News Archives - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
Andy-Briefe
26
Jun

Eine Liebeserklärung an die Brieffreundschaft

Schreib mal wieder!

Eine Ode an die Brieffreundschaft geschrieben von unserer Vereinsvorsitzenden, Andy....

Früher gang und gäbe, heute hat sie eher Seltensheitswert – die gute alte Brieffreundschaft.

Heutzutage verschickt man Neuigkeiten und Nachrichten in Sekundenschnelle. Am Smartphone kann man lesen und schreiben, wann und wo man möchte. Wer denkt da noch an das altmodische „Briefe schreiben“?

Einen Stift und Papier in die Hand zu nehmen ist heute mega-out. Wenn es ganz übel kommt, fühlt man sich auch noch in die Schulzeit zurückversetzt. Schreiben ist anstrengend, es erfordert Konzentration und schnell tut das Handgelenk weh.

 

 

Warum nicht Brieffreundschaft Online?

Warum nicht schnell eine Whatsapp-Nachricht schreiben oder kurz auf Facebook oder Twitter eine Nachricht hinterlassen? Aber ist das wirklich das Gleiche? Kann eine Online-Nachricht mit gefühlt 1000 Emojis so viele Gefühle transportieren wie ein handgeschriebener Brief?

Eine Brieffreundschaft zu pflegen erfordert Geduld – die Post ist lange unterwegs und poppt nicht sofort am Smartphone auf. Für manche mag es genau das sein, was einen „normalen“ Brief so unattraktiv macht – aber es gibt durchaus Gründe, warum genau diese Langsamkeit ihre Berechtigung hat!

 

Clementine-Brieffreundschaft

Viele von uns, die heute Mitte 40 oder 50 Jahre alt sind, hatten zu ihrer Schulzeit eine oder mehrere Brieffreundschaften (in meinem Fall waren es drei – aus Frankreich, England und Japan). Es war immer spannend, wenn einer dieser bunten Umschläge mit völlig fremden kunterbunten Briefmarken ins Haus flatterte. Es war mein Tor zur weiten Welt, das irgendwann sogar darin gipfelte, meine Brieffreunde in real zu treffen – wenn auch „nur“ diejenigen aus Frankreich und England, nicht die aus Japan. Natürlich war die Idee meiner damaligen Lehrer hinter der ganzen Aktion, dass die jeweiligen Sprachen erprobt und geübt werden – aber das war mir damals nicht wichtig, ich wollte wissen, wie meine Freunde in anderen Ländern leben, was ihre Hobbies sind, was sie denken und erleben.

Anna-Brieffreundschaft
Lenja-Brieffreundschaft

Perspektiven aus aller Welt

Dieses Gefühl, über den Tellerrand zu schauen, sich in andere Menschen hineinzudenken und völlig entschleunigt einem Freund / einer Freundin zu schreiben und die Person immer mehr kennenzulernen – das ist auch heute noch unbezahlbar.

Ich freue mich riesig, dass wir immer mehr junge Menschen für Brieffreundschaften mit „unseren“ Schülern aus Uganda, Namibia und Mauretanien begeistern können. Ganz viele schreiben mit der Hand, malen Bilder und geben sich ganz viel Mühe, die Briefe als etwas Besonderes zu gestalten.

Vielleicht ist es gerade diese „altmodische“ Art zu kommunizieren, die anzieht. Ich denke, man sieht mir die Freude an den Briefen an, die nun nach Afrika gehen!

Ich freue mich tatsächlich über jeden einzelnen Brief, weil ich weiß, was diese Briefe beim Empfänger auslösen werden!

 

 

Übergabe Technik Lutz und Andreas Junghans
30
Mrz

Technik-Spende für Uganda

Technik geht auf Reisen

Was tun, wenn das Patenkind in Afrika der Schule entwachsen ist und zu studieren beginnt?

Ein Laptop wäre gut. Zumindest ein Smartphone, damit man im Internet fürs Studium recherchieren kann. Aber woher nehmen, wenn man gerade selbst nichts Passendes in der Schublade hat?

Vor dieser Frage stand vor kurzem unser Vereinsmitglied Lutz. Gar nicht feige, wurde schnell auf Ebay Kleinanzeigen inseriert. Vielleicht würde sich ja auf diese Art und Weise jemand finden, der seine gebrauchte Technik einem guten Zweck zuführen will.

