News Archives - Friends 4 Friends e.V. Regensburg
21
Aug

Mein Besuch im Home of Good Hope

Bericht von Kathi

Diesen Sommer hatte ich die Gelegenheit endlich einmal persönlich die Suppenküche zu besuchen, von der mir meine liebe Reisebegleitung Barbara im Vorfeld schon so viel erzählt hatte. An mehreren Tagen zu Beginn und am Ende unserer Reise planten wir einige Stunden im Township von Windhoek ein – ein objektiv wohl eher wenig touristischer und attraktiver Ort, dennoch sollten mich diese Tage noch länger beschäftigen und auf eine emotionale Reise schicken. Emotionen sind oft schwer in Wort zu fassen, einzelne Eindrücke und Momente aus diesen Tagen sollen euch einen Ausschnitt meiner Gefühle zeigen...

Freude...

Zunächst einmal spürte ich Freude, als wir ankamen und die Mitarbeitenden uns äußerst herzlich und offen begrüßten; oder als einige Kinder uns so unvoreingenommen und liebevoll umarmten, wie es nur Kinder tun können; oder als ich die Dankbarkeit der Kinder wahrnahm, dass sie hier so willkommen sind; oder als ich die fröhlichen Lieder hörte, die am Vormittag gemeinsam mit Monica gesungen werden; die Freude beim Singen, Tanzen und Lachen der Kinder war ehrlich und irgendwie besonders an diesem Ort. Freude und Gastfreundschaft waren hier in der Suppenküche sehr präsent, das Engagement und die Herzlichkeit von Monica und ihrem Team ist unglaublich!

Da war aber auch Demut (ein pathetischer Begriff, aber er trifft es am besten), die ich beim  Ausgeben des Essens wahrnahm. Alle Kinder kannten den Ablauf: Hände waschen, anstellen, essen, danach das Geschirr zum Abwasch bringen und sich bedanken. Und anders als ich es zuhause bei einer so großen Gruppe von Kindern und Jugendlichen erwarten würde: Die oft nur sehr knapp bemessenen Portionen wurden mit großer Dankbarkeit entgegengenommen, es gab kaum Gerangel, kein Jammern über Wartezeit oder zu kleine Portionen, keine Streitereien um einen Nachschlag. Beeindruckt hat mich auch die Fairness und Umsichtigkeit der Kinder: Ein älterer Junge machte mich zB. darauf aufmerksam, dass ich ein kleines Mädchen bei der Ausgabe übersehen habe, da ich kurz abgelenkt war; oder ein anderer Junge tauschte seine etwas größere geratene Essensportion von sich aus gegen eine kleinere, denn er wusste, dass die großen Portionen für die älteren Schulkinder bestimmt waren.

Besuch Suppenküche
... Traurigkeit

Ich spürte immer wieder auch eine gewisse Traurigkeit, als ich mir über die Lebensumstände dieser Kinder Gedanken machte und mich fragte, wie ein solches Leben in einem Township wohl aussehen mag; oder als ich die kaputten, zerschlissenen Kleidungsstücke und Schulrucksäcke vieler Kinder bemerkte, die bei uns nicht einmal mehr in der Altkleidersammlung landen würden. Die sicherlich auch oft kaputten Familienverhältnisse kann ich nur erahnen. Die meist so unsichtbaren Privilegien meines Lebens wurden für mich hier ein Stück weit sichtbarer und haben mich nachdenklich gestimmt.

