessen.

Rückkehr nach Hause

Ein perfekter Abschluss kurz vor meiner Heimreise. Mitte Dezember bin ich wieder am Flughafen in München gelandet. Meine Familie und Freunde waren also schon voll in Weihnachtsstimmung, aber für mich war das, um ehrlich zu sein nicht gerade die beste Zeit, um nach Hause zurückzukommen. Als wäre der Kulturschock nicht ohnehin schon groß genug, wird man mit gut gemeinten Fragen wie was es denn dieses Jahr an Heiligabend zu Essen geben soll oder welche Geschenke man gerne hätte, gequält. Lappalien, über die namibische Mädchen und Jungen in meinem Alter nicht nachdenken. Richtig angekommen bin ich jetzt wohl immer noch nicht. Mit meinen Gedanken bin ich noch sehr häufig in Namibia und verarbeite alle Erfahrungen und Eindrücke. Allerdings bin ich mir sicher, dass es mich früher oder später wieder dorthin verschlägt.

 

Vielen Dank noch einmal für alles Alina! Die Kids in Namibia werden sich garantiert sehr gerne an die Zeit mit dir erinnern!
Und sie würden sich sicher auf eine Wiedersehen mit dir freuen!

 

Alina+Kids
2
Jan

Alina in Katutura: Ein Schlussbericht, Teil 1

Erwartungen vs. Realität in Katutura

Alina ist mittlerweile wieder zurück in Deutschland. Hier ihre abschließenden Gedanken zu ihren Erlebnissen in Katutura...

Heute möchte ich rückblickend über meinen dreimonatigen Aufenthalt in Namibia berichten, der mich sicherlich sehr geprägt und weiterentwickelt hat.
Vor meiner Reise wusste ich nicht wirklich viel darüber, was mich in Namibia erwarten wird. Ich wusste, dass ich drei Monate in einer Suppenküche mithelfen werde, in der hunderte Kinder, viele HIV- positiv, täglich eine warme Mahlzeit bekommen. Ich wusste, dass ich im Armenviertel Katutura leben werde, das übersetzt Ort, an dem wir nicht leben wollen, bedeutet. Und ich wusste, dass ich erstmal auf mich allein gestellt sein werde. Dementsprechend war ich vor meiner Abreise etwas nervös.

Jetzt kann ich jedoch sagen, dass Monica’s soupkitchen alles andere als nur eine Suppenküche ist. Für viele Kinder ist diese Wellblechhütte in Goreangab ein Ort, an dem sie nicht nur täglich essen bekommen, sondern auch spielen, lernen und einfach Kind sein können. Die Helferinnen teilen oft Malsachen, Murmeln, Bälle oder Springseile aus, womit sich die Kinder ihre Zeit vertreiben. Teure Spielsachen sind da gar nicht nötig. Außerdem achten Monica und ihre Helferinnen sehr auf das Wohlergehen und die Gesundheit der Kinder. So wird ein Kind im Falle einer Verletzung sofort nach Regeln der Erste Hilfe verarztet.

Aber nicht nur bei kleineren Spieleunfällen, sondern auch bei größeren Problemen wird nicht weggesehen. Vor allem Monica kennt die familiären Hintergründe sämtlicher Kinder und sorgt im Falle einer HIV Erkrankung dafür, dass die Betroffenen die nötige Behandlung und Medikamente erhalten. Regelmäßig werden den Kindern und
Jugendlichen auch die Haare gewaschen oder Finger- und Fußnägel geschnitten, falls dies zu Hause nicht geschieht. Aber auch Sachspenden wie Schuhe oder Unterwäsche werden immer wieder verteilt. Doch Körperhygiene ist lange nicht das einzige, woran es den Kindern in Goreangab fehlt. Vielmehr sehnen sie sich nach Wertschätzung, Zuneigung und Liebe und gerade das wird ihnen in der Suppenküche gegeben.

Reifen-HOGH in Katutura
Alina und Kind in Katutura

Du bist nicht auf dich allein gestellt!

Diese Erwartung wurde also schon einmal weitaus übertroffen. Auch bin ich im Nachhinein sehr froh, mich dazu entschlossen zu haben, im Township Katutura zu wohnen. Natürlich hätte ich mich auch in einem Hostel in Windhoek City einnisten können, was sicherlich einiges vereinfacht hätte, aber ich habe dort so viele Menschen kennengelernt, die in diesem Viertel aufgewachsen sind und mir so freundlich und offen gegenübergetreten sind, wie man es aus Deutschland nicht kennt. So wurde ich beispielsweise zu Grillfesten, sogenannten Braais eingeladen, besuchte gemeinsam Gottesdienste der verschiedenen Stämme Namibias und tanzte auf einer traditionellen Hochzeit des Stammes Damara.