Was ist passiert?

Zuerst einmal einige Zeit gar nichts. Dann kamen die ersten positiven Nachrichten.

Erst ging es los mit den Smartphones – schnell waren zwei Spender gefunden, die gerne bereit waren, die Handys kostenfrei an Lutz bzw. unseren Verein zu übergeben. Natürlich mit der Auflage, dass die Spenden dann auch wirklich nach Afrika gehen (was wir selbstverständlich garantieren!).

 

 

 

Technik von Andreas Junghans
Laptop mit Nachricht

Aber es kam noch besser: Einer der Spender, hat gleich noch persönlich zwei Laptops bei Lutz vorbei gebracht (siehe Titelbild: Lutz Willam links und Spender Andreas Junghans rechts), die er softwaretechnisch von einer Computerfirma hat vorbereiten lassen! So ist sichergestellt, dass dann in Afrika auch wirklich alles funktioniert und definitiv nichts schief gehen kann! Windows 10 wurde installiert, CD mit Aktivierungscode sowie Tasche, Netzteil, Kabel, CD mit Treibern liegen bei, dazu noch eine Anleitung in englischer Sprache. Es wurde wirklich an alles gedacht!

Anfang April gehen die ersten Geräte zusammen mit Ralf, einem Bekannten von Robinah aus der Nähe von Göppingen, auf ihre Reise nach Uganda!

Und falls ihr euch fragt, ob nun genug Laptops und Smartphones beim Projekt sind – nein, wir sind nach wie vor auf der Suche! Gerne und dankbar nehmen wir weitere Geräte an und geben sie Vereinsmitgliedern, Freunden und Bekannten mit auf die Reise zu den Projekten nach Uganda, Namibia und Mauretanien!

VIELEN HERZLICHEN DANK an dieser Stelle an alle genannten und ungenannten Spender sowie an Ralf für das Übernehmen des Transportes von Deutschland nach Uganda!

 

 

Gruppenfoto-Penduka
21
Feb

“Freiwillige” Schulgebühren in Namibia

Über erzwungene Freiwilligkeit und andere Seltsamkeiten

Wer kennt es nicht aus den Erzählungen von Eltern oder Großeltern: im Nachkriegs-Deutschland musste man in die Schule, ins Kino oder in die Tanzschule Holz oder Briketts mitbringen. Zusätzlich zum Eintrittsgeld, versteht sich...

Das ist lange her. Trotzdem gibt es dieses System, dass man für das Funktionieren von öffentlichen Räumen selber zuständig ist, noch immer. Oder wieder. Nicht bei uns, aber in Namibia.

Jedes Jahr im Januar kümmert sich Peacemaker, unser Education Manager in Namibia, um die Schulgebühren, neue Schuluniformen, Rucksäcke, Hefte, Bücher und Stifte für alle Schüler im Programm.  In Namibia beginnt das neue Schuljahr normalerweise im Januar, Corona-bedingt heuer erst im Februar.

Für Familien, die in Katutura leben, ist der Januar grundsätzlich der schwierigste Monat des ganzen Jahres. Das liegt am Beginn des Schuljahres und den damit verbundenen Kosten. Die Uniform beträgt je nach Schule 25.-€ bis 35.-€. Dazu kommt Schreibmaterial in Höhe von 35.-€. Nicht zu vergessen die Schulgebühren. Diese variieren je nach Schule und Schulstufe. Das sind Beträge zwischen 15.-€ und 65.-€ für das Jahr.

Was ist eine "Freiwillige Schulgebühr"?

Neu ist, dass heuer von fast allen Schulen zusätzlich eine „Contribution Fee“ verlangt wird, meist mit dem Zusatz „Voluntary“. Übersetzt bedeutet das „ Freiwilliger Beitrag“. Natürlich wollten wir wissen, was sich dahinter verbirgt – zumal das mit der Freiwilligkeit so eine Sache ist...
Niemand konnte uns das so genau beantworten. Manche Schulen verlangen einen Beitrag für die Wartung des Schulbusses, andere erklären die Zusatzgebühren mit der Finanzierung von Gebrauchsartikeln für die Schüler. Der Betrag muss bezahlt werden, sonst darf das Kind die Schule nicht besuchen.