Besuch Suppenküche

Vor wenigen Tagen habe ich bei einem Theaterfestival folgende Geschichte des israelischen Schriftstellers Amos Oz gehört, die ich zum Abschluss noch erzählen muss:

Stell dir vor, es bricht in einem Haus ein Feuer aus, das sehr schnell um sich greift. Als Zeuge einer solch großen Katastrophe kannst du auf drei verschiedene Arten reagieren: 1. Du kannst um dein Leben rennen und diejenigen, die nicht rennen können, ihrem Schicksal überlassen. 2. Du kannst der Redaktion deiner Zeitung einen wütenden Brief schreiben und fordern, dass diejenigen, die für die Brandsicherung verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden; oder alternativ könntest du vielleicht eine Demonstration für bessere Brandsicherheitsbestimmungen organisieren. 3. Du könntest aber auch versuchen, das Feuer mit einem Eimer Wasser zu löschen. Und wenn du keinen Eimer hast, nimmst du ein Glas. Und wenn du kein Glas hast, nimmst du einen Teelöffel. Jeder hat einen Teelöffel. (zitiert nach http://www.theelepeltje.nl)

 

Ja, wir Menschen können als Einzelne den „Großbränden“ dieser Welt oft nur Schritt für Schritt begegnen, ein Teelöffel ist dennoch ein Anfang. Im Hope of Good Hope sind es die vielen Suppenlöffel, die täglich einen entscheidenden Unterschied machen können.

 

Besuch Suppenküche
Kajonia Clare Carol
7
Jul

Kajonia’s Augen-OP

Gesunder Blick in die Zukunft!

In letzter Zeit haben wir sehr viel über unsere Bildungs- und Förderungsprogramme gesprochen, jetzt gibt es mal wieder Positives aus dem Bereich Gesundheit zu berichten...

Kajonia Annette ist Mutter von 2 Mädchen. Sie hat schon mit 16 Jahren geheiratet und sehr schnell ihr erstes Kind geboren. Kurz nach der Geburt ihrer zweiten Tochter starb ihr Ehemann und sie musste sich und ihre beiden kleinen Töchter allein über Wasser halten. Das war alles andere als leicht. Deswegen war es ein großes Glück, als sie vor vier Jahren über den Stadtrat einen Job als nächtliche Straßenreinigungskraft bekommen hat. Das Geld hat sie dringend gebraucht, weil die beiden Mädels ins schulpflichtige Alter gekommen sind. Man muss sich das so vorstellen: Eine Hütte im Slum kostet je nach Größe zwischen 25 und 40.-€ im Monat. Ein Kind einen Monat in die Schule zu schicken kostet 10.-€. Es ist ein krasses Missverhältnis, wieviel einfache, formale Bildung in Uganda kostet!

Kajonia leidet an einer vererbten Augenkrankheit - sie kam ohne Iris auf die Welt. Dadurch kann sich die Pupille dem Lichteinfall nicht anpassen, sie bleibt immer gleich groß. Um zu verstehen, dass das in Afrika mit all der Sonne ein Riesenproblem ist, braucht man kein studierter Augenarzt oder Optiker zu sein. Bei Kajonia kamen dann im Laufe der Zeit Folgeerkrankungen dazu. Problematisch war vor allem der graue Star, der ihre Sehfähigkeit nochmal enorm eingeschränkt hat. Der Straßenstaub, mit dem sie bei ihrer Arbeit in Kontakt kam, tat sein Übriges.

Das Problem mit der fehlenden Iris kann niemand beheben. Eine Operation am grauen Star dagegen ist heute auch in Afrika übliche Praxis - allerdings muss der Patient selbst für die Kosten aufkommen und das ist bei einem Straßenkehrerjob in Afrika leider eher nicht möglich.

Also ist unser Verein für die Kosten aufgekommen. Kajonias erstes Auge wurde im August 2018 erfolgreich operiert, jetzt steht das zweite Auge an.

Claire nach OP mit Sonnenbrille

Leider hat Kajonia ihr Augenleiden vererbt. Die ältere Tochter Claire wurde ebenfalls ohne Iris geboren und musste nun im Alter von nur neun Jahren eine Graue-Star-OP über sich ergehen lassen. Bei ihr wurden gleich beide Augen operiert (siehe Foto links, welches Claire nach der OP zeigt). Die einzige Therapieoption ist eine Operation auf beiden Augen.

Kajoyina Abspülen
Was ist inzwischen passiert?