Auch die Sorge, dass ich auf mich allein gestellt bin, war schnell vergessen - nämlich nach meinem ersten Besuch in der Suppenküche.
An diesem Tag wurde ich von dutzenden strahlenden Kindern umarmt und die Helferinnen dort hatten von Beginn an immer ein offenes Ohr für sämtliche Anliegen meinerseits und unterstützen mich soweit es ging. Charmaine, eine Helferin, die mir besonders ans Herz gewachsen ist, sagte in meiner ersten Woche sogar zu mir: ,,Alina, tell your Mom that she doesn’t need to worry because you also have a Namibian Mom here‘‘. Da fühlt man sich natürlich gleich willkommen und alles andere als alleine.

 

Soweit Alinas Beobachtungen, im zweiten Teil erzählt sie von kleinen und großen Überraschungen für die Kids!

 

10
Nov

Erfahrungsbericht von Alina – Teil 2

Zähne putzen leicht gemacht!

Im ersten Teil von Alinas Erfahrungsbericht hat sie uns vom Unterricht für die Vorschüler und von der Essensausgabe in der Suppenküche erzählt. Hier folgt der zweite Teil zum Thema Hygiene...

Viele der Kinder bleiben auch vor oder nach dem Essen noch zum Spielen in der Suppenküche. Für mich ist das meistens die schönste Zeit des Tages, da die Kinder dabei voller Energie und Freude sind und ich merke, wie sich die Mädchen und Jungen an kleinen Dingen erfreuen. Die Kinder toben herum, wir springen Seil, machen Seifenblasen oder es wird gekuschelt. Manchmal bereite ich kleine Spiele wie Dosenwerfen oder Stopptanzen vor, was von den Kindern mit großer Begeisterung angenommen wird.

Seit der letzten Woche habe ich mich auf das Thema Gesundheit und Hygiene fixiert und kleine Workshops vorbereitet, um den Kindern in diesem sehr wichtigen Bereich mehr Wissen mit auf den Weg zu geben. Im Zuge dessen haben wir beispielsweise gemeinsam ein Plakat zum Thema Ernährung gestaltet sowie die Zähne geputzt, wozu jedes der teilnehmenden Kinder eine eigene Zahnbürste bekommen hat. Ich habe den Kindern viele Grundlagen der Zahnhygiene erklärt, da viele von ihnen bisher lediglich die Zähne mit Salzwasser gereinigt haben.

Erfahrungsbericht-Alina-Hände waschen
Erfahrungsbericht Alina Zähne putzen

Die Wasserversorgung in Goreangab ist nicht selbstverständlich und funktioniert durch vereinzelte, öffentliche Wasserstationen. Für die nächsten Wochen habe ich noch einige weitere Projekte geplant, unter anderem einen Erste-Hilfe Crashkurs und Computerunterricht für die Älteren.

Fazit

Insgesamt kann ich festhalten, dass die Arbeit in dem Projekt viele spannende Erfahrungen mit sich bringt und ich mich sehr wohl fühle. Eines der Dinge, die mich von meinem ersten Tag an am meisten begeistert haben, ist die Lebensfreude, die alle trotz ihrer für uns schwierigen Lebensumstände zeigen. Alles in allem kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, die Möglichkeit zu haben, im Rahmen von Friends 4 Friends in Monica’s Soupkitchen mitzuwirken. Ich freue mich auf meine noch verbleibende Zeit im Home of Good Hope.

Vielen Dank Alina für dein Engagement und deine Zuverlässigkeit! Wir können uns keine bessere Volontärin wünschen!

 

volontärin-alina-welcome
27
Okt

Bericht von Volontärin Alina – Teil 1

Alina @ work!

Unsere Volontärin Alina ist seit September in Namibia und arbeitet im Home of Good Hope. Hier sind ihre Erfahrungen bis jetzt ...

„Tempo fluid“ – dieses Sprichwort beschreibt ziemlich genau das, was ich zurzeit durchlebe. Wenn ich auf den Kalender schaue, wird mir bewusst, dass die Hälfte meiner Zeit als Volontärin in Namibia bereits vorüber ist. In den letzten sieben Wochen habe ich viele Dinge erlebt, die alle meine Erwartungen übertroffen haben.