 

 

 

Schulgebühren-Gruppenfoto-Gebrauchsartikel
Schulgebühren-Schulgebrauchsartikel

So weit, so gut. Aber dann sei uns die Frage erlaubt, warum zusätzlich zu den Schulgebühren, der Schuluniform und der „Contribution Fee“ jedes Kind am ersten Schultag auch noch Toilettenpapier, Taschentücher und Putzmittel mitbringen muss.

 

Wer kann sich das leisten?

Wir sprechen hier von öffentlichen Schulen, die Kinder in unserem Förderprogramm sind nicht auf superteuren Privatschulen. Also sollte man meinen, dass der Staat für die Kosten von Toilettenpapier und Putzmitteln aufkommt und dass die sowieso schon erhobenen Schulgebühren die Kosten pro Schüler und Schülerin decken.

Wenn wir uns die Beträge anschauen, die von den Schulen verlangt werden, ist das in unseren Augen vielleicht nicht viel Geld. Aber für die Menschen in Katutura ist das ein sehr großer Betrag, der zur Unzeit erhoben wird, wenn die Familien sowieso schon am Limit mit der finanziellen Belastung für ihre Schulkinder sind. Dieses Geld fehlt dann an anderer Stelle, z.B. für Kleidung oder Essen. Manche Familien werden vermutlich nicht alle Kinder in die Schule schicken können.

Dieses Problem haben „unsere“ Schulkinder nicht.
Für unsere Kids wurden die Schulgebühren und Sondergebühren bezahlt und somit steht einem Start ins neue Schuljahr nichts mehr im Weg.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass Schulgebühren insgesamt in den Ländern des Globalen Südens eine Katastrophe für Eltern und Schüler sind. In Namibia wurden sie vor einigen Jahren abgeschafft, dann allerdings wieder eingeführt und nun auch noch durch „Voluntary Contribution Fees“ und Sachleistungen ergänzt!

 

Theaterklub-Gruppe
28
Dez

Theaterklub Namibia

Die Muse küsst auch in der Pandemie!

Alles begann im Dezember 2019, als wir unseren Kids vom Home of Good Hope eine besondere Weihnachtsüberraschung ermöglichen konnten...

Wir lernten Jana Marie Backhaus-Tors kennen und damit die Fun Factory Namibia. Jana und ihre KollegInnen bringen unter anderem als Klinik-Clowns Freude in den manchmal tristen Alltag. Außerdem organisieren sie auch spezielle Weihnachtsshows. Genau damit traten sie in der Suppenküche vom Home of Good Hope vor mindestens 150 begeisterten Kids auf.

Da die Show so gut ankam, haben wir beschlossen, die Kooperation mit Fun Factory Namibia weiter auszubauen und einen Theaterklub für Teenager zu gründen. Ende Januar war es dann soweit: Der Theaterklub wurde initiiert und Christian, unser Jura-Student, wurde zum lokalen Projektmanager ernannt. Die Idee dahinter war und ist es, Teenager zwischen 14 und 18 Jahren aus unterschiedlichsten Milieus zusammen zu bringen und in Kreativität zu vereinen.

Im Februar begann dann der erste Workshop und die 9 teilnehmenden Kids hatten eine Menge Spaß. Ursprünglich war geplant, ein kleines Theaterstück einzustudieren und dann aufzuführen, leider kam Corona dazwischen. Erst im Juni konnten die Proben wieder aufgenommen werden. Nichtsdestotrotz wurde kurzfristig eine Clownshow einstudiert. Ende November war es dann soweit – der große Auftritt. Wie dieser verlief berichtet Jana:

 

 

 

Theaterklub-Auftritt
Theaterklub-Auftritt2
Theaterklub-Vorbereitung

Ein gelungener Abschluss

2020 war ein turbulentes Jahr für uns. Umso schöner war deshalb dieser Nachmittag für die 9 namibischen Highschool-Schüler des Theaterklubs von Friends4Friends & der Fun Factory sowie für die Lehrer und Initiatoren. Nach zahlreichen Änderungen und Unterbrechungen des wöchentlichen Unterrichts durch die Pandemie gelang es uns schließlich doch noch, zumindest eine kleine Show auf die Bühne zu bringen - wenn auch kein komplettes Theaterstück. Die letzten Wochen widmete die Gruppe der Clownerie und wir beschlossen, mit Musik, Seifenblasen und selbstgebastelten Kostümen anderen Kindern aus der Township Katutura eine Freude zu bereiten.