Damit die kleine Familie in Ruhe die Augenproblematik in den Griff bekommt und trotzdem die Schule weiterlaufen kann, haben wir die Töchter Nansamba Claire und Namukinzi Carol im Jänner 2019 in unser Sponsoringprogramm aufgenommen.

Inzwischen arbeitet Kajonia auch nicht mehr in der Straßenreinigung. Sie wohnt im Heim und hilft dort für ein kleines Gehalt beim Kochen und Abspülen. Leider wird sie aufgrund fehlender Bildung wohl keinen besseren Job bekommen können. Die beiden Mädchen werden bessere Chancen haben. Im Gegensatz zur Mutter gehen sie in die Schule, wohnen allerdings bei der Großmutter in der Nähe der Pfarre. Auch kein Idealzustand, da diese ein größeres Alkoholproblem hat und sich nur wenig um die Bildung der Mädchen kümmert.

Aufgrund der restriktiven Politik der ugandischen Regierung ist es derzeit leider nicht möglich, zusätzliche Kinder im Heim aufzunehmen. Immerhin ist durch Rhona und Moses sichergestellt, dass das Schulgeld der Mädels direkt an die Schule geht, somit steht dem geregelten Schulbesuch und einer besseren Zukunft der beiden nichts mehr im Wege.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei all unseren SponsorInnen bedanken!

Ihr habt es ermöglicht, dass zwei Mädchen weiterhin in die Schule gehen können und eine Mutter gesundheitlich wieder in der Lage ist für ihre Töchter zu sorgen!

 

30
Jun

Neue Patenschaft für das HoGH

Ein Volontariat mit Patenschaft aus Leidenschaft!

Es kommt immer wieder mal vor, dass Personen an uns herantreten und gerne als Volontäre in einem unserer Projekte mitarbeiten möchten. Manche für ein paar Wochen, manche sogar für mehrere Monate. Doch Alina geht sogar noch einen Schritt weiter - sie besucht nicht nur Monica im Home of Good Hope in Namibia, sie möchte auch noch eine Patenschaft dort übernehmen....

Die 21-jährige Alina trat an uns mit der Absicht heran, von September bis Dezember im Home of Good Hope in Namibia mitzuarbeiten. Sie studiert Lehramt für die Grundschule und hat schon einiges an Erfahrung in der Arbeit mit Kindern gesammelt. Außerdem war sie auch schon mehrere Wochen in Peru in einer Kindertagesstätte. Sie wird Monica bei den unterschiedlichsten Arbeiten unterstützen: Essen ausgeben, eventuelle Schulungen zum Thema IT oder Gesundheit organisieren und bei der Hausaufgabenbetreuung helfen.

Im gemeinsamen Gesprächen hat sie erwähnt, dass sie auch gerne eine Patenschaft übernehmen möchte. Da sie ja noch keines der Kinder kennt, hat sie darum gebeten, dass wir gemeinsam mit Monica ein Kind für sie aussuchen. Bald schon wurde eine passende Kandidatin gefunden.

Queen-Preschool-Patenschaft

Dürfen wir vorstellen?

Queen Shikongo ist 7 Jahre alt. Sie hätte eigentlich schon längst die Schule besuchen sollen, aber ihre Eltern haben sich nicht darum gekümmert. Damit Queen endlich in die Schule gehen kann, müssten zuallererst einmal die Einschreibgebühren bezahlt werden. Somit ist es eine Fügung des Schicksals, dass Alina ein Patenkind sucht. Mit Alinas Hilfe kann Queen sich die Schulgebühren, Schuluniformen und Lernunterlagen leisten. Momentan wird eine Vorschule für sie gesucht und ab dem nächsten Jahr kann sie mit der ersten Klasse starten. Sie krabbelt bzw. geht in der Suppenküche ein und aus seit sie ein Jahr alt ist. Sie ist ein kluges Mädchen, ist gut in Mathematik und Englisch und liebt es, Rätsel zu lösen.