An meinem ersten ,,Arbeitstag‘‘ in der Suppenküche im Township von Windhuk wurde ich von Monica und ihrem gesamten Team, bestehend aus Peacemaker und einigen Helfer/-innen, mehr als herzlich empfangen. Mit den liebevoll verzierten Worten ,,Welcome to HoGH (Home of Good Hope) Alina“ wurde ich in der kleinen Wellblechhütte begrüßt, in der mittlerweile täglich um die 800 Kinder eine warme Mahlzeit, ein Stück Obst und Wasser bekommen. Aber nicht nur das Team, sondern auch die Kinder haben mir den Anfang leicht gemacht, indem viele von ihnen auf mich zuströmten und sich an meine Beine klammerten.

Mein Alltag besteht darin, jeden Morgen ab 9 Uhr zunächst eine Vorschulklasse aus ca. 15 Kindern zu unterrichten und sie auf die erste Klasse vorzubereiten. Das Schuljahr in Namibia beginnt nicht wie in Deutschland im September, sondern im Januar. Bis dahin müssen Grundlagen wie Farben, Formen oder die Zahlen bis 20 vorhanden sein, denn die meisten von ihnen haben nicht Möglichkeit, diese Kenntnisse Zuhause bei ihren Eltern zu entwickeln.

Volontärin-Unterricht-1
Volontärin-Unterricht-3

Basic Education

Für die meisten von ihnen ist es sogar die erste Erfahrung im Bildungsbereich, weshalb die Kinder sich vor allem auch an ein strukturiertes und konzentriertes Lern- und Sozialverhalten gewöhnen müssen.
Eine weitere Herausforderung im Unterricht mit den Kindern stellt die sprachliche Barriere dar. Zwar ist Englisch die Amtssprache Namibias, dennoch sprechen einige von ihnen nur Afrikaans oder ihre Stammessprachen.

Nach einer Stunde Unterricht gehen wir gemeinsam in die Suppenküche, in der bereits viele Kinder eingetroffen sind. Alle waschen sich zunächst die Hände, bevor sie den Raum der Essensausgabe betreten dürfen. Dann singen alle zusammen verschiedenste Lieder, klatschen, tanzen und beten. Danach werden die ersten Portionen an die Jüngsten verteilt. Anfangs war es schwierig für mich, den hungrigen Kindern nur eine kleine Portion Haferbrei zu geben, denn für viele ist dies die einzige Mahlzeit am Tag. Jedoch muss das Essen noch für zahlreiche weitere Kinder ausreichen. Leider kommt es dennoch immer wieder vor, dass die letzten Schulkinder, die ab 14 Uhr eintreffen, nichts mehr erhalten und deshalb ohne die erhoffte Mahlzeit ihren teilweise sehr langen Heimweg antreten müssen.

Soweit der erste Teil des Erfahrungsberichts unserer Volontärin Alina! Teil zwei folgt in Kürze ...

 

21
Aug

Mein Besuch im Home of Good Hope

Bericht von Kathi

Diesen Sommer hatte ich die Gelegenheit endlich einmal persönlich die Suppenküche zu besuchen, von der mir meine liebe Reisebegleitung Barbara im Vorfeld schon so viel erzählt hatte. An mehreren Tagen zu Beginn und am Ende unserer Reise planten wir einige Stunden im Township von Windhoek ein – ein objektiv wohl eher wenig touristischer und attraktiver Ort, dennoch sollten mich diese Tage noch länger beschäftigen und auf eine emotionale Reise schicken. Emotionen sind oft schwer in Wort zu fassen, einzelne Eindrücke und Momente aus diesen Tagen sollen euch einen Ausschnitt meiner Gefühle zeigen...

Freude...

Zunächst einmal spürte ich Freude, als wir ankamen und die Mitarbeitenden uns äußerst herzlich und offen begrüßten; oder als einige Kinder uns so unvoreingenommen und liebevoll umarmten, wie es nur Kinder tun können; oder als ich die Dankbarkeit der Kinder wahrnahm, dass sie hier so willkommen sind; oder als ich die fröhlichen Lieder hörte, die am Vormittag gemeinsam mit Monica gesungen werden; die Freude beim Singen, Tanzen und Lachen der Kinder war ehrlich und irgendwie besonders an diesem Ort. Freude und Gastfreundschaft waren hier in der Suppenküche sehr präsent, das Engagement und die Herzlichkeit von Monica und ihrem Team ist unglaublich!