Premiere hatte das Clown-Ensemble vor 50 mindestens genauso aufgeregten Kindern beim Family of Hope Center. Bereits nachdem der erste Clown die Bühne betrat, hörten wir das Publikum kichern und es gab mehrfach anfeuernden Szenenapplaus für die Gruppe. Die Schüler luden die jüngeren Kinder zum Mittanzen und Klatschen ein. Als am Ende das bekannte Lied “Baby-Shark” aus dem großen Lautsprecher ertönte, gab es kein Halten mehr. Alle machten freudig mit! Der Theaterklub schöpfte anschließend noch weiter aus den Erfahrungen des Jahres und plante innerhalb einer Minute hinter dem Vorhang eine Zugabe und erweiterte so die Performance erfolgreich.

Bevor der Taxibus die Schauspieler wieder abholte, genossen es Groß und Klein noch gemeinsam zu spielen und zu toben. Besser hätten wir uns diese Premiere nicht wünschen können.

Vielen Dank an Jana, Melchizedek, Remember und Christian für die Organisation und Leitung der Workshops!

 

Robinah bei SoK
27
Okt

Vorstellung von Fokus Leben

Das Leben im Augenmerk!

Die Vorstellungsrunde unserer Partner geht weiter mit Fokus Leben Altheim, Deutschland...

Friends 4 Friends arbeitet nicht nur in Namibia mit Partnervereinen zusammen, sondern auch in Uganda. Der Verein „Fokus Leben“ hat bereits 2006 begonnen, das Projekt zu unterstützen.

Treibende Kraft hinter diesem Engagement war und ist Robinah (Bild rechts), die seit 1994 in Altheim in der schwäbischen Alb lebt. Ursprünglich kommt sie aus Kampala, Uganda. Der Vorstand von Fokus Leben hat vier Mitglieder. Seit einigen Jahren ist Robinah Makowitzki die erste Vorsitzende. Robinah hat eine familiäre Verbindung zum Projekt – die Leiterin vor Ort, Rhona Mugisha (Bild unten), ist ihre Cousine.

Fokus Leben ist ein caritativ-christlich orientierter Verein, der seine Arbeit an der Nächstenliebe ausrichtet. Alle Mitglieder und assoziierten Helfer arbeiten ehrenamtlich. Gerne arbeitet Fokus Leben aber auch mit laizistischen Vereinen wie Friends 4 Friends zusammen.

Letztendlich zählt für uns alle das Ergebnis: junge Menschen in Afrika von der Straße holen, ihnen ein Dach über dem Kopf, Essen, Schule, Ausbildung, Sicherheit und Perspektive geben.

Tätigkeitsbereiche

Fokus Leben engagiert sich in allen Bereichen von „Kampala Straßenkids“. Das Hauptziel des Vereins ist es, die Leiterin Rhona in den verschiedenen Bereichen des Projektes zu unterstützen.

Dreh und Angelpunkt sind die Gottesdienste mit anschließendem Essen. Diese finden dreimal pro Woche statt. Jedesmal kommen bis zu 250 bedürftige Menschen. Die Ausgabe des Essens ist nicht an den Gottesdienstbesuch gekoppelt – jeder bekommt etwas zu essen.

 

 

 

Rhona
Robinah

2009 kam das Kinderheim dazu, in dem zu Spitzenzeiten knapp 40 Kinder untergebracht waren. Viele dieser Kinder konnten im Laufe der Jahre wieder zu Verwandten ziehen, die meisten gehen heute in die Schule oder machen eine Ausbildung. Fokus Leben kommt für den Löwenanteil der Mietkosten und für Strom und Wasser des Heims auf. Die Angestellten erhalten ein kleines Gehalt und essen auch dort.

Genauso wie Friends 4 Friends sucht Fokus Leben Paten für die Kinder. Zu Beginn waren das vor allem ehemalige Straßenkinder, heute kommen immer mehr Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen dazu. Die Patenschaft soll vermeiden, dass solche Kinder auf der Straße landen.

Seit drei Jahren finanziert Fokus Leben den Kindergarten. Hierher kommen Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Bei den Kleinen steht das Spielen im Vordergrund. Für die Größeren gibt es Unterrichtseinheiten in Rechnen, Lesen und Schreiben. Auf diese Art und Weise werden diese Kinder einen guten Start in der Grundschule haben.