Queen-Patenschaft

Queens Eltern leben getrennt. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und ihr Vater verkauft Tombo, ein traditionelles Bier. Ihre ältere Schwester Sarah ist 15 und hat die Schule abgebrochen. Sie hat auch noch zwei Brüder im Alter von 11 und 4 Jahren.

Monica hat Queen inzwischen in der "Sunshine preschool" (Vorschule) eingeschrieben. Auch hier wird zumindest von Montag bis Donnerstag eine Schuluniform benötigt. Ihr Vater wurde damit beauftragt, ihr jeden Morgen eine Jause mitzugeben - eine Selbstverständlichkeit in unseren Augen, aber leider nicht in Katutura.

Vielen Dank an Alina für die großartige Unterstützung!

 

Grundstück
26
Mai

Robinah auf Besuch beim SoK-Projekt in Kampala, Teil 2

Grundstück-Scouting mit Robinah

In den letzten News haben wir darüber berichtet, dass Robinah über Ostern Post und kleine Pakete für die Kids in Kampala mitgebracht hatte. Ihr Besuch in Uganda hatte aber auch noch ein anderes Ziel...

Robinah war bei ihrem Besuch in Kampala in einer ganz besonderes Mission unterwegs. Gemeinsam mit Rhona ging es darum, ein geeignetes Grundstück zu finden und zu kaufen.

Um dieses Grundstück finanzieren zu können, gab es im März dieses Jahres eine Charity-Veranstaltung bei Robinah in Altheim. Dazu kamen viele private Spenden bei Friends 4 Friends und unserem Partnerverein Fokus Leben zusammen.

Robinah und Rhona sind tatsächlich fündig geworden. Nach acht Grundstücks-Besichtigungen stand der Favorit fest und der Kauf ging tatsächlich noch einen Tag vor Robinahs Heimflug reibungslos über die Bühne.

Das Grundstück liegt etwa 25 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt und ist ca. 12 km2 groß. Die Preise für Nahrungsmittel sind in Kampala in den letzten Jahren stark angestiegen. Deswegen ist jetzt der Plan, diese Grundnahrungsmittel selbst anzubauen. Das sind Kochbananen, Kartoffel, Maniok, Süßkartoffel, Bohnen und Mais.

Wir hoffen gemeinsam mit unserem Partnerverein Fokus Leben, dass es bald losgehen kann mit dem Ausbringen des ersten Saatguts und der ersten Ernte.

Wir danken auch unserem Vereinsmitglied Carmen – sie hat kurzerhand ihre Geburtstagsspende, die eigentlich für einen Neubau des Heims gedacht war, umgewidmet. Statt Hauswand wird Carmen in ein paar Monaten nominelle „Besitzerin“ eines Bananenstaudenhaines sein!

Besuch Uganda
Besuch Uganda

2 neue Studentinnen

 

Nach Christian, über den wir schon vor einiger Zeit berichtet haben, gibt es die nächste Erfolgsgeschichte. Beim Besuch kamen nämlich Dinah und Kemigisha auch nicht zu kurz. Beide haben vergangenes Jahr Abitur gemacht und beide fangen heuer mit ihrem Studium an. Dinah studiert bereits seit 02. Mai „Hair / Beauty Design and Management“ an der YMCA Universität. Das Studium wird zwei Jahre dauern und endet mit einem Diplom. Kemigisha beginnt im August ihr Studium im Bereich „Catering and Hospitality Managament“, ebenfalls an der YMCA Universität. Ihr Studium dauert drei Jahre und endet mit einem Bachelorabschluss.

Der Slum Kisenji ist nicht gerade der beste Ort, um spät am Abend oder gar in der Nacht von der Uni zurückzukommen – für junge Frauen schon gleich gar nicht. Deswegen werden Dinah und Kemigisha im Hostel der Universität wohnen.

