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Endelela Program, Namibia

Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen.

JOHN LOCKE

600 Kinder in einer viel zu kleinen Wellblechhütte; sie singen, tanzen, klatschen, lachen - alle mit vollem Einsatz, in einer nicht überhörbaren Lautstärke. Dann wird das Essen ausgegeben. Man muss emotional schon sehr abgestumpft sein, um hier nicht eine Gänsehaut zu bekommen oder zu Tränen gerührt zu sein.

Aber wie fing die Geschichte vom „Endelela Program“ eigentlich an?

Wenn der Hunger Zweijährige jeden Tag einen kilometerlangen Fußmarsch zum Projekt zurücklegen lässt, wenn Eltern ihre Kinder nicht mehr mit Essen versorgen können, dann läuft etwas gewaltig schief. Um dem ein wenig entgegenzuwirken, hatte Monica Imanga im Jahr 2007 die Idee, im Township Katutura (Windhoek, Namibia) eine Suppenküche für bedürftige Kinder zu eröffnen, und setzte diese auch noch im selben Jahr unter dem Namen „Home of Good Hope“ um. Damals kamen täglich knapp 20 Knirpse. Zu dieser Zeit gab es die bunte Wellblechhütte noch nicht, alle saßen gemeinsam im Schatten eines Baumes. Unter dem Baum wurde gesungen, gespielt, es wurden Probleme besprochen und die von Monica mitgebrachten Sandwiches verspeist. 2009 wurde die Wellblechhütte von deutschen Architekturstudenten gebaut – finanziert von unseren schwedischen Partnern. Im Laufe der Zeit nahmen zusehends mehr Kinder die Chance wahr, im „Home of Good Hope“ die oftmals einzige Mahlzeit des Tages zu sich zu nehmen. Am Anfang lag der Fokus in erster Linie auf Essenssicherung. Doch die Fakten waren klar: Wer seinen Sprösslingen aus finanziellen Gründen keine regelmäßigen Mahlzeiten servieren kann, der kann es sich in den meisten Fällen auch nicht leisten, für die Kosten von Bildung und Gesundheit aufzukommen.

2010 haben sich Freunde aus Schweden, Holland, Österreich und Deutschland zusammengeschlossen, um neben dem Essen auch die Schulbesuche finanziell abzusichern. Denn: Viele Kinder vom „Home of Good Hope“ können nicht regelmäßig in die Schule gehen, weil ihre Eltern Schulgeld, Uniform und Bücher schlichtweg nicht finanzieren können. Friends 4 Friends unterstützt im Rahmen von seinem sog. „Endelela Educational Program“ Schüler*innen aus allen Schulstufen und mittlerweile auch Studierende. Sie alle stammen aus bedürftigen Familien, die keine Möglichkeit haben, Schul- oder Ausbildungskosten selbst zu begleichen. Bildung bleibt ihnen dementsprechend verwehrt. Das Friends 4 Friends Package für die am Programm teilnehmenden Schüler beinhaltet nicht nur Direktbetreuung vor Ort durch unseren lokalen Education Manager, sondern auch regelmäßige Gesundheitschecks sowie professionelle Nachhilfe.

Seit 2015 gibt es zudem immer wieder Gesundheitstrainings für Kinder, aber auch Erwachsene. Dabei werden Themen wie „Richtiges Händewaschen“, „Zähneputzen“, „Gesunde Lebensmittel für den kleinen Geldbeutel“, „Basics der Wundversorgung“ und „HIV/Aids“ zielgruppengerecht besprochen und aufgearbeitet.

Home of Good Hope

UNSERE

ERFOLGE

13 Schüler*innen

(9 weiblich, 4 männlich) nehmen 2024 am Educational Program teil.

3 Kinder in Primary, 5 Kinder in Secondary, 5 Studenten an Universität

1 Universitätsabschluss

in Jura (Mann).

3 Personen

(1 Frau, 2 Männer) profitierten von Erwachsenenbildung (Führerschein).

1052 Personen

(Kinder und Erwachsene) nahmen an zielgruppenorientierten Gesundheitstrainings teil.

548 Kinder

erhielten medizinische Untersuchungen.

Volontariat Milena Home of Good Hope
Volontariat Milena Home of Good Hope
Home of Good Hope

Ein Einblick in das Home of Good Hope