Fokus Leben finanziert auch die beiden Kindergärtnerinnen, die sich um fast 100 Kinder kümmern!

Unsere Zusammenarbeit

Selbstverständlich hilft man sich bei befreundeten Vereinen gegenseitig aus. Es gibt immer wieder gemeinsame Aktionen von Fokus Leben und Friends 4 Friends.

Ganz besonders erfolgreich war die gemeinsame Benefizveranstaltung im März 2019. Grund für diese Aktion war der geplante Kauf eines Grundstückes etwas außerhalb von Kampala.

Knapp 100 Gäste kamen zu Andys Vortrag „TransAfrika“, die „Altheimer Musikanten“ haben gespielt und die Gäste waren ausgesprochen spendabel. 3200.-€ kamen zusammen. Friends 4 Friends hat 3000.-€ beigesteuert, diverse private Spender kamen dazu, und noch im gleichen Jahr konnte das Grundstück gekauft werden.

Starke Partner sind immer gut – die anstehende Arbeit auf mehreren Schultern verteilen, Synergien finden und gemeinsam mit Anderen an der gleichen Sache arbeiten.

 

 

Wir freuen uns, mit so engagierten und herzlichen Menschen zusammen zu arbeiten und vielleicht schaffen wir es ja wirklich einmal, gemeinsam beim Projekt in Uganda zu sein!

 

Maria+Monica-Tafel
30
Sep

Home of Good Hope-Stiftung Niederlande

Gute Hoffnung auf Holländisch

Wir möchten euch heute nach Camos und Aktion Straßenkinder einen weiteren unserer Partner vorstellen, nämlich die Home of Good Hope – Stiftung Niederlande...

Die Home of Good Hope-Stiftung Niederlande besteht aus fünf ehrenamtlichen Mitgliedern und hat ihren Sitz in Gilze-Rijen. Der Bürgermeister der Ortschaft ist ein großer Unterstützer und Botschafter der Stiftung.

Entstehungsgeschichte

Ähnlich wie auch bei Friends-4-Friends entstand die Stiftung durch das Kennenlernen von Monica in Namibia. Schon 2007 wurde Monica bei der Gründung des Home of Good Hope von zwei niederländischen Urlaubsgästen, Dik und Debby van Osch (sie waren damals auf Hochzeitsreise) unterstützt. Sie versuchten, in den Niederlanden über die von ihnen gegründete Kind en Welzijn-Stiftung (Kinder- und Wohlfahrtsstiftung) Spenden zu sammeln. 2011 kam Maria van der Wal als Volontärin in die Suppenküche in Katutura. Das war der Startpunkt der Home of Good Hope-Stiftung mit ihr als Vorsitzende.

 

 

 

Maria+Sportteam
Diny+Bart

Tätigkeitsfelder

Das Hauptziel der Home of Good Hope - Stiftung ist es, Monica und ihr Home of Good Hope in Namibia finanziell dabei zu unterstützen, den Kindern ein tägliches, gesundes, vollwertiges Essen zu ermöglichen.

Im Bereich Bildung werden zwei Nachhilfe-Klassen finanziert, die die Räumlichkeiten der Olof Palme Grundschule benutzen dürfen. Außerdem helfen Maria und ihre Stiftung Kindern bei der Suche und dem Einschreiben in Schulen. Zusätzlich finanzieren sie neue Schuluniformen oder sorgen für deren Reparatur, wenn sie noch gerettet werden können. Regelmäßig besuchen Schüler und Schülerinnen aus niederländischen Krankenpflegeschulen die Suppenküche in Katutura und helfen beim Verteilen des Essens oder führen Hygiene- und Gesundheitsschulungen durch.

Außerdem ermutigt und unterstützt die Stiftung die Kids in Namibia bei der Ausübung verschiedenster Sportarten wie Fußball oder Netball. Es wird zum Beispiel der Transport zum Training bzw. zu den Matches finanziert, damit die Kinder die teilweise sehr langen Strecken nicht laufen müssen.

Über die Facebook-Seite der Stiftung bekommt man regelmäßig Updates.

 

 

 

Auch wenn wir uns nie persönlich getroffen haben, freuen wir uns, mit so engagierten, herzlichen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen.
Vielleicht treffen wir uns ja irgendwann einmal beim Startpunkt unserer gemeinsamen Geschichte, in Monicas Suppenküche!