Es ist sowieso schon bewundernswert, wenn junge Frauen aus dem Slum eine weiterführende Schule besuchen und dann auch noch erfolgreich beenden. In Kisenji gibt es weder Strom noch fließendes Wasser. Wenn Kinder überhaupt eine Schule besuchen, dann maximal die siebenstufige Grundschule. Anders Kemigisha und Dinah.
Alles verfügbare Geld haben die beiden für Bücher, Hefte und Stifte ausgegeben. Sie haben eisern gespart für die hohen Schulgebühren der weiterführenden Schule.
Erst im Abiturjahr sind wir auf die beiden aufmerksam geworden und haben sie seither unterstützt. Jetzt werden die beiden ihren großen Traum erfüllen – nämlich studieren!

Nur so gelingt es, die Armutsspirale zu unterbrechen – mit Bildung!

Wir wünschen Kemigisha und Dinah das Allerbeste und werden euch auf dem Laufenden halten!

 

Kids mit Briefen
26
Mai

Robinah besucht das SoK-Projekt

Robinah - deutsche Post und DHL in Einem!

Es ist immer etwas Besonderes, wenn Robinah, die deutsche Leiterin des Projekts „Kampala Straßenkids“, die Kids in Uganda besucht. In den Osterferien war sie wieder dort. Im Gepäck waren Briefe und kleine Päckchen für insgesamt 68 (!) Kinder!

68 Briefe in allen Farben und Größen überreicht von Robinah bedeutet vor allem: Diese wollen erst mal sortiert und dem richtigen Kind zugeordnet werden. Dann wird’s richtig spannend, aufmachen und lesen und schauen, was an kleinen Präsenten mit drin liegt. Das können kunterbunte Kugelschreiber sein, Sticker, Fotos oder Süßigkeiten. Alles ist toll, alles wird geliebt und ausprobiert.

Natürlich haben auch „unsere“ 19 Kids Briefe bekommen. So ein Brief aus dem fernen Deutschland (und wo ist denn eigentlich Österreich?) schreit natürlich nach einer Antwort. Immerhin sind die Kids ja durchaus stolz auf ihre deutschen und österreichischen Brieffreunde und schreiben fleißig zurück!

Robinah Kampala
Robinah besucht das Projekt

Robinah hatte auch Geld aus unserem Gesundheitsfonds dabei. Die Mädels im Heim kommen allmählich in die Pubertät. Damenbinden sind teuer, gerade in Afrika. Wir wollen vermeiden, dass Mädchen jeden Monat für ein paar Tage in der Schule fehlen, nur weil kein Geld für Damenbinden da ist. Deswegen haben wir einen Sonderposten dafür geschaffen. Nun wird jeden Monat genug Geld dafür vorhanden sein.

Der absolute Renner waren die T-Shirts des LLC Marathon Clubs Regensburg. Diese Shirts sind beim Marathon 2018 übrig geblieben. Bewerber in Kampala für die Shirts gab es viele: eine Fußballmannschaft, die Tanztruppe und der Chor. Das Rennen machte letztendlich die Tanztruppe. Da macht die Tanzerei gleich noch viel mehr Spaß!
Nur gut, dass der LLC jedes Jahr einen Marathon in Regensburg veranstaltet ...

Vielen Dank an den LLC Regensburg für diese tolle T-Shirt-Spende!

Das war aber noch nicht alles von Robinah - Fortsetzung folgt ... 🙂

 

Altheim
22
Apr

Afrikavortrag in Altheim

Altheim/Alb meets Kampala - oder: was passiert, wenn alle zusammenhelfen ...

Die geneigten LeserInnen kennen das vermutlich - man hat ein Ziel, aber es ist um die Burg nicht möglich, es zu realisieren. So erging es Robinah, der Leiterin des Straßenkinderprojektes Kampala, die in der Nähe von Ulm lebt.

Der Plan war, Spenden für den geplanten Kauf des neuen Grundstücks außerhalb von Kampala zu sammeln.