Da war aber auch Demut (ein pathetischer Begriff, aber er trifft es am besten), die ich beim  Ausgeben des Essens wahrnahm. Alle Kinder kannten den Ablauf: Hände waschen, anstellen, essen, danach das Geschirr zum Abwasch bringen und sich bedanken. Und anders als ich es zuhause bei einer so großen Gruppe von Kindern und Jugendlichen erwarten würde: Die oft nur sehr knapp bemessenen Portionen wurden mit großer Dankbarkeit entgegengenommen, es gab kaum Gerangel, kein Jammern über Wartezeit oder zu kleine Portionen, keine Streitereien um einen Nachschlag. Beeindruckt hat mich auch die Fairness und Umsichtigkeit der Kinder: Ein älterer Junge machte mich zB. darauf aufmerksam, dass ich ein kleines Mädchen bei der Ausgabe übersehen habe, da ich kurz abgelenkt war; oder ein anderer Junge tauschte seine etwas größere geratene Essensportion von sich aus gegen eine kleinere, denn er wusste, dass die großen Portionen für die älteren Schulkinder bestimmt waren.

Besuch Suppenküche
... Traurigkeit

Ich spürte immer wieder auch eine gewisse Traurigkeit, als ich mir über die Lebensumstände dieser Kinder Gedanken machte und mich fragte, wie ein solches Leben in einem Township wohl aussehen mag; oder als ich die kaputten, zerschlissenen Kleidungsstücke und Schulrucksäcke vieler Kinder bemerkte, die bei uns nicht einmal mehr in der Altkleidersammlung landen würden. Die sicherlich auch oft kaputten Familienverhältnisse kann ich nur erahnen. Die meist so unsichtbaren Privilegien meines Lebens wurden für mich hier ein Stück weit sichtbarer und haben mich nachdenklich gestimmt.

Besuch Suppenküche

Vor wenigen Tagen habe ich bei einem Theaterfestival folgende Geschichte des israelischen Schriftstellers Amos Oz gehört, die ich zum Abschluss noch erzählen muss:

Stell dir vor, es bricht in einem Haus ein Feuer aus, das sehr schnell um sich greift. Als Zeuge einer solch großen Katastrophe kannst du auf drei verschiedene Arten reagieren: 1. Du kannst um dein Leben rennen und diejenigen, die nicht rennen können, ihrem Schicksal überlassen. 2. Du kannst der Redaktion deiner Zeitung einen wütenden Brief schreiben und fordern, dass diejenigen, die für die Brandsicherung verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden; oder alternativ könntest du vielleicht eine Demonstration für bessere Brandsicherheitsbestimmungen organisieren. 3. Du könntest aber auch versuchen, das Feuer mit einem Eimer Wasser zu löschen. Und wenn du keinen Eimer hast, nimmst du ein Glas. Und wenn du kein Glas hast, nimmst du einen Teelöffel. Jeder hat einen Teelöffel. (zitiert nach http://www.theelepeltje.nl)

 

Ja, wir Menschen können als Einzelne den „Großbränden“ dieser Welt oft nur Schritt für Schritt begegnen, ein Teelöffel ist dennoch ein Anfang. Im Hope of Good Hope sind es die vielen Suppenlöffel, die täglich einen entscheidenden Unterschied machen können.

 

Besuch Suppenküche
30
Jun

Neue Patenschaft für das HoGH

Ein Volontariat mit Patenschaft aus Leidenschaft!

Es kommt immer wieder mal vor, dass Personen an uns herantreten und gerne als Volontäre in einem unserer Projekte mitarbeiten möchten. Manche für ein paar Wochen, manche sogar für mehrere Monate. Doch Alina geht sogar noch einen Schritt weiter - sie besucht nicht nur Monica im Home of Good Hope in Namibia, sie möchte auch noch eine Patenschaft dort übernehmen....

Die 21-jährige Alina trat an uns mit der Absicht heran, von September bis Dezember im Home of Good Hope in Namibia mitzuarbeiten. Sie studiert Lehramt für die Grundschule und hat schon einiges an Erfahrung in der Arbeit mit Kindern gesammelt. Außerdem war sie auch schon mehrere Wochen in Peru in einer Kindertagesstätte. Sie wird Monica bei den unterschiedlichsten Arbeiten unterstützen: Essen ausgeben, eventuelle Schulungen zum Thema IT oder Gesundheit organisieren und bei der Hausaufgabenbetreuung helfen.

Im gemeinsamen Gesprächen hat sie erwähnt, dass sie auch gerne eine Patenschaft übernehmen möchte. Da sie ja noch keines der Kinder kennt, hat sie darum gebeten, dass wir gemeinsam mit Monica ein Kind für sie aussuchen. Bald schon wurde eine passende Kandidatin gefunden.

Queen-Preschool-Patenschaft

Dürfen wir vorstellen?