 

Verteilung-Kübel
31
Mai

Corona Notfallpakete in Uganda

Lockdown in Uganda

Dass Corona keine Grenzen kennt, dürfte nun hinreichend bekannt sein. Hier ein Einblick in die Situation in Uganda und was wir als Friends 4 Friends zur Unterstützung tun konnten...

Notfallpakete zusammengestellt

Jedes Land reagiert anders auf diese Herausforderung. Uganda hat schnell reagiert, die Grenzen geschlossen und eine strenge Ausgangssperre verhängt. Das hat sicher jede Menge Menschenleben vor dem Virus gerettet, dafür tun sich neue Probleme auf. Menschen, die in einem Slum irgendwo in Afrika leben, haben im Normalfall kaum die Möglichkeit, etwas anzusparen. Jeder Schilling, der tagsüber verdient wird, wird am Abend für Nahrungsmittel ausgegeben. Ein kleiner Teil muss zur Seite gelegt werden, man muss ja auch die Miete bezahlen.

Ausgangssperre bedeutet, dass das System kollabiert. Schneller als bei uns, weil die meisten Menschen in Europa ein kleines oder größeres Finanzpolster anlegen konnten. Nicht in einem Slum in Afrika.

Um der größten Not zu begegnen, hat Friends 4 Friends in Uganda Notfallpakete für ein paar der ärmsten Familien im Slum zusammenstellen lassen. Die Ärmsten, das sind alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern und alte Menschen. Die Pakete enthalten Grundnahrungsmittel, Seife und diverse Hygieneartikel.

 

Notfallpakete
Notfallpakete 2
Kajoina-Notfallpakete

Update aus Uganda

Diese Nachricht erreichte uns vor kurzem von der Projektleiterin Rhona aus Uganda:

Wir sind in landesweiter Quarantäne seit dem 18. März. Alle Geschäfte und Betriebe haben zugesperrt außer den Supermärkten, Krankenhäusern und Sicherheitseinrichtungen. Öffentlicher und privater Verkehr stehen still, wie auch Kirchen und Schulen. Eines der Dinge, das uns am meisten Probleme bereitet, ist das Fehlen von Transportmöglichkeiten. Manchmal muss man 5 bis 7 Meilen zu Fuß gehen, um zum Ziel zu kommen. Wenn ich zum Beispiel Geld von der Bank für die Pfarrei brauche, muss ich ungefähr 5 Meilen hinlaufen und die gleiche Strecke dann auch wieder zurück. Um die weitere Verbreitung des Virus zu vermeiden, hat die Regierung die Menschen dazu gezwungen zu Hause zu bleiben. Der Nachteil daran ist, dass ca. 95% der Bevölkerung von der Hand in den Mund lebt. Es ist also eine extrem große Herausforderung für die meisten Menschen hier.

 

Woher bekomme ich Lebensmittel?

Für die meisten Familien ist die Besorgung von Lebensmitteln ein Problem. Die Regierung hat versucht Notfallpakete zu verteilen, aber bis jetzt hat der größte Teil der Bevölkerung seinen Anteil noch nicht erhalten. Leider gibt es viele korrupte Beamte, die die Situation ausnutzen, um sich selbst zu bereichern.

Zwischen 19:00 Uhr abends und 06:00 Uhr morgens haben wir landesweit Ausgangssperre. Dies dient vor allem der Sicherheit. Seit die Menschen so lange Strecken zu Fuß gehen müssen, würden ohne Ausgangssperre leider viele in der Nacht in Gefahr geraten. Bei erhöhter Arbeitslosigkeit steigt leider auch die Kriminalität an.

Zu Beginn der Quarantäne haben Sicherheitskräfte Menschen geschlagen, die gegen die zusätzlichen Verordnungen verstoßen haben. Unser Präsident hat dies aber stark verurteilt, somit passiert das jetzt eher selten. Jetzt müssen die Menschen vor allem mit Geldstrafen rechnen. In den Gegenden, die immer noch öffentlich zugänglich sind, wie zum Beispiel den Märkten, müssen die Hände gewaschen werden und es wird auch Fieber gemessen.