Dazu sollte eine Gospelband verpflichtet werden. Leider stellte sich heraus, dass diese Bands 3000.-€ aufwärts für einen Auftritt verlangen - Charity hin oder her. Also musste eine neue Idee her - und die lag eigentlich auf der Hand....
Erste Vorsitzende von Fokus Leben (Robinah) kontaktiert erste Vorsitzende von Friends 4 Friends (Andy). Immerhin unterstützen ja beide Vereine das gleiche Projekt. Schnell war die Idee geboren - eine Charity-Veranstaltung mit Afrikavortrag statt Afrikamusik. Musik braucht man trotzdem. Also wurden kurzerhand die Altheimer Musikanten für das Rahmenprogramm verpflichtet.

Andy und Robinah Altheim
Altheim Publikum

 

 

Es war ein grandioser Abend! 270 Gäste waren da, um 100 Minuten Afrika zu erleben. Von Kairo bis nach Kapstadt, natürlich mit Schwerpunkt auf das Projekt "Kampala Straßenkids". In der Pause wurden Spenden gesammelt und während des 2. Teils des Vortrages ging es ans aufregende Zählen. Großartige 3300.- € kamen zusammen!

Afrikavortrag und Blasmusik vertragen sich bestens - zumindest, wenn diese Musik von den Altheimer Musikanten stammt.

Vielen Dank an alle, die diesen Abend mit organisiert und mit gestaltet haben!
Friends 4 Friends freut sich mit Fokus Leben über den gemeinsamen Erfolg dieser Veranstaltung.

Eine Neuauflage ist nicht ausgeschlossen!

31
Mrz

Besuch aus den Niederlanden

Ein holländischer Einblick...

Unser Name Friends 4 Friends bezieht sich nicht nur auf unsere Freundschaft mit Monica und Peacemaker, das Home of Good Hope wird von einer Gemeinschaft von Vereinen und Stiftungen aus den verschiedensten Ländern unterstützt, so auch von den Niederlanden.

Wir stehen in regem Kontakt mit Maria Vernooij-van der Wal, der Vorsitzenden der niederländischen Home of Good Hope-Stiftung. Sie hat uns folgendes berichtet:

Im Februar haben Diny und Bart Peters im Zuge einer Reise durch Südafrika und Namibia das Home of Good Hope besucht.

Bei ihrem Besuch dort haben sie festgestellt, dass die Kids sich jetzt viel mehr um Sauberkeit, Hygiene und Ordnung bemühen als früher, was wohl vor allem auf die zwei Mitarbeiterinnen Sheila und Charmaine zurückzuführen ist, die sehr achtsam und sorgfältig in diesem Bereich sind.

 

Besuch aus den Niederlanden
Besuch aus den Niederlanden

Das von den Niederländern gesponserte Auto ist immens wichtig. Peacemaker transportiert damit das ganze Essen, Eimer voll Wasser, alle Einkäufe für die Suppenküche und zusätzliches Essen für einzelne arme Familien und man sieht, dass er sehr auf das Auto aufpasst.

Monica hat letztes Jahr ein kleines Zusatzprojekt gegründet, nämlich „Rise and Shine“. Hierbei handelt es sich um ein Nähprojekt, das momentan acht Männer und Frauen beschäftigt. Mit Hilfe dieses Projekts können zwei Probleme auf einmal in Angriff genommen werden. Einerseits sollen somit neue Schuluniformen für die Kids zu erschwinglichen Preisen genäht werden und andererseits werden damit neue Arbeitsstellen geschaffen. Laut Diny und Bart könnte der Standort des Projekts einige Verbesserungsarbeiten vertragen. Das Haus ist zu klein und zu dunkel, man müsste dringend ausbauen.