Queen Shikongo ist 7 Jahre alt. Sie hätte eigentlich schon längst die Schule besuchen sollen, aber ihre Eltern haben sich nicht darum gekümmert. Damit Queen endlich in die Schule gehen kann, müssten zuallererst einmal die Einschreibgebühren bezahlt werden. Somit ist es eine Fügung des Schicksals, dass Alina ein Patenkind sucht. Mit Alinas Hilfe kann Queen sich die Schulgebühren, Schuluniformen und Lernunterlagen leisten. Momentan wird eine Vorschule für sie gesucht und ab dem nächsten Jahr kann sie mit der ersten Klasse starten. Sie krabbelt bzw. geht in der Suppenküche ein und aus seit sie ein Jahr alt ist. Sie ist ein kluges Mädchen, ist gut in Mathematik und Englisch und liebt es, Rätsel zu lösen.

Queen-Patenschaft

Queens Eltern leben getrennt. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und ihr Vater verkauft Tombo, ein traditionelles Bier. Ihre ältere Schwester Sarah ist 15 und hat die Schule abgebrochen. Sie hat auch noch zwei Brüder im Alter von 11 und 4 Jahren.

Monica hat Queen inzwischen in der "Sunshine preschool" (Vorschule) eingeschrieben. Auch hier wird zumindest von Montag bis Donnerstag eine Schuluniform benötigt. Ihr Vater wurde damit beauftragt, ihr jeden Morgen eine Jause mitzugeben - eine Selbstverständlichkeit in unseren Augen, aber leider nicht in Katutura.

Vielen Dank an Alina für die großartige Unterstützung!

 

31
Mrz

Besuch aus den Niederlanden

Ein holländischer Einblick...

Unser Name Friends 4 Friends bezieht sich nicht nur auf unsere Freundschaft mit Monica und Peacemaker, das Home of Good Hope wird von einer Gemeinschaft von Vereinen und Stiftungen aus den verschiedensten Ländern unterstützt, so auch von den Niederlanden.

Wir stehen in regem Kontakt mit Maria Vernooij-van der Wal, der Vorsitzenden der niederländischen Home of Good Hope-Stiftung. Sie hat uns folgendes berichtet:

Im Februar haben Diny und Bart Peters im Zuge einer Reise durch Südafrika und Namibia das Home of Good Hope besucht.

Bei ihrem Besuch dort haben sie festgestellt, dass die Kids sich jetzt viel mehr um Sauberkeit, Hygiene und Ordnung bemühen als früher, was wohl vor allem auf die zwei Mitarbeiterinnen Sheila und Charmaine zurückzuführen ist, die sehr achtsam und sorgfältig in diesem Bereich sind.

 

Besuch aus den Niederlanden
Besuch aus den Niederlanden

Das von den Niederländern gesponserte Auto ist immens wichtig. Peacemaker transportiert damit das ganze Essen, Eimer voll Wasser, alle Einkäufe für die Suppenküche und zusätzliches Essen für einzelne arme Familien und man sieht, dass er sehr auf das Auto aufpasst.

Monica hat letztes Jahr ein kleines Zusatzprojekt gegründet, nämlich „Rise and Shine“. Hierbei handelt es sich um ein Nähprojekt, das momentan acht Männer und Frauen beschäftigt. Mit Hilfe dieses Projekts können zwei Probleme auf einmal in Angriff genommen werden. Einerseits sollen somit neue Schuluniformen für die Kids zu erschwinglichen Preisen genäht werden und andererseits werden damit neue Arbeitsstellen geschaffen. Laut Diny und Bart könnte der Standort des Projekts einige Verbesserungsarbeiten vertragen. Das Haus ist zu klein und zu dunkel, man müsste dringend ausbauen.

 

Das Fazit der beiden Besucher:

„Die Suppenküche befindet sich in einem sehr armen Teil des Townships, das Leben scheint hier hoffnungslos. Es herrscht extrem hohe Arbeitslosigkeit und ohne Bildung gibt es keine Zukunft für die Kinder. Erfolgreiches Lernen ist mit einem leeren Magen unmöglich. Es ist also außerordentlich wichtig, was im Home of Good Hope an Pflege, Verköstigung, Bildung und Sport angeboten wird.“

 

Die Kids haben sich sehr über die mitgebrachten Stofftiere gefreut. Besuch aus den Niederlanden

Wir schließen uns an in ihrem Lob für Monica und ihr Team!

 

 

Translate »

4x im Jahr informiert – Holen Sie sich unseren Newsletter!

Datenschutz ist uns wichtig. Friends 4 Friends nutzt Ihre Angaben, um Sie hinsichtlich relevanter Inhalte, Produkte und Dienstleistungen zu kontaktieren. Sie können sich jederzeit von jeglicher Kommunikation seitens Friends 4 Friends abmelden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung, welcher Sie hiermit zustimmen.
Holler Box