 

Eine Auflockerung in Sicht

Die Regierung hat begonnen die Quarantäne langsam wieder aufzuheben, momentan werden leider nur Autowerkstätten und Metallwerke zusätzlich geöffnet. Wir hatten gehofft, dass zumindest der öffentliche Verkehr wieder in Betrieb genommen werden würde.

 

 

 

Soweit der Bericht von Rhona aus Uganda.
Wir hoffen, dass es bald möglich ist, die Beschränkungen weiter zu lockern und vor allem den öffentlichen Verkehr wieder zu reaktivieren!

 

30
Mai

Artikel über Friends 4 Friends in der Mittelbayerische

Mittelbayern goes Africa!

In der "Mittelbayerische" Ausgabe vom 19.05. ist ein Artikel über Friends 4 Friends zum Thema "Viren haben keine Grenzen" in der Sparte Außenansicht erschienen. Hier zum Nachlesen...

MZ-Außenansicht-Viren haben keine Grenzen

Vielen Dank an alle Beteiligten für die Ermöglichung unseres Beitrags!

huettenbesitzerin+monica
5
Mai

Aktion Straßenkinder: Unser Partnerverein

Ein Verein hilft selten allein!

Aus gegebenem Anlass möchten wir euch einen unserer Partnervereine näher vorstellen: Aktion Straßenkinder e.V.

Der kleine, aber sehr feine Verein Aktion Straßenkinder ist seit über 20 Jahren aktiv in der Unterstützung von Straßenkindern und Sozialwaisen tätig. Und wer unsere Tätigkeitsbereiche kennt, der weiß sofort: Da gibt es thematische Überschneidungen! Hauptaugenmerk liegt auch bei Aktion Straßenkinder auf der Versorgung der Kinder mit täglichen vollwertigen Mahlzeiten. Sowohl die Unterstützung der medizinischen Versorgung als auch die Finanzierung von Schul- und Ausbildung stehen im Zentrum des Vereins.

Finanzierung und Arbeitsweise

Finanziert wird die Arbeit über Geld- und Sachspenden sowie Kinderpatenschaften. Zur Deckung der Betriebs- und Verwaltungskosten des Vereins wurde das in Deutschland einzigartige Konzept des “Charity Stores” entwickelt. Einen kleinen Teil der Sachspenden kann man hier um einen günstigen Preis erstehen. Somit freuen sich auch bedürftige Menschen in Deutschland über einen günstigen Einkauf. Selbst Hilfstransporte mit Sachspenden (Kleidung, medizinisches Equipment, Matratzen oder Spielsachen für Kinder) werden je nach Bedarf vor Ort und finanzieller Lage organisiert. Zu den Ländern, in denen Aktion Straßenkinder tätig ist, zählen die Ukraine, Weißrussland, Moldavien, Rumänien, Haiti, Indien und Namibia.

 

Hüttenbau fast fertig
Hüttenbau Start

Arbeit in Namibia

Somit überschneiden sich unsere Aktionen nicht nur thematisch. Wir teilen uns obendrein eine Verbundenheit mit Monica, der Leiterin vom Home of Good Hope in Namibia. Seit 5 Jahren wirkt Aktion Straßenkinder dort tatkräftig mit und wurde für Monica zu einem langjährigen Partner im Kampf gegen die Armut in Katutura. Über das Projekt „make shacks“ wurden Wellblechhütten für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder errichtet, um ihnen ein neues Zuhause zu schenken. Zum Preis von ca. € 500.-  werden die Hütten nahe Namibias Hauptstadt Windhoek errichtet.
Da es immer wieder zu Räumungen durch die Regierung kommt, ist es von großem Vorteil, dass man die mobilen Wellblechhütten jederzeit abbauen und an einem anderen Ort wieder aufbauen kann.

Aktuelle Unterstützung

Covid-19 hat auch Namibia erfasst! Durch eine sehr großzügige Spende von Aktion Straßenkinder konnten wir vor Kurzem gemeinsam Monica und ihr Team dabei unterstützen, Pakete mit diversen Hygieneartikeln und haltbaren Nahrungsmitteln zusammenzustellen und an bedürftige Familien zu verteilen, um in der Zeit der Ausgangssperre - aufgrund des Coronavirus - gerüstet zu sein.

 

 

Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit an dieser Stelle!
Gemeinsam können wir doppelt so viel Steine aus dem Weg räumen, um den Kindern eine bessere Zukunft zu ebnen.

 

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