 

Das Fazit der beiden Besucher:

„Die Suppenküche befindet sich in einem sehr armen Teil des Townships, das Leben scheint hier hoffnungslos. Es herrscht extrem hohe Arbeitslosigkeit und ohne Bildung gibt es keine Zukunft für die Kinder. Erfolgreiches Lernen ist mit einem leeren Magen unmöglich. Es ist also außerordentlich wichtig, was im Home of Good Hope an Pflege, Verköstigung, Bildung und Sport angeboten wird.“

 

Die Kids haben sich sehr über die mitgebrachten Stofftiere gefreut. Besuch aus den Niederlanden

Wir schließen uns an in ihrem Lob für Monica und ihr Team!

 

 

3
Feb

Schulabschluss & Unibeginn für Christian

Studienplatz + Laptop = Zukunft

Es ist einfach großartig, wenn man sieht, dass ein Projekt Früchte trägt! Als wir 2015 mit unserem Schulprogramm begonnen haben, war genau das unsere Intention: motivierten Kids, die es sich aus diversen Gründen nicht leisten können die Schule zu besuchen, einen guten Schulabschluss zu ermöglichen.

Der damals 17-jährige Christian war einer der ersten Schüler, die wir mit unserem Programm unterstützt haben. Seine Vorgeschichte war eine typisch afrikanische: seine Eltern haben „vergessen“ ihn in die Schule zu schicken. Auf gut deutsch: er musste Ziegen und Kühe hüten und hatte keine Zeit für Schule. Als er dann mit 9 Jahren doch noch in die Schule kam, stellte sich schnell heraus, dass Christian ziemlich intelligent ist, und ehrgeizig obendrein. Sieben Jahre Grundschule waren ihm zu wenig. Aber die weiterführende Schule ist teuer. Schulgebühren, Uniform, Hefte, Bücher, Stifte – das war schon sehr viel für einen Jugendlichen mit einem großen Wunsch: etwas aus sich zu machen und eine Zukunft zu haben!

Das erste Schuljahr in der weiterführenden Schule hat er sich selbst finanziert, dann haben wir ihn ins Sponsoringprogramm aufgenommen. Dadurch wurde vieles leichter – zumal wir auch Taxikosten bezahlen. Zwei Stunden Schulweg gehörten der Vergangenheit an – diese Zeit kann man besser nutzen.

Christian Laptop Schulabschluss
Christian arbeitet Schulabschluss

Im Dezember vergangenen Jahres hat Christian seinen Schulabschluss mit Bravour gemeistert und wir sind sehr stolz auf ihn. Seine Noten waren so gut, dass er auf der Universität von Namibia aufgenommen wurde. Er hat sich so sehr gefreut, dass er Monica und ihren Sohn Peacemaker als Dankeschön zum Essen in ein Restaurant in Windhoek eingeladen hat.

In einem Dankesbrief an uns, geschrieben in der 9. Klasse, erwähnte er: „Ich möchte einmal Ingenieur oder Arzt werden, damit ich Menschen helfen kann.“  Jetzt ist er seinem Traum wohl große Schritte näher gekommen. Mittlerweile hat er sich  für Jura entschieden, damit wird er in Zukunft auch sicher vielen Menschen hilfreich zur Seite stehen können.

Der fußballbegeisterte Christian hat die letzten Jahre so eifrig gelernt und gute Noten erzielt, dass wir ihn für seinen Erfolg belohnen wollten.
Wie man auf den Fotos sieht, hat er sich sehr über den gebrauchten Laptop inklusive Office-Programm und Virenschutz gefreut. Alles, was das Herz und der Geist eines angehenden Studenten begehrt!

Wir gratulieren Christian zu seiner tollen Leistung und wünschen ihm alles erdenklich Gute auf seinem weiteren Weg!

 

Katzenbach
20
Jan

Riesenscheck aus Katzenbach für die Kinder in Namibia

Tausche Theaterstück gegen Brillen!

Wo zum Himmel liegt denn bitte Katzenbach? Und wieso kommt von dort eine 500.-€ Spende für die Kids in Namibia?

Ich vermute, jeder, der in einem Haus mit mehreren Parteien wohnt, kennt das: Neue Nachbarn kommen und gehen. Bei den einen ist man froh, wenn sie wieder ausziehen, die anderen würde man am liebsten gar nicht mehr hergeben. So ging es Werner und Andy mit den neuen Nachbarn Lisa und Fabian irgendwo aus Franken.

Man hat das Fränkische zwar herausgehört, aber wer immer wieder in Afrika und Indien unterwegs ist, kennt sich ja bekanntlich mit Fremdsprachen aus.

Man lernte sich näher kennen und mochte sich.

Nach 2 ½ Jahren war die  Weiterbildung Fabians vorbei und die beiden sind wieder zurückgezogen. Nach Franken. Leider.

Trotz der geographischen Distanz hat man sich aber nicht aus den Augen verloren. Und Barbaras Facebook-Blog über die gemeinsame Afrikareise mit Andy wurde sehr genau verfolgt. Was wir aber nicht wirklich realisiert haben – unsere ehemaligen Nachbarn sind seit zwei Jahren in einer Laien-Theatergruppe dabei.

Das bedeutet: viele Zuschauer, also Eintrittsgelder. Natürlich minus Ausgaben. Aber weil sie so gut spielen, kommen viele Gäste und es bleibt immer ein Gewinn.

Vermutlich wird so ein Gewinn bei den meisten Theatergruppen bei einer gemeinsamen Aktion ausgegeben. Nicht so in Katzenbach. Die Theatergruppe Katzenbach spendet 500.-€ für das „Home of Good Hope“ in Namibia!

Matratzen
Katzenbach

Wenn man schon eine Spende macht, sollte doch jemand vom Verein da sein und den Riesenscheck in Empfang nehmen.

Dass Werner und Andy dann noch in den Genuss einer Vorstellung kamen, versteht sich von selbst. Selten so gelacht, selten so viel Spaß gehabt. Und obendrein Zeit mit Lisa und Fabian im neuen Heim.

Die Frage aller Fragen: Wofür wird das viele Geld ausgegeben?

Vor kurzem hat sich herausgestellt, dass 65 Kinder im „Home of Good Hope“ eine Brille benötigen. Mit diesem Betrag werden wir einige dieser Brillen finanzieren können!

Die zahlreichen Theatergäste ließen sich nicht lumpen und es kamen in der Spendenbüchse gleich nochmal knapp 100.-€ zusammen!

Vielen herzlichen Dank an die Theatergruppe Katzenbach für diese großzügige Spende!

 

Matratzen
5
Jan

SoK – Neue Matratzen & Moskitonetze

Tschüss Moskitos!

Wer kennt das nicht – man liegt im Bett, will einschlafen... Dann dieses böse Surren... Eine böse Schnake im Zimmer! Erst dreht man sich mehrmals rum, will eigentlich nicht aufstehen. Aber dieses Viech surrt immer direkt am Ohr... Irgendwann geht es nicht mehr - man verlässt das Bett, bewaffnet sich mit dem Kissen und geht auf die Jagd...

 

Genauso geht es auch den Menschen in Uganda – nur.... dort gibt es viel mehr Schnaken als bei uns und sie übertragen ziemlich üble Krankheiten, zum Beispiel Malaria. Es ist uns schon lange ein Anliegen, die Schlafsäle der Heimkinder besser auszurüsten. Im Mai wurde das endlich in Angriff genommen, nachdem unser Gesundheitsfonds stolze 800.-€ aufwies. Dank unseres Vereinsmitgliedes Michaela wird dieser nämlich monatlich aufgefüllt.

Matratzen
Matratzen

Unser Verein legt nochmal die gleiche Summe drauf und so konnten Moskitonetze und neue Matratzen samt Schonern für die Heimkinder des Projekts Streetkids of Kampala gekauft werden.

Wer gut schläft und sich nicht mehr um Moskitos scheren muss, der bleibt gesund und hat morgens Kraft für die Schule!

Vielen Dank an Michaela, die diese tolle Aktion mit ihrer regelmäßigen Projektspende möglich gemacht hat